Meissen, um 1818 Biskuitporzellan. Seitlich angesetzt zwei aufgebogene, goldstaffierte Ösenhenkel mit Akanthusblatt-Ansätzen. Rundfuß und ausgebauchter Wandungsansatz mit plastisch belegtem, goldstaffiertem Akanthusblatt-Relief. Die steil ansteigende, zur Mündung hin ausschwingende Wandung umlaufend dekoriert mit weißen Reliefs in Biskuit auf graugrün eingefärbtem Fond in der Art der Wedgwood-Erzeugnisse. Dekor: auf der einen Seite Atia unter einem Feigenbaum, daneben Apollon und Artemis. Die andere Seite zeigt die Vereinigung der Atia mit der Apollonschlange, gleichzeitig ist aber der Gott auch in anthropomorpher Gestalt zu sehen. Über der Szene schwebt Eros. Quirinus-Romulus beobachtet die Zeugung des Augustus. Mündungsrand vergoldet. Bez.: unterglasurblaue Schwertermarke, Preßziffern 26 und 68. H. 35,3 cm (43890003) "Die Porzellanvase geht auf eine Innovation der Manufaktur unter Julius Wilhelm von Oppel zurück. Er ließ Kopien der Abgüsse antiker Reliefs und Figuren aus der Sammlung der englischen Porzellanmanufaktur Wedgwood machen, so dass in Meissen Nachbildungen antiker Reliefs und Figuren in Biskuitporzellan produziert werden konnten." (Isabelle v. Marschall, Wedgwoods Einfluss - eine Vase für Friedrich August I, S. 147-150, in: Meissen-Porcelain for Gentlemen, Hrsg.: Angela Gräfin von Wallwitz) - Meissen 1710 - 1910, Festschrift, S. 86, Fig. 199 (identisch). Als Dekorvorlage für den Dekor diente die berühmte Portlandvase, die seit 1790 als Firmenzeichen von Wedgwood fungiert und von dieser Manufaktur auch in Steinzeug kopiert wurde.
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Decorative Arts, Russian Works of Art, Silver
1:00 AM PT - May 12th, 2007
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Auktionshaus Dr. Fischer
Trappensee-Schlößchen
Heilbronn, 74074
Heilbronn, 74074



