Die Soldaten wachen in 91m Höhe des Völkerschlachtdenkmals in Leipzig. Allein die Größe des Denkmales hat zur Folge, dass die Besucher der Aussichtsplattform wie kleine Fliegen aussehen. Foto von Heidi Lux.

Auktionsgespraeche: Leipzig feiert Napoleons anderes Waterloo

Die Soldaten wachen in 91m Höhe des Völkerschlachtdenkmals in Leipzig. Allein die Größe des Denkmales hat zur Folge, dass die Besucher der Aussichtsplattform wie kleine Fliegen aussehen. Foto von Heidi Lux.

Die Soldaten wachen in 91m Höhe des Völkerschlachtdenkmals in Leipzig. Allein die Größe des Denkmales hat zur Folge, dass die Besucher der Aussichtsplattform wie kleine Fliegen aussehen. Foto von Heidi Lux.

Am 8. Oktober sind gleich zwei Jubiläen zu begehen. Vor 200 Jahren wurde Napoleons Armee von den Truppen der verbündeten Länder etwas außerhalb von Leipzig in einer großen Schlacht, der Völkerschlacht, geschlagen. 100 Jahre später wurde ein mächtiges, pyramidenähnliches Denkmal, das Völkerschlachtdenkmal, eröffnet.

Schon 1814 wurden Rufe laut, ein Monument zu schaffen, welches dieser großen Schlacht, in der so viele ihr Leben ließen, gedenken soll. Architekt Friedrich Weinbrenner kreierte einige Vorschläge, die jedoch nicht umgesetzt wurden. Zum 50. Jubiläum der Schlacht 1863 wurde dann der Grundstein gelegt.

Architekt Clemens Theime hatte besonderes Interesse an diesem unfertigen Projekt. 1894 gründete er den Deutschen Patriotenbund und warb energisch für Unterstützung durch private Spenden wie auch eine Lotterie. Als Örtlichkeit für das Denkmal wählte er den kleinen Hügel, wo Napoleon seinen Rückzug ankündigte. Die Pyramidenform Weinbrenners behielt er bei und schuf so das Völkerschlachtdenkmal.

Das mit Granit verkleidete Betongebäude ist ein Meisterwerk der wilhelminischen Ära. Riesige Soldaten schauen feierlich auf alle Kommenden und Gehenden. Der Innenbereich ist dunkel und ruhig wie eine Gruft. Seit das Denkmal seinen Platz in der Skyline Leipzigs hat, wurde es immer wieder als Symbol benutzt wie z.B. auf Keramikkühen für Kaffeesahne bis hin zu Aufklebern auf Lebensmitteldosen, Schmuck und Zigarren. Das 100jährige Jubiläum hat nicht nur einen Roman, ein Kabarett und verschiedene Ausstellungen inspiriert, sondern auch die Leipziger Münzhandlung und Auktionshaus Heidrun Höhn fand einige spezielle Stücke für ihre Auktion vom 13. – 14. September.

„Davon gibt es nur eins.“, sagt Christine Höhn, während sie auf Los Nr. 610 zeigt. Sie meint ein großes bronzenes Medaillon der Völkerschlacht, entworfen von Hermann Schöne 1913 für Clemens Thieme und den Deutschen Patriotenbund. Die Jugenstil-Tafel hing für viele Jahre am Haus des Architekten in Leipzig.

Die Auktion beinhaltet viele Münzen und Medaillons mit verschiedenen Portraits von Napoleon, wobei ein besonders faszinierendes in Los Nr. 652 zu finden ist, als auch einige in Elfenbein gerahmte Miniaturen von Napoleon und Josephine. Weiterhin befindet sich eine Leipziger Zeitung in der Auktion, die einen Bericht der Schlacht von 1813 enthält und sogar die Unterschrift Napoleons auf einer Urkunde über die Verleihung des Adelstitels „Baron“.

