Der hl. Hieronymus mit dem verwundeten Löwen in einer Landschaft. Holzschnitt. 29,6 x 21,9 cm. B. 1 (Holzschnitte), Nagler, Die Monogrammisten, III, 1994, Nr. 11. Wz. Osterlamm ? im Kreis.
Der Meister IB mit dem Vogel, dessen Namen sich in der Bedeutung des Vogels verbirgt, wird nach einer Vermutung des Abbé Zanis gemeinhin mit dem Modeneser Giovanni Battista del Porto in Verbindung gebracht. Bartsch führt den Künstler auf Grund des Vogels im Monogramm als Giovanni Battista Palumba. Der Meister der lombardisch-venezianischen Schule tritt laut Nagler erstmals im Jahre 1503 auf. Bartsch kennt sieben Kupferstiche und drei Holzschnitte des Meisters, die einen Zusammenhang zu den Werken Albrecht Dürers erkennen lassen. Vor allem die landschaftlichen Hintergründe der Darstellungen verweisen auf eine Auseinandersetzung mit dem deutschen Meister. Bartsch unterstreicht die Frage nach dem eigentlichen Formschneider des vorliegenden Blattes und verweist auf das zweite Monogramm "HM mit drei Punkten" rechts neben dem des Meisters (B., XIII, Abb. 11). Es ist anzunehmen, dass der unbekannte Formschneider nach einer Vorlage des Meister IB mit dem Vogel die Darstellung geschnitten hat. - Sehr guter, vereinzelt leicht auslassender, stellenweise noch kräftiger Druck, partiell mit einer zeitgenössischen Lavierung in Braun, mit feinem Rändchen um die Einfassungslinie. Leicht fleckig, winzige Nadellöchlein, vereinzelt kleine Ausbesserungen, mit leichter Feder- bzw. Bleistiftretusche, weitere leichte Erhaltungsmängel, im Gesamteindruck gut. Aus der Sammlung Richard Jung (Lugt 3791). Von größter Seltenheit.
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