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Historia Auktionshaus

ATTENTION - ATTENTION - ATTENTION - ATTENTION Please note that for this auction the Buyer's Premium is 32% on on each hammerprice. This premium will be charged post auction on all items you won in our invoices. In case of payments by credit card there is an additional CC-fee of 5%. Thank you for your kind attention. ATTENTION - ATTENTION - ATTENTION - ATTENTION "Erfolg hat nur, wer etwas tut, während er auf den Erfolg wartet", sagte einst Thomas Edison und bezeichnet mit seinen Worten eine der Philosophien der beiden Inhaber des inmitten Berlin gelegenen Auktionshauses Historia. Seit 2006 führen Christian Gründel und Vincent ten Vergert die Geschäfte des Hauses. Christian Gründel ist gelernter Restaurator und Denkmalpfleger für Malerei und hatte in den 1990er Jahren eine eigene Werkstatt in Oldenburg und Bremen, in der er Möbeloberflächen restaurierte und Auftragsarbeiten für diverse Museen, Händler und Privatkunden erfüllte. Aufgrund des parallelen Einstieges in das Auktionsgeschäft verkaufte er 2002 die Werkstatt und absolvierte einen Lehrgang zum Sachverständigen. Der aus Enschede stammende Vincent ten Vergert, gelernter Kaufmann, wurde bereits durch seinen Vater mit der Kunst und im Speziellen mit Möbeln in Berührung gebracht. Die Liebe zur Kunst verbindet Gründel und ten Vergert, aber auch das gemeinsame Hobby. Wann immer es der volle Terminkalender zulässt, suchen sie Ablenkung und Entspannung bei der Jagd. Zum gesamten Team gehören derzeit 10 Angestellte, darunter 7 Kunsthistoriker für die Abteilungen Gemälde, Porzellan, Glas, Silber und Sammlerobjekte. In den jährlich fünf Auktionen werden jeweils zwischen 2500 und 3000 Objekte angeboten und sowohl an nationale als auch internationale Kunden verkauft. Bei Historia legt man gro�en Wert auf das freundschaftliche Miteinander zwischen den Mitarbeitern und Kunden. Der Kunde - egal ob Einlieferer oder Käufer - soll sich kompetent beraten und betreut fühlen. Dazu trägt auch das familiäre Betriebsklima ohne Hierarchie, welches durch jährliche Gemeinschaftsausflüge gefördert wird, bei. Die im Auktionsgeschäft geforderte Flexibilität, Belastbarkeit und ständige Einsatzbereitschaft erfüllt dabei jeder der Mitarbeiter. "Der reibungslose Ablauf des Auktionsgeschäftes ist nur durch dieses gut eingespielte Team möglich, in dem jeder seine Aufgaben kennt und diese selbständig und voller Flei� bearbeitet. Dabei steht der Kunstgegenstand, die Antiquität im Mittelpunkt und nicht der damit zu erreichende Gewinn" lobt Gründel das Team. Die Bewerbung der Versteigerungsobjekte erfolgt neben der Erstellung und weltweiten Versendung des aufwendig gestalteten Auktionskataloges auf klassischem Wege, aber auch das Internet wird stark genutzt. Online-Kataloge, Präsenzen auf den wichtigsten Plattformen sowie die Möglichkeit des Online-Bietens gehören ebenso zum Repertoire. Zum stetig wachsenden Kundenstamm gehören hauptsächlich Privatkunden. Die Firma wird ohne Verschuldung geführt und garantiert so eine seriöse treuhänderische Verwaltung von fremden Geldern. Durch die gute Zusammenarbeit