Für weitere Informationen bezüglich Festivitäten rund um das Jubiläum des Völkerschlachtdenkmal oder Öffnungszeiten, schauen Sie auf die Seite www.Stadtgeschichtles-Museum-Leipzig.de

 

Hanstein wurde zum neuen Präsident der EFA gewählt

Der Europäische Verband der Kunstversteigerer (European Federation of Auctioneers – EFA) hat Henrik Hanstein, Brüssel, zum Präsidenten gewählt und zu Vize-Präsidenten Sonia Farsetti, Florenz und Jean-Pierre Osenat, Paris. Henrik Hanstein, Chef des Kunsthauses Lempertz, Brüssel und Köln, hat sich in den letzten Jahren erfolgreich für die Harmonisierung des Folgerechts in Europa eingesetzt. Es ist das erste Mal, dass ein Deutscher dieses Amt einnimmt. EFA vertritt die Interessen der europäischen Versteigerer vor der Europäischen Kommission und dem Europäischen Parlament.

Bevorstehende Shows und Auktionen

24. Sept.: Quittenbaums, München, Design und Kunst nach 1945. www.Quittenbaum.de

24.-25. Sept.: Gerhard Hirsch Nachf., München, Antiquitäten Auktion mit Schwerpunkt auf Objekten aus Glas, Keramik und Metall; ihre Münzauktion folgt am 25.-26. Sept. www.Coinhirsch.de

4.-5.Okt.: Ein vierteiliger Verkauf von Schmuck und Uhren; asiatische, afrikanische und nicht-europäische Kunst; Handwerk, Antiquitäten und Gemälde; sowie auch moderne and zeitgenössische Kunst im Auktionshaus Kaupp, in Sulzburg. www.Kaupp.de

11.-12. Okt.: Peter Kiefer Kunst und Buch Auktionen, Pforzheim. www.Kiefer.de

12. Okt.: antike Kunst, Werbungskunst und moderne Arbeiten auf der Lepertz Auktion in Berlin. Sie führen auch zwei Spendenauktionen am 20. Okt. und 15. Nov. durch. Für Details gehen Sie auf www.Lempertz.com.

12. Okt.: Dr. Fischer Kunstauktion, Heilbronn, bietet europäischs Glas und Studioglas an, wie auch eine private Sammlung von Jugendstil and Art Deco Objecten. www.Auctions-Fischer.de

18.-19. Okt.: Die Briefmarkenauktion im Herbst bei Schwarzenbach Auktion, Zürich. www.Schwarzenbach-Auktion.ch

6.- 9. Nov.: Dobiachovsky, Bern, führen ihre Kunstauktion im Herbst durch. www.Dobiaschovsky.com

27.-30. Nov.: Eine äußerst abwechslungsreiche Auktion klassischer and zeitgenössischer Kunst sowie Fotographie bei Villa Grisebach, Berlin. www.Villa-Grisebach.de

28.-30. Nov.: Bassenge in Berlin-Grunewald bietet Kunst aus dem 15. bis 19. Jh. an, wie auch moderne and zeitgenössische Kunst. www.Bassenge.com

1. Dez.: Antiquitäten- und Flohmarkt mit mit besonderem Schwerpunkt auf Weihnachtsdekoration in den Gießener Hessenhallen von 08 bis 15 Uhr.


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Die Soldaten wachen in 91m Höhe des Völkerschlachtdenkmals in Leipzig. Allein die Größe des Denkmales hat zur Folge, dass die Besucher der Aussichtsplattform wie kleine Fliegen aussehen. Foto von Heidi Lux.

Die Soldaten wachen in 91m Höhe des Völkerschlachtdenkmals in Leipzig. Allein die Größe des Denkmales hat zur Folge, dass die Besucher der Aussichtsplattform wie kleine Fliegen aussehen. Foto von Heidi Lux.

Das zart gemalte Portrait Napoleons ist eins der beiden aus Elfenbein gerahmten Miniaturen mit einem Eröffnungsgebot von 180 Euro. Foto mit freundlicher gehnehmigung von Leipziger Münzhandlung und Auktionshaus Heidrun Höhn.

Das zart gemalte Portrait Napoleons ist eins der beiden aus Elfenbein gerahmten Miniaturen mit einem Eröffnungsgebot von 180 Euro. Foto mit freundlicher gehnehmigung von Leipziger Münzhandlung und Auktionshaus Heidrun Höhn.

