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Lot 0010
10
Armreif
Grasland, Kamerun
Gelbguss. H 16,5 cm.

Provenienz:
Arnold Bamert, Solothurn (1904-2006).
Publiziert:
Schaedler, Karl-Ferdinand (1997). Erde und Erz. Muenchen: Panterra Verlag, S. 284.
Seit jeher begleitet und fasziniert Schmuck in verschiedensten Formen und Materialien die Menschen aller Kulturen.
Aus kultureller Sicht sind Arm- und Fussreifen, Amulette und Colliers aber viel mehr als nur Schmuckstuecke. Speziell in Afrika werden die Preziosen nicht nur fuer ihrer Schoenheit geschaetzt, sondern auch als magische, schuetzende Kraefte verehrt.
Auch in Westafrika sind Ornamente Teil der religioesen Ueberzeugungen und symbolisieren Rang und Zugehoerigkeit der Traeger. In einigen ethnischen Gruppen verordnen Wahrsager das tragen von schuetzendem Schmuck der die boesen Geister fern haelt. Wenn der Besitzer stirbt, beherbergt sein Schmuck ein Teil seiner Seele und erinnert so an den Verstorbenen.
Aufgrund des Wertes der verarbeiteten Rohstoffe waren solche Schmuckstuecke auch Wertanlage und wurden im Handel als vormuenzliche Zahlungsmittel verwendet. Dieses sog. Primitivgeld wurde in standardisierte Formen gegossen oder geschmiedet und ueber weite Strecken getauscht.
Die Verwendung von importierten Manillas aus Kupferlegierungen als Tauschgegenstaende geht in Afrika mindestens auf das 16. Jh. zurueck, als die Portugiesen in Westafrika Handelsstationen errichteten. Im laufe der Zeit wurden diese Importwaren immer wieder eingeschmolzen und weiterverarbeitet. Es entstanden so neue Formen und auch andere Materialien, wie z.B. Eisen, wurden zunehmend in der gleichen Art gehandelt.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts verboten dann die meisten Kolonialmaechte Schmuckreifen und anderen Geldformen als Zahlungsmittel um ihre eigenen Waehrungen zu etablieren.
CHF 200 / 400
EUR 188 / 376

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Armreif

Estimate CHF 200 - CHF 400Mar 18, 2017