und Kooperationen mit anderen Häusern und Händlern wird die Auswahl der zur Versteigerung stehenden Objekte vergrö�ert. Gute Provisionszahlungen bei Vermittlungen ermöglichen diese Kooperation. "Aus kleinem Anfang entspringen alle Dinge" (Marcus Tullius Cicero) und dieser Anfang liegt im Jahr 1995 - dem Gründungsjahr von Historia. Zugegeben, die Geschichte dahinter ist eher untypisch für eine Firmengründung, verdient es aber desto mehr, erzählt zu werden. So begab es sich, dass eben jener Gründer in einem gro�en süddeutschen Auktionshaus Möbel aus polnischem Schlossbesitz einliefern wollte. Obwohl zuvor per Vorlage von Fotos Preise und die verbindliche Zusage für die Einlieferung abgemacht wurden, schickte man ihn nach kurzer Begutachtung der Möbel nach Hause. Die Begründung: die Möbel seien aus der zweiten Zeit. Diese sogenannte zweite Zeit war unserem Protagonisten bis dato gänzlich unbekannt und so fuhr er wutentbrannt mit den letzten Litern Benzin im Tank nach Hause und prophezeite, dass er dann eben selbst ein Auktionshaus gründen würde, um diese Möbel zu versteigern. Gesagt, getan - das Auktionshaus Historia wurde gegründet, mit Sitz in Ganderkesee, unweit von Bremen. Christian Gründel besa� in den 1990er Jahren eine eigene Werkstatt für Restauration von Möbeloberflächen in Oldenburg und Bremen und lieferte Möbel für die Auktionen in Ganderkesee ein. Als er gefragt wurde, ob er bei Historia aufgrund seiner Fachkompetenz die Möbelabteilung �bernehmen wolle, sagte er sofort ja. Das Auktionshaus vergrö�erte sich, der Kundenstamm wuchs. Im Jahr 2004 kam Vincent ten Vergert dazu und zwei Jahre später wurde das Auktionshaus Historia an ihn und Christian Gründel verkauft. "Mit neuen Ideen legten wir los, investierten viel in die �ffentlichkeitsarbeit. Es gab gedruckte und bebilderte Kataloge, die deutschlandweit verschickt wurden. Durch enorme Investitionen in die Kundenakquise konnten wir einen potentiellen überregionalen Stamm schaffen. Der Bau einer eigenen gro�en Auktionshalle im Jahr 2003 bot zusätzlich ausreichend Platz für das wachsende Geschäft" erinnert sich Vincent ten Vergert. Obwohl die Auktionst�¤tigkeiten gut liefen, war doch klar zu erkennen, dass sich der Markt immer mehr in das Ausland verschob. Also investierten die Beiden in Auftritte auf gro�Ÿen Messen in Russland und China, Polen und dem restlichen Osteuropa. Als sie 2007 die Nachricht erhielten, dass der Inhaber des Berliner Auktionshauses Altus pl�¶tzlich verstorben sei, nutzten sie die Chance und �¼bernahmen das Haus in der Kalckreuthstra�Ÿe. Dieser Standort im Stadtteil Sch�¶neberg, inmitten Berlins und optimal mit dem Auto oder den �¶ffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen, bot nun auch die M�¶glichkeit, internationaler pr�¤sent zu sein. "In einer Nacht- und Nebelaktion fuhren wir nach Berlin, denn die Erben des verstorbenen Altus-Inhabers hatten bis Mitternacht zu entscheiden, ob sie das Erbe antreten oder nicht. Um 23 Uhr wurde ein Notar aus dem Bett geklingelt, der den Vertrag mit uns unterzeichnete" erz�¤hlt Christian Gr�¼ndel. Die erste Auktion der Historia-Zweigstelle fand im