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5: Carl Gustav Carus Pillnitz landscape with ruin. Arou

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Description

Carl Gustav Carus Pillnitz landscape with ruin. Around 1835. 1835.
Oil painting. Oil on thing artists board. Unsigned. Verso unexplicitly inscribed / marked by unknown. Framed in an ebonised moulded frame.
Paint in the area of the sky merely visible scratchy; center and center left each a inconsiderable trace of stain. Partially discreet craquelure. On the right edges with minimal yellowing of the finish. The boards corners with small fixing holes. Board slightly wavy; verso with traces of a former mounting.
Probably catalogue raisone Prause number 287 (here titled as Ruin in Pillnitz above the vineyards).

Accompanied by an expertise by Prof. Dr. H. J. Neidhardt, Dresden, dated 20April 2012.

Provenance: privat ownership in Dresden, goddaughter of Margarte Schwerdtner; previous belonging to Margarete Schwerdtner, fosterling / foster child by Caroline Ccilia Carus.
size: 13,7 x 19,5 cm, Ra. 18,2 x 23,7 cm.

Carl Gustav Carus, Pillnitzer Landschaft mit Ruine. Um 1835.
l auf dnner Malpappe. Unsigniert. Verso undeutlich von unbekannter Hand bezeichnet. In einer ebonisierten Profilleiste gerahmt.
Malschicht im Bereich des Himmels kaum sichtbar kratzspurig, Mi. und Mi.li. je eine unscheinbare Verschmutzungslinie. Vereinzelt minimal frhschwundrissig. Im rechten Randbereich mit minimaler Firnisverfrbung.
Maltrger in den Ecken sowie an den Rndern mit jeweils einem kleinen Fixierlchlein versehen. Maltrger leicht wellig, die Kanten ungerade geschnitten. Verso mit Resten einer lteren Montierung.
Wohl WVZ Prause 287 (dort betitelt als "Ruine in Pillnitz ber den Weinbergen").

Eine ausfhrliche Expertise von Prof. Dr. H. J. Neidhardt, Dresden, vom 20. April 2012 liegt vor.

Provenienz: Schsischer Privatbesitz, Patentochter der Margarete Schwerdtner; vormals im Besitz der Margarete Schwerdtner, Pflegetochter der Caroline Ccilie Carus.

Als kniglicher Leibarzt sah sich Carus verpflichtet, stets in unmittelbarer Nhe der schsischen Knigsfamilie zu residieren, weshalb ihn mehrere Sommeraufenthalte nach Pillnitz bei Dresden fhrten, wo er ab 1832 ein Landhaus besa. Unweit von diesem an den Pillnitzer Schlopark grenzenden stimmungsvollen Anwesen erhebt sich gen Nordosten der in die Elbhnge eingebettete Borsberg mit dem etwas kleineren davorliegenden Schloberg, welcher seit 1785 eine knstliche Ruine in der Ausfhrung von Johann Daniel Schade trgt. Dieses streng nach den Ausfhrungen des Gartentheoretikers Christian Cay Lorenz Hirschfeld angelegte knstlich gealterte Bauwerk gehrt zu einem im Auftrag des Kurfrsten Friedrich August III. errichteten Gebudekomplex, der sich weitlufig ber den Friedrichsgrund erstreckt und als hufig aufgesuchtes Ziel groer Beliebtheit bei der schsischen Knigsfamilie erfreute.
Um die in dieser lstudie festgehaltene Sicht auf die Ruine und die sich weit im Hintergrund erstreckenden Felsen der Schsischen Schweiz erlangen zu knnen, mute sich Carus an dem Hang des vis--vis gelegenen Hausbergs positionieren. Ganz der malerischen Auffassung der Dresdner Romantik verhaftet, widmet sich Carus in dieser stimmungsvollen Szene mit akribischer Sorgfalt der Darstellung atmosphrischer Dichte und "der farbigen Erscheinung des bewlkten Himmels [], die ihn lebenslang besonders interessiert hat." (aus: Expertise Prof. Neidhardt).

Literatur:
Prause, Marianne: Carl Gustav Carus, Leben und Werk. Berlin 1968, S. 148/149. Nr. 287.
Gosch, Andreas: Die Knstliche Ruine oberhalb des Friedrichsgrunds in Pillnitz von Johann Daniel Schade, In: Kunstgeschichten Dresden Blog (http://blog.k-dd.de/2009/10/die-kunstliche-ruine-oberhalb-des-friedrichsgrunds-in-pillnitz-von-johann-daniel-schade/)

weiterfhrend:
Von Sydow, Eckart: Carl Gustav Carus und das Naturbewutsein der romantischen deutschen Malerei, In: Monatshefte fr Kunstwissenschaft, Leipzig 1922, 15. Jg., S. 30-38.
Carl Gustav Carus Wahrnehmung und Konstruktion. Akten zum interdisziplinren Kolloquium 21. bis 23. Mai 2008 im Residenzschlo, Staatliche Kunstsammlungen Dresden. Dresden 2009.
Mae: 13,7 x 19,5 cm, Ra. 18,2 x 23,7 cm.


Carl Carus
1789 Leipzig 1869 Dresden
Deutscher Maler, Zeichner, Schriftsteller, Naturwissenschaftler und Mediziner. 180411 Studium der Physik, Chemie und Medizin an der Universitt in Leipzig. Parallel dazu Unterricht an der Zeichen-Akademie bei Julius Dietz. Zu Vorbildern wurden die Niederlnder des 17. Jh. sowie Joh. Ch. Klengel und C. Nathe. 1816 Berufung nach Dresden als Prof. fr Geburtshilfe und Leiter einer Entbindungsklinik. Unter dem Einflu der Dresdner Romantik erste Ausstellungsbeteiligung. 1818 Bekanntschaft mit C. D. Friedrich, der ihn nachhaltig inspirierte. 1819 Reise nach Rgen, 1820 ins Riesengebirge, 1821 in die Schweiz. Bekanntschaft mit Goethe, der ihn sowohl in seiner Universalitt des Denkens, sowie in der Themen- und Motivwahl beeinflusste. Whrend seiner Ttigkeit als Leibarzt 1827 fr die kniglichen Familie in Dresden, erfolgten weitere Reisen in die Schweiz, Italien, spter Frankreich und England, die wie bereits das Dresdner Umland eindrucksvolle Vorlagen fr seine stimmungsvollen Landschaften boten.


Buyer's Premium

23%

Estimate €20,000 – €24,000
Starting Bid €20,000
live auction started on
De Auction
1:00 AM - Jun 09, 2012
Ended
Auctioneer
Schmidt Kunstauktionen Dresden

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