Los Nr. 645, ein  Zertifikat, die den Titel “Baron”  aufzeigt, von Napoleon Bonaparte unterschrieben. Foto mit freundlicher gehnehmigung von Leipziger Münzhandlung und Auktionshaus Heidrun Höhn.

Los Nr. 645, ein Zertifikat, die den Titel “Baron” aufzeigt, von Napoleon Bonaparte unterschrieben. Foto mit freundlicher gehnehmigung von Leipziger Münzhandlung und Auktionshaus Heidrun Höhn.

Die bronzene Jugenstil-Tafel wurde 1913 von Hermann Schöne hergestellt und dem Völkerschlachtdenkmal Archtitekt Clemens Thieme übergeben. Foto mit freundlicher gehnehmigung von Leipziger Münzhandlung und Auktionshaus Heidrun Höhn.

Die bronzene Jugenstil-Tafel wurde 1913 von Hermann Schöne hergestellt und dem Völkerschlachtdenkmal Archtitekt Clemens Thieme übergeben. Foto mit freundlicher gehnehmigung von Leipziger Münzhandlung und Auktionshaus Heidrun Höhn.

Los Nr. 651, ein Porzellanteller, der das 100jährige Jubiläum der Schlacht zeigt, mit einem Eröffnungsgebot von 70 Euro. Foto mit freundlicher gehnehmigung von Leipziger Münzhandlung und Auktionshaus Heidrun Höhn.

Los Nr. 651, ein Porzellanteller, der das 100jährige Jubiläum der Schlacht zeigt, mit einem Eröffnungsgebot von 70 Euro. Foto mit freundlicher gehnehmigung von Leipziger Münzhandlung und Auktionshaus Heidrun Höhn.

Henrik Hanstein aus Brüssel ist der neue Präsident der EFA. Foto mit freundlicher gehnehmigung von Lempertz.

Henrik Hanstein aus Brüssel ist der neue Präsident der EFA. Foto mit freundlicher gehnehmigung von Lempertz.

Dieses 1918er Buntholz Red and Blue Chair von Gerard A. van de Groenekan, wird am 18. Juni bei der Quittenbaum Designauktion in München versteigert. Foto mit freundlicher Genehmigung von Quittenbaum Kunstauktionen.

Auktionsgespraeche: Frühlingsaufregung mit Apple 1 und gefälschten Barocktisch

Dieses 1918er Buntholz Red and Blue Chair von Gerard A. van de Groenekan, wird am 18. Juni bei der Quittenbaum Designauktion in München versteigert. Foto mit freundlicher Genehmigung von Quittenbaum Kunstauktionen.

Dieses 1918er Buntholz Red and Blue Chair von Gerard A. van de Groenekan, wird am 18. Juni bei der Quittenbaum Designauktion in München versteigert. Foto mit freundlicher Genehmigung von Quittenbaum Kunstauktionen.

Endlich Wärme, grüne Blätter und Frühlingsauktionen in Deutschland, der Schweiz und Österreich. The Auktionshäuser berichten weiterhin über starke Ergebnisse mit einigen Überraschungen. Das Auktionsteam Breker, Köln, brach seinen eigenen Rekord am 25. Mai, als es einen der sechs als funktionierend bekannten Apple 1 Computer für 668000 Dollar (568000 Euro) verkaufte. Das 1976er Modell ging an einen Käufer aus Asien, der es bevorzugt, anonym zu bleiben. Damit schlägt Brekers seinen eigenen Rekord von 640000 Dollar (492000 Euro) für einen Apple 1 aus dem Jahr 2012.

Am 14. Mai verkaufte Sotheby’s in Genf Gina Lollobrigidas Perlen und Diamantohrringe für 2391321 Dollar (1843449 Euros). Die weißen Perlentropfen, von denen es heißt, dass sie einmal dem Hause Habsburg gehörten, setzten einen neuen Rekord für natürliche Perlenanhänger.

Bei WestLicht in Wien verkaufte sich eine vergoldete 1931er Leica mit einer Reptilienverzierung und zwei Linsen für beeindruckende 528000 Euro (688974 Dollar). Dies war das teuerste Stück der Kameraauktion am 25. Mai.