November 2007 statt. Es war eine "ohne Limit-Auktion" mit gr�¶�Ÿtenteils Flohmarktniveau und schlechtem Umsatz. Wieder waren neue Ideen und investive Ma�Ÿnahmen erforderlich. Das Niveau der Versteigerungsobjekte wurde angehoben, die R�¤umlichkeiten renoviert und die gesamte Firmenpr�¤sentation qualitativ erh�¶ht. Die M�¼hen lohnten sich, denn die folgenden Auktionen waren sehr gut. Jedoch waren die nun insgesamt neun Katalogauktionen in Berlin und Ganderkesee keine Kleinigkeit und �¼berschritten die Kapazit�¤ten der beiden Inhaber. So entschied man sich im Jahr 2008 f�¼r die komplette Firmenverlegung nach Berlin und die Aufgabe der Auktionsgesch�¤fte in Ganderkesee. Dass dies eine gute Entscheidung war, belegen die Erfolge der Auktionen, welche weiteren Spielraum f�¼r Gesch�¤ftsvergr�¶�Ÿerungen boten. So konnten 2012 die Namensrechte und Kundendaten der Auktionsh�¤user Prinz Dunst und Nymphenburg �¼bernommen werden. Im Juli 2012 gelang dann die ��bernahme des renommierten Bremer Auktionshauses Bolland & Marotz und der Tochtergesellschaft Roland-Versteigerungen. Unter der neuen Leitung von Christian Gr�¼ndel und Vincent ten Vergert werden in gewohnter Manier hochwertige Kunstgegenst�¤nde und Antiquit�¤ten angeboten. Auch hier waren neue, frische Ideen gefragt, um mit einigen Neuerungen in gewohnter Tradition die Auktionsgesch�¤fte erfolgreich fortzuf�¼hren. Die erste Auktion unter der neuen Leitung fand im November 2012 statt und war �¼beraus erfolgreich. Die Formation der beiden H�¤user in Berlin und Bremen bietet zahlreiche Vorteile. So k�¶nnen beispielsweise ausgew�¤hlte Warengruppen auf beide H�¤user verteilt werden, was die Chancen auf bestm�¶gliche Gebote erh�¶ht. F�¼r Sammlungs- und Nachlassaufl�¶sungen kann durch diese Vorgehensweise garantiert werden, dass alle Objekte f�¼r die Auktion angenommen und nicht nur die "Sahnest�¼ckchen" herausgepickt werden. "Wird bei Bolland & Marotz in Bremen der Schwerpunkt auf norddeutsche Kunst und Worpsweder Malerei sowie hochwertigere Kunst- und Antiquit�¤tenobjekte gelegt, kommen bei Historia in Berlin neben Qualit�¤tvollem durchaus auch Gebrauchsgegenst�¤nde und Objekte von sogenannter durchschnittlicher Qualit�¤t zum Aufruf, wie zum Beispiel Porzellane, Kleinkunst und M�¶bel des 19. Jahrhunderts" beschreibt Christian Gr�¼ndel die Aufteilung der Waren. Doch das bei Historia durchaus Top-Zuschl�¤ge erreicht werden, ist l�¤ngst keine Seltenheit mehr. "Eine �¤ltere Dame kam mit einem Gem�¤lde und einer Meissenfigur zu uns", erz�¤hlt Vincent ten Vergert, "ein H�¤ndler bot ihr im Vorfeld daf�¼r 400 â�¬ an. Wir nahmen die Waren in die Auktion und erzielten f�¼r beide Objekte einen Zuschlag von �¼ber 15.000 â�¬. Als die alte Dame kam, um ihren Scheck abzuholen, musste sie von Ihrer Tochter gest�¼tzt werden, da sie unter Freudentr�¤nen fast zusammenbrach." Neben dem Tagesgesch�¤ft in den R�¤umen von Historia geh�¶rt es auch dazu, Besichtigungen vor Ort vorzunehmen. Das dabei v�¶llig Unerwartetes zu Tage kommen kann, erz�¤hlt Christian Gr�¼ndel: "Ich war vor einigen Jahren im brandenburgischen Raum bei einer Familie, die von der Sozialhilfe abh�¤ngig