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Lot 631

631: Hieronymus, Sophronius Eusebius: Epistolae. Venedi

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Description

Hieronymus, Sophronius Eusebius. Epistolae. Mit Beigaben von Theodorus Lelius. 2 Teile in 1 Band (erster nach dem zweiten gebunden). 152 (statt 154; ohne 2 weiße); 209 (statt 210; ohne das letzte weiße) nn. Bl. 2 Spalten. 67-68 Zeilen. Got. Typ. Schriftraum: 26,8 x 18,1 cm. Format: 40 x 28 cm. Mit 2 22zeiligen illuminierten Initialen in Gold und Farben mit szenischer Binnenzeichnung, über die Kolumne auslaufend, kleiner Wappenmalerei in Gold und Farben und Hunderten von Lombarden in Rot und Blau sowie Rubrizierung. Halbpergament des 18. Jahrhunderts (Gelenke eingerissen, Papierdeckelbezug stark fleckig, angeschmutzt und mit Gebrauchsspuren, stärker beschabt und bestoßen) mit goldgeprägtem RSchild (fragmentarisch). Venedig, Antonio Miscomini, 22. I. 1476.
Hain-Copinger 8556. GW 2426. Goff H-166. Proctor 4356. Pellechet 5969. Badaliæ 535. Castan 557. Collijn 527. Finger 531. Hubay 1043. Schäfer 153. Madsen 1970. Oates 1731. 1732. Rhodes 915. Sack 1834. Walsh 1721. BMC V, 240. BSB-Ink H-247. CIBN H-101. CIH 1679. IBE 3160. IBP 2787. IBS 630. IDL 2299. IGI 4737. ISTC ih00166000. Zweite Ausgabe der Rezension der Briefe des Heiligen Hieronymus (347-420), erster Druck aus der Offizin des venezianischen Druckers Antonio di Bartolommeo da Bologna, genannt Miscomini (vgl. BMC V, S. 239). Die Briefe des Hieronymus, erstmals bearbeitet von dem Bischof von Treviso (um 1450), bilden eine wichtige Quelle für die Geschichte und die Doktrin der frühen Kirche zwischen Spätantike und Frühmittelalter. Die erste Lelius-Ausgabe hatte Sixtus Riessinger für Caspar de Theramo um 1467 in Rom gedruckt (GW 12420. Goff H-163). Miscomini war ein paar Jahre in Venedig tätig und ging dann in seine Vaterstadt Florenz zurück, wo er bis zum Jahr 1490 eine höchst fruchtbare Druckerwerkstatt betrieb.
Die beiden illuminierten Initialen auf Goldgrund mit jeweils einer kleinen Szene stammen möglicherweise aus einer venezianischen Werkstatt und führen jeden der beiden Teile an: Die Initiale von Teil I zeigt den heiligen Hieronymus als Büßer in der Wüste mit seinem Löwen und auf Knien in Anbetung des Kruzifix', während die von Teil II Hieronymus im Gehäuse darstellt. Beide Initialen in Blau auf quadratischem, leuchtenden Goldgrund und mit einer roten Akanthusranke, die die linke Kolumne herab läuft und in grünen Blättern, blau-roten Blüten und Goldsonnenpunkten endet. Das blau-goldene Wappen unten auf dem ersten Textblatt des 2. Teils im grünen Lorbeerkranz mit Purpurhintergrund und weißer Binnenfederzeichnung.
Wappen und die Illumination teils leicht aufgefrischt, möglicherweise im 19. Jahrhundert überarbeitet. Im ersten Teil, hier nach den zweiten gebunden, fehlen 2 weiße Blätter, je eines am Anfang und eines am Schluss (A1 und V4); im zweiten Teil fehlt nur das letzte weiße Blatt (x8), das vorletzte (x7) ist zwischen beiden Teilen vorhanden. Unwesentliche Wurmlöchlein, stellenweise etwas stock- und braunfleckig sowie vereinzelte Feuchtigkeitsspuren, oben Blattzählung mit Sepia, nur geringe Gebrauchsspuren, insgesamt sehr schönes, bemerkenswert breitrandiges Exemplar.

Buyer's Premium

20%

Estimate €6,000 – €10,000
Starting Bid €6,000
live auction started on
De Auction
12:00 AM - Apr 18, 2012
Ended
Auctioneer
Galerie Bassenge

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Berlin, 14193
Germany


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