Auch Dobiaschofsky, Bern, berichtet von erheblichen Preisen bei ihrer Schweizer Frühlingsauktion. Eine Aktstudie von Félix Vallaton, Torse à l’étoffe bleue, war mit 90000 Euro (117424 Dollar) angesetzt und brachte 190000 Euro (247895 Dollar) ein.

Van Ham erlebte eine Überraschung der etwas anderen Art, als ein barocker Tisch aus dem 17. Jahrhundert, der dem deutschen Möbelmacher David Röntgen zugeschrieben wurde, als Schwindel aufgedeckt wurde. Abteilungsleiter Christoph Bouillon drückte Zweifel an Los 1080 aus, einem ovalen vergoldeten Mehrzwecktisch. Durch die Konsultation eines Experten für Möbelrestauration und die Nutzung einer Datenbank kritischer Werke (einer Informationsquelle für gefälschte Kunstgegenstände), welche von Van Ham-Direktor Markus Eisenbeis gegründet wurde, entpuppte sich der Tisch schließlich als Kopie aus dem 21. Jahrhundert. Die Polizei wurde alarmiert und die Möbelwerkstatt, in welcher das heutige Stück gemacht wurde, schnell ausfindig gemacht. Dem Hersteller drohen nun rechtliche Konsequenzen.

Möbel von Abraham und David Röntgen sind sehr begehrt, da das Paar exquisite Stücke mit Intarsienelementen und Geheimfächern für noble Familien und Könige herstellte. Museen können sich glücklich schätzen, wenn sie ein Röntgen-Möbelstück besitzen. Der gefälschte Tisch wäre mit 60000 – 80000 Euro (77690 – 103585 Dollar) angesetzt, wäre es ein echter Röntgen gewesen.

Anstehende Auktionen:

Bassenge, Berlin, hat eine Auswahl von U. S. Weltraumfotografie, inklusive Neil Armstrongs berühmten Foto des Astronauts Buzz Aldrin neben der amerikanischen Flagge. 05. Juni.

www.bassenge.com

Die Galerie Kornfeld, Bern, beherbergt am 13. und 14. Juni eine 2-Tages-Auktion mit Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts, mit Werken der Alten Meister, Drucke und Künstlerautogrammen, die in Kooperation mit der Moirandat AG, Basel, angeboten werden. www.kornfeld.ch

David Feldman hat am 13. und 14. Juni eine spezielle Briefmarkenauktion in Genf, am zweiten Tag mit dem Hauptaugenmerk auf olympischen Briefmarken. www.davidfeldman.com

Autoliebhaber werden am 15. Juni vom Auktionshaus Gut Bernstorf, Kranzberg, zu einer Oldtimer- und Automobilauktion in die Klassikwelt Bodensee eingeladen. www.gutbernstorf.de

Quittenbaum bietet bei ihrer Designauktion am 18. Juni eine Auswahl von Nachkriegs- und zeitgenössischen Möbeln, Lampen und Kunst an.

www.quittenbaum.de

Koller Auktionen, Zürich, hält ihre Frühlingsauktionen vom 19.-22. Juni ab, mit Schmuck und Uhren, Kunst und Design inklusive Schweizer Kunst am 21. Juni.

www.kollerauktionen.ch

Die jährliche Glasauktion von Dr. Fischer Kunstauktionen findet am 29. Juni in Zwiesel statt. www.auktions-fischer.de

Das Auktionshaus Bloss, Merzhausen, bietet am 1. und 2. Juli eine Kunst- und Antiquitätenauktion.

www.bloss-auktionen.de


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Dieses 1918er Buntholz Red and Blue Chair von Gerard A. van de Groenekan, wird am 18. Juni bei der Quittenbaum Designauktion in München versteigert. Foto mit freundlicher Genehmigung von Quittenbaum Kunstauktionen.

Dieses 1918er Buntholz Red and Blue Chair von Gerard A. van de Groenekan, wird am 18. Juni bei der Quittenbaum Designauktion in München versteigert. Foto mit freundlicher Genehmigung von Quittenbaum Kunstauktionen.

Dieser 1976er Apple 1, der ursprünglich für 666 Dollar verkauft wurde, erzielte einen Rekordpreis von 668000 Dollar (568000 Euro.) Foto mit freundlicher Genehmigung von Auction Team Breker.

Dieser 1976er Apple 1, der ursprünglich für 666 Dollar verkauft wurde, erzielte einen Rekordpreis von 668000 Dollar (568000 Euro.) Foto mit freundlicher Genehmigung von Auction Team Breker.

Schauspielerin Gina Lollobrigida trägt diese natürlichen Perlenohrringe, welche einen Rekordpreis bei Sotheby’s Genf erzielten. Foto mit freundlicher Genehmigung von Sotheby’s.

Schauspielerin Gina Lollobrigida trägt diese natürlichen Perlenohrringe, welche einen Rekordpreis bei Sotheby’s Genf erzielten. Foto mit freundlicher Genehmigung von Sotheby’s.

Los 1080, welchen bei Van Ham für Aufregung sorgte, war nicht, wie zuerst angenommen, ein David Röntgen aus dem 18. Jahrhundert, sondern die Fälschung eines heutigen Tischlers. Foto mit freundlicher Genehmigung von Van Ham.

Los 1080, welchen bei Van Ham für Aufregung sorgte, war nicht, wie zuerst angenommen, ein David Röntgen aus dem 18. Jahrhundert, sondern die Fälschung eines heutigen Tischlers. Foto mit freundlicher Genehmigung von Van Ham.

Ein Brief des Künstlers Paul Gaugin von 1900, Teil einer Auktion von Künstlerautogrammen der Galerie Kornfeld, Bern. Foto mit freundlicher Genehmigung von Galerie Kornfeld.

Ein Brief des Künstlers Paul Gaugin von 1900, Teil einer Auktion von Künstlerautogrammen der Galerie Kornfeld, Bern. Foto mit freundlicher Genehmigung von Galerie Kornfeld.

Los 445 in der anstehehnden Dr. Fischer Glassauktion im Schwarzwald, eine Louis Comfort Tiffany Tischlampe mit Namen ‚Pond Lily’, circa 1900. Foto mit freundlicher Genehmigung von Fischer.

Los 445 in der anstehehnden Dr. Fischer Glassauktion im Schwarzwald, eine Louis Comfort Tiffany Tischlampe mit Namen ‚Pond Lily’, circa 1900. Foto mit freundlicher Genehmigung von Fischer.

Josef Hegenbarths ‚Menschen aud der Straße’ von 1949 wird auf 4500 Euro (5873 Dollar) geschätzt, am 8. Juni bei Schmidt Kunstauktionen, Dresden, zum Verkauf. Foto mit freundlicher Genehmigung von Schmidt Kunstauktionen.

Josef Hegenbarths ‚Menschen aud der Straße’ von 1949 wird auf 4500 Euro (5873 Dollar) geschätzt, am 8. Juni bei Schmidt Kunstauktionen, Dresden, zum Verkauf. Foto mit freundlicher Genehmigung von Schmidt Kunstauktionen.

Neo Rauch Die Kontrolle, 2010, Öl auf Leinwand, 300 x 420 sm, private Sammlung / Basel mit freundlicher Genehmigung Galerie EIGEN + ART Leipzig/Berlin and David Zwirner, New York. Foto: Uwe Walter, Berlin.

Auktionsgespraeche: Kunstgeschichte wird gerade gemacht

Neo Rauch Die Kontrolle, 2010, Öl auf Leinwand, 300 x 420 sm, private Sammlung / Basel mit freundlicher Genehmigung Galerie EIGEN + ART Leipzig/Berlin and David Zwirner, New York. Foto: Uwe Walter, Berlin.

Neo Rauch Die Kontrolle, 2010, Öl auf Leinwand, 300 x 420 sm, private Sammlung / Basel mit freundlicher Genehmigung Galerie EIGEN + ART Leipzig/Berlin and David Zwirner, New York. Foto: Uwe Walter, Berlin.

Proteste im Jahr 2013 zur Erhaltung der Berliner Mauer ? Genau das ist passiert, als sich Kunstliebhaber versammelten, um die East Side Gallery, ein mit faszinierenden politischen Wandbildern versehenes Reststück der Berliner Mauer, zu erhalten. Ein Teil der East Side Gallery sollte zur Schaffung eines Zugangs zu einer Luxuswohnsiedlung entfernt werden, welche am Ufer der Spree errichtet werden soll. Nachfolgend wurde auf einem Treffen von Vertretern der Stadtverwaltung und dem Bauherren am 18. März wurde verkündet, dass die Arbeiten wie geplant fortgeführt würden und lediglich bereits existierende Öffnungen in der Mauer genutzt werden, um Baugerät in das Areal einzubringen.

Die Berliner Mauer, errichtet 1961 und seit 1989 wieder geöffnet, ist ein Magnet für Touristen und Liebhaber von Straßenkunst. Die ungefähr 1,5 km lange East Side Gallery wurde 1990 durch 118 Künstler aus 21 Ländern bemalt. Ein Teil der berühmten Kunstwerke ist der “Bruderkuss”, die Darstellung eines Kusses zwischen Leonid Breschnew, Vorsitzender des Präsidiums des Obersten Sowjet (1964-1982) der früheren UdSSR, und Erich Honnecker, Staatsratsvorsitzender (1976-1989) der früheren DDR.

Eine andere beliebte Gestalt der früheren DDR, der Maler und Graphiker Willi Sitte (92), hat eine Ausstellung seiner Werke in Merseburg bei Halle (Saale) eröffnet. Seine Gemälde und Graphiken des sozialistischen Realismus sind gekennzeichnet durch die Darstellung muskulöser menschlicher Figuren und die prismatische Nutzung von Licht und Farben, die über solid konturierte Oberflächen spielen. Sitte war langjähriger Präsident des Verbandes Bildender Künstler der DDR und erhielt zahlreiche Auszeichnungen. Seine Arbeiten können unter www.willi-sitte-galerie-merseburg.de betrachtet werden.

Ein weiterer ostdeutscher Maler hat Erfolge erfahren, von welchen andere Künstler nur träumen können – Neo Rauch (53). Seine Arbeiten haben inzwischen die 1-Million-Dollar Marke durchbrochen, als sein Gemälde “Suche” bei Christie’s in New York 2004 für 1.082.500 Dollar versteigert wurde. Eine Rückschau auf seine Werke mit dem Titel “Neo Rauch”: “ Die Besessenheit des Demiurgen” wird aktuell im Palais des Beaux-Arts -auch bekannt als Bozar Expo-, Brüssel, ausgestellt.

Rauchs überdimensionale Leinwände ziehen den Betrachter in ihre koexistente unbändige Aktivität und Einsamkeit; ihre gewaltigen Ausdehnungen werden zum Treffpunkt von Gestalten der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Der Kurator der Austellung, Harald Kunde, komplimentiert diese Erfahrung durch sein Arrangement der Werke von 2012 bis 1993. Auf diese Weise machen die Besucher eine Zeitreise durch Rauchs komplexe Stile zurück zu seinen einfacheren Anfängen als einer der Maler der “Neuen Leipziger Schule”. Rauchs Werke werden in der Bozar Expo bis 19. Mai gezeigt.

In Wien eröffnet die Galerie OstLicht am 13. April eine Ausstellung von Fotographien der Künstlerin Hellen van Meene. Die in den Niederlanden geborene Fotographin dokumentiert die Zerbrechlichkeit und Beeinflussbarkeit junger Mädchen auf ihrem Weg zur Frau. Ihre sorgfältig zusammengestellten Schnappschüsse enthüllen eine intuitive Kommunikation mit ihren Modellen, seien es nun Mädchen oder, wie in ihrer neuen Fotoserie, Hunde. Die OstLicht Ausstellung läuft bis zum 15. Juni.

Kunstsammler haben bereits in ihrem Kalender den 13. bis 16. Juni für die “Art Basel” in Basel markiert. Die gewaltige Show und Verkauf bietet Kunstwerke von 304 internationalen Gallerien an, von den frühen Klassikern der Moderne des 20. Jh. bis zu zeigenössischer Kunst. Details dazu finden Sie unter www.artbasel.com


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Neo Rauch Die Kontrolle, 2010, Öl auf Leinwand, 300 x 420 sm, private Sammlung / Basel mit freundlicher Genehmigung Galerie EIGEN + ART Leipzig/Berlin and David Zwirner, New York. Foto: Uwe Walter, Berlin.

Neo Rauch Die Kontrolle, 2010, Öl auf Leinwand, 300 x 420 sm, private Sammlung / Basel mit freundlicher Genehmigung Galerie EIGEN + ART Leipzig/Berlin and David Zwirner, New York. Foto: Uwe Walter, Berlin.

Neo Rauch “Nest”, 2012 Öl auf Leinwand, 300 x 250 cm, Sammlung De Heus-Zomer mit freundlicher Genehmigung Galerie EIGEN+ART Leipzig/Berlin und David Zwirner, New York. Foto: Uwe Walter, Berlin

Neo Rauch “Nest”, 2012 Öl auf Leinwand, 300 x 250 cm, Sammlung De Heus-Zomer mit freundlicher Genehmigung Galerie EIGEN+ART Leipzig/Berlin und David Zwirner, New York. Foto: Uwe Walter, Berlin

Kunstenthusiasten schlendern entlang der East Side Gallery in Berlin, einem kleinen Reststück der Berliner Mauer gewidmet als Freiluftgalerie. Foto von Heidi Lux

Kunstenthusiasten schlendern entlang der East Side Gallery in Berlin, einem kleinen Reststück der Berliner Mauer gewidmet als Freiluftgalerie. Foto von Heidi Lux

Golden and moody, dieser unbetitelte C-Druck von Hellen van Meene 2012, 39 x 39 cm, wird gezeigt in der OstLicht Galerie für Fotographie in Wien. Bild mit freundlicher Genehmigung Sadie Coles HQ, London and die Künstlerin.

Golden and moody, dieser unbetitelte C-Druck von Hellen van Meene 2012, 39 x 39 cm, wird gezeigt in der OstLicht Galerie für Fotographie in Wien. Bild mit freundlicher Genehmigung Sadie Coles HQ, London and die Künstlerin.

Dieses realistische und detaillierte Dresden Ornament, darstellend ein Rentier, ist ein Knallbonbon. Es brachte 750 $ (€ 597) auf der Bertoia Aution am 23. September 2012. Foto mit freundlicher Genehmigung von Bertoia Auktionen

Auktionsgespräche: Dresdner Ornamente

Dieses realistische und detaillierte Dresden Ornament, darstellend ein Rentier, ist ein Knallbonbon. Es brachte 750 $ (€ 597) auf der Bertoia Aution am 23. September 2012. Foto mit freundlicher Genehmigung von Bertoia Auktionen

Dieses realistische und detaillierte Dresden Ornament, darstellend ein Rentier, ist ein Knallbonbon. Es brachte 750 $ (€ 597) auf der Bertoia Aution am 23. September 2012. Foto mit freundlicher Genehmigung von Bertoia Auktionen

Der Legende nach war Pfarrer Martin Luther so bewegt vom Anblick der Sterne, welche durch eine Kiefer schimmerten, dass er den ersten Weihnachtsbaum gestaltete. Ob das nun wahr ist oder nicht, es ist einfach ein konstantes Thema, dass ein Weihnachtsbaum so wie Edelmetalle und Juwelen glänzen sollte. Einer der entzückendsten Blender sind mit Sicherheit die Dresdner Weihnachtsornamente.

“Die Menschen sind oft überrascht, wenn ich einen Baum mit Dresdner Ornamenten zeige und ihnen dann verrate, dass sie aus Papier bestehen.” sagte Bill Steely, Sammler und Vorstand für Öffentlichkeitsarbeit des “The Golden Glow of Christmas Past,” einem Club internationaler Sammler mit Sitz in Bridgeton, New Jersey (USA).