war. In der Wohnung fand ich leider nur Ger�¼mpel an. Durch Zufall kam ich in einen kleinen Kellerraum, der voll war mit schwarz verf�¤rbten und teilweise besch�¤digten Metallgegenst�¤nden, welche sich als Silber herausstellten. Die Familie wollte das "alte Metall" schon einem Schrotth�¤ndler weiterreichen. Der verstorbene Opa hatte nach dem Krieg altes Silber und Ladenbest�¤nde aus den Tr�¼mmern geholt und bis dato gebunkert. Selbst die Staatssicherheit der DDR wusste nichts von diesem Fundus. Es handelte sich um �¼ber 500 kg gegossener Schachfiguren, Teller und Schalen, Bestecke sowie Tafelaufs�¤tze aus dem 19. bis 20. Jahrhundert. Das Silber wurde in �¼ber drei Jahren durch uns erfolgreich versteigert." Internationales Aufsehen erregte Historia, als im Jahr 2010 zehn verschollene Gem�¤lde aus dem umfassenden Gem�¤ldebestand der Bildergalerie von Schloss Sanssouci durch das Insistieren des Auktionshauses an die Stiftung Preu�Ÿischer Schl�¶sser und G�¤rten Berlin-Brandenburg r�¼ck gef�¼hrt werden konnten. Die Preu�Ÿische Schl�¶sserverwaltung lagerte diese 1942 zum Schutz vor Kriegseinwirkungen nach Schloss Rheinsberg aus, wobei ein Gro�Ÿteil hiervon 1945 in die Sowjetunion abtransportiert wurde als auch einzelne Werke �¼ber verschlungene Wege in den Besitz der Bev�¶lkerung wanderte. Obwohl 1958 insgesamt knapp 40 Gem�¤lde der Bildergalerie von der sowjetischen Regierung zur�¼ckgegeben wurden, bel�¤uft sich die Anzahl der seit dem Zweiten Weltkrieg verschollenen oder zerst�¶rten Gem�¤lde aus den Schl�¶ssern der Stiftung auf nahezu 2.000 Werke. Nachdem die Rote Armee das Schloss mit den darin befindlichen Kunstwerken unter ihre Kontrolle gebracht hatte, wurde auch die Gattin des damaligen Kastellans aus ihrer Wohnung im Schloss verwiesen und nahm zehn Gem�¤lde in ihren Gewahrsam, um diese vor den russischen Besatzern zu retten. Da bei einer R�¼ckgabe nach der Besatzerzeit sicher mit Konsequenzen zu rechnen war, blieb der Schatz verborgen. Die Erben, welche sogar mehrere Versionen der Geschichte �¼ber die Bilder kannten, wollten diese bei Historia in die Versteigerung geben. Neben der Qualit�¤t der Bilder viel sofort die Inventarnummern auf und nach einigen Recherchearbeiten zeichnete sich die Herkunft der Gem�¤lde ab. Das Bewusstsein, dass der Kunsthandel auch einem allgemeinen kulturellen Auftrag verpflichtet ist, veranlasste Gr�¼ndel und ten Vergert, sich f�¼r eine R�¼ckf�¼hrung der Gem�¤lde in Schlossbesitz einzusetzen. Durch die Vermittlung der Beiden konnte letztlich der f�¼r die Schl�¶sser historisch so kostbare Fund gegen einen angemessenen Finderlohn r�¼ckgef�¼hrt werden. Peter Paul Rubens "Maria lactans", Cornelis van Haarlems "Diana und Kallisto", Antoine Pesnes "Santina Olivieri" und all die anderen gro�Ÿen Werke konnten somit wieder an ihren seit dem 18. Jahrhundert vorgesehenen Platz zur�¼ckkehren. Wegen Todesfall erwarb man zudem Anfang des Jahres 2014 die Namensrechte des 40 Jahre bestandenen, traditionsreichen Kunstauktionshaus Meerbusch und dem Auktionshaus Steffens, das seine T�¤tigkeiten nach zehn Jahren einstellte.
 
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