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Margarethe von Brauchitsch, Tafeltuch, um 1910

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Margarethe von Brauchitsch, Tafeltuch, um 1910
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Naturfarbenes Leinen, bandgesäumt, geometrische Kurbelstickerei in Ockergrau und Pfirsichgelb. 145 x 155 cm. Ecke sign.: Künstlermonogramm MB (gestickt). Ausgeführt für die Vereinigten Werkstätten für Kunst im Handwerk, München. Zu M. von Brauchitsch siehe: Kathryn Bloom-Hiesinger, Hrsg., Die Meister des Münchner Jugendstils, München 1988, S. 42f.Arbeiten nach Entwürfen dieser überragenden Textilkünstlerin haben sich nur wenige erhalten. Margarethe von Brauchitsch, die wohl bekannteste und bedeutendste Vertreterin ihres Fachs zur Zeit des Jugendstils, begann ihre künstlerische Ausbildung als Malschülerin von Max Klinger in Leipzig. Bereits vor 1900 führte sie eine Malschule in Halle an der Saale. Zeitweise studierte sie auch bei Koloman Moser in Wien. Um 1898 siedelte von Brauchitsch nach München über und wurde eines der Gründungsmitglieder der Vereinigten Werkstätten für Kunst im Handwerk. Hier war sie zeitweise Leiterin des Damenateliers für ornamentales Entwerfen. Margarethe von Brauchitsch war mit ihren Arbeiten regelmäßig bei den Münchner Jahresausstellungen im Glaspalast vertreten, beschickte aber auch die großen internationalen Ausstellungen, z.B. die Weltausstellungen Paris 1900 und Brüssel 1910. Sie war Mitglied des Münchner Vereins für angewandte Kunst, des Bayerischen Kunstgewerbevereins sowie des Deutschen Werkbundes. Margarethe von Brauchitsch war nicht nur Künstlerin, sondern auch Unternehmerin und leitete einen eigenen Betrieb mit sechzehn Angestellten, in welchem Maschinenstickereien nach ihren Entwürfen ausgeführt wurden. In diesem Atelier entstand auch der berühmte, mit stilisierten Blüten verzierte Bühnenvorhang für das 1901 von Richard Riemerschmid entworfene Münchner Schauspielhaus. Neben Stickereien entwarf Margarethe von Brauchitsch auch Glasmalereien, Tapeten, Fliesen sowie Damen- und Kinderkleider.
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Margarethe von Brauchitsch, Tafeltuch, um 1910

Estimate €800 - €960
Oct 28, 2005
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Von Zezschwitz Art and Design Auctions

Von Zezschwitz Art and Design Auctions

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0159: Margarethe von Brauchitsch, Tafeltuch, um 1910

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Est. €800 - €960Starting Price €700
Art Nouveau - Art Deco - Art around 1900
Oct 28, 2005 3:30 AM EDT
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Lot 0159 Details

Description
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Naturfarbenes Leinen, bandgesäumt, geometrische Kurbelstickerei in Ockergrau und Pfirsichgelb. 145 x 155 cm. Ecke sign.: Künstlermonogramm MB (gestickt). Ausgeführt für die Vereinigten Werkstätten für Kunst im Handwerk, München. Zu M. von Brauchitsch siehe: Kathryn Bloom-Hiesinger, Hrsg., Die Meister des Münchner Jugendstils, München 1988, S. 42f.Arbeiten nach Entwürfen dieser überragenden Textilkünstlerin haben sich nur wenige erhalten. Margarethe von Brauchitsch, die wohl bekannteste und bedeutendste Vertreterin ihres Fachs zur Zeit des Jugendstils, begann ihre künstlerische Ausbildung als Malschülerin von Max Klinger in Leipzig. Bereits vor 1900 führte sie eine Malschule in Halle an der Saale. Zeitweise studierte sie auch bei Koloman Moser in Wien. Um 1898 siedelte von Brauchitsch nach München über und wurde eines der Gründungsmitglieder der Vereinigten Werkstätten für Kunst im Handwerk. Hier war sie zeitweise Leiterin des Damenateliers für ornamentales Entwerfen. Margarethe von Brauchitsch war mit ihren Arbeiten regelmäßig bei den Münchner Jahresausstellungen im Glaspalast vertreten, beschickte aber auch die großen internationalen Ausstellungen, z.B. die Weltausstellungen Paris 1900 und Brüssel 1910. Sie war Mitglied des Münchner Vereins für angewandte Kunst, des Bayerischen Kunstgewerbevereins sowie des Deutschen Werkbundes. Margarethe von Brauchitsch war nicht nur Künstlerin, sondern auch Unternehmerin und leitete einen eigenen Betrieb mit sechzehn Angestellten, in welchem Maschinenstickereien nach ihren Entwürfen ausgeführt wurden. In diesem Atelier entstand auch der berühmte, mit stilisierten Blüten verzierte Bühnenvorhang für das 1901 von Richard Riemerschmid entworfene Münchner Schauspielhaus. Neben Stickereien entwarf Margarethe von Brauchitsch auch Glasmalereien, Tapeten, Fliesen sowie Damen- und Kinderkleider.

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