Die zwei bis drei Zoll kleinen Ornamente sind aufwendige, handgemachte Tricks aus geprägtem Papier. Oft sind sie vergoldet oder versilbert und manchmal angemalt, mit filigranen Rändern und strukturellen Designs, welche täuschend echt nach mit einem Hammer getriebenem Metall aussehen. In Wirklichkeit sind sie aber hohle, zerbrechliche Ornamente angefertigt aus vielen Teilen geprägter Papierschnitte und präzise zusammengefügt, anschließend mit Liebe zum Detail bemalt. Die geschickten Hände, welche diese entzückenden Kreationen schufen, gehörten Frauen und Kindern oder ganzen Familien, die zwischen 1880 und 1914 in oder bei Dresden, Deutschland, lebten.

Zu dieser Zeit war Ostdeutschland eine Hochburg der Ornamentproduktion. F. W. Woolworth erwarb sein frühes Vermögen durch den Besuch von Lauscha in Thüringen, aus welchem er bemalte Glasornamente mitbrachte, die in US-Geschäften bald ausverkauft waren. Auch Ornamente aus bemalter, geprägter Baumwolle wurden hier hergestellt. Im Erzgebirge verbrachten Minenarbeiter und ihre Familien die Winter damit, Nussknacker und andere Dekorationen zu schnitzen. Familien in der Nähe von Sebnitz stellten bezaubernde Ornamente aus Fabrikschrott und Drähten her.

“Es war die Zeit der Industriellen Revolution. Die Deutschen hatten Glasblastechniken entwickelt, wie die Benutzung einer Glasflamme, welche heißer wurde und so feineres Glas produzierte. Ihre Technik des Farbdrucks war hochentwickelt, es wurden bis zu 28 verschiedene Platten benutzt. Außerdem entwickelten sie spezielle Präge- und Schnittpresse um Papierteile für die Dresdner Ornamente herzustellen,” bemerkte Steely.

Ein feuchtes Stück schweres Papier wurde in den hohlen Teil der Presse gelegt und das gewölbte Muster darauf gepresst. Bald entstand nun die runde Seite eines Pferdes, die Hälfte eines Luftschiffes oder ein französisches Horn auf dem Weg, ein dreidimensionales Dresdner Ornament zu werden. Einige, die zweidimensional und nur auf einer Seite geprägt waren, wurden “Flache” genannt. Manche dieser “Flachen” waren auch auf zwei Seiten geprägt und an den geprägten Hälften zusammen geklebt.

Die Präge- und Schnittpresse hatte den Vorteil, dass man sehr viele identische Teile auf einmal herstellen konnte. Die Familien kamen dann zu den neun oder zehn Fabriken in Dresden und Leipzig, um die Teile für die heimische Sammlung zu abzuholen.“Jede Familie stellte eine kleine Anzahl der Ornamente her, dennoch wurden sie in großen Mengen produziert,” merkt Steely an. “Sie wurden schlecht bezahlt und mussten schnell arbeiten.”

Dennoch bekamen die Fabriken Ornamente hoher Qualität zurück. Zu dieser Zeit waren die Dresdner die teuersten unter den deutschen Ornamenten. Nicht jeder konnte sie sich leisten und viele wurden in andere Länder exportiert, wie beispielweise nach Großbritannien oder in die USA.

Die Motive der Dresdner Ornamente scheinen unendlich. Sie beinhalten Insekten sowie Tiere des Festlandes, des Ozeans und der Lüfte, sowohl wildlebend als auch domestiziert; genügend Instrumente um ein Orchester zu formen; beliebte Transportmittel des frühen 20. Jahrhunderts, wie Kutschen, Schlitten und Fahrräder, Dampfschiffe, Züge und neumodische Automobile; Figuren wie Engel und Reiter; und skurrile Objekte, wie Uhren, Pfeifen, Operngläser, Stiefel und Champagnerflaschen.

“Es waren nicht nur Weihnachtsbaumornamente, sagte Steely,” sie wurden auf Einladungen und als Platzkarten benutzt, mit dem Namen einer Person darauf. Manche ließen sich öffnen und hatten eine kleine Papiertüte darin, für Süßigkeiten oder kleine Geschenke. Und manche wurden als Knallbonbons benutzt, wovon aber nur noch wenige existieren.”

Mit Beginn des Ersten Weltkrieges 1914 wurde die Produktion der Ornamente unterbrochen. Obwohl sie nach dem Krieg wieder produziert wurden, war die Qualität nicht mehr die Gleiche. