Nachfolge. Drei illuminierte Einzelblätter aus einem lateinischen Stundenbuch: Je 15 Zeilen Text in Schwarzbraun und Rot. Zwei Blätter mit je einer großen, neunzeiligen Initiale mit Miniatur: Initiale D mit der Anbetung der Hl. Drei Könige und Initiale S mit der Darstellung des Schmerzensmannes mit Leidenswerkzeugen, das dritte Blatt mit zwei Initialen (ohne Miniatur). Alle Blätter mit vierseitigen, goldgehöhten floralen Bordüren, teils auch mit Früchten, Goldrispen und Vögeln. Deckfarben mit Goldhöhung auf (Jungfern-?) Pergament. Je ca 10,5 x 7,7 - 8 cm. Köln, um 1470/1480.
Höchst qualitätvolle und mit spitzem Pinsel feinst ausgeführte Arbeiten im Stil des heute allgemein Stefan Lochner zugeschriebenen Kölner Gebetbuches von 1451 (Darmstadt, Hess. Landes- und Hochschulbibliothek, Hs 70), Die auffallendste Parallele findet sich im Goldrispendekor der Einfassung. Dieses wird bei Achten-Knaus "Deutsche und niederländische Gebetbuchhandschriften der Hessischen Landes- und Hochschulbibliothek Darmstadt" unter den Nrn. 29 und 32 erstmals genau beschrieben und lokalisiert: "Diese Zierart geht letzten Endes auf die Kölner Werkstatt Stephan Lochners zurück...". Auch die Behandlung der Buchstabenkörper ist mit dem Kölner Gebetbuch eng verwandt. Die Farbgebung unserer Miniaturen ist jedoch different: sind es im Kölner Gebetbuch eher zarte Töne, so finden sich hier kräftigere Farben, die durch die reiche Verwendung des Goldes in ihrer Leuchtkraft noch verstärkt werden. - Vorliegende Blätter gehörten ursprünglich zu einem in der Martinus Bibliothek in Mainz befindlichen Manuskript (Hs 8: "Liber precum"), aus dem sie zu einem nicht mehr feststellbaren Zeitpunkt entnommen wurden. Zuletzt befanden sie sich in einer deutschen Privatsammlung. Eine Arbeit von Ines Dickmann über die Kölner Buchmalerei, in der auch das Mainzer Manuskript aus dem unsere Blätter stammen behandelt wird, ist in Vorbereitung.
Höchst qualitätvolle und mit spitzem Pinsel feinst ausgeführte Arbeiten im Stil des heute allgemein Stefan Lochner zugeschriebenen Kölner Gebetbuches von 1451 (Darmstadt, Hess. Landes- und Hochschulbibliothek, Hs 70), Die auffallendste Parallele findet sich im Goldrispendekor der Einfassung. Dieses wird bei Achten-Knaus "Deutsche und niederländische Gebetbuchhandschriften der Hessischen Landes- und Hochschulbibliothek Darmstadt" unter den Nrn. 29 und 32 erstmals genau beschrieben und lokalisiert: "Diese Zierart geht letzten Endes auf die Kölner Werkstatt Stephan Lochners zurück...". Auch die Behandlung der Buchstabenkörper ist mit dem Kölner Gebetbuch eng verwandt. Die Farbgebung unserer Miniaturen ist jedoch different: sind es im Kölner Gebetbuch eher zarte Töne, so finden sich hier kräftigere Farben, die durch die reiche Verwendung des Goldes in ihrer Leuchtkraft noch verstärkt werden. - Vorliegende Blätter gehörten ursprünglich zu einem in der Martinus Bibliothek in Mainz befindlichen Manuskript (Hs 8: "Liber precum"), aus dem sie zu einem nicht mehr feststellbaren Zeitpunkt entnommen wurden. Zuletzt befanden sie sich in einer deutschen Privatsammlung. Eine Arbeit von Ines Dickmann über die Kölner Buchmalerei, in der auch das Mainzer Manuskript aus dem unsere Blätter stammen behandelt wird, ist in Vorbereitung.
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15th-20th Century Art & Fine Photography
1:00 AM PT - May 30th, 2008
offered by
Galerie Bassenge
Erdener Str. 5a
Berlin 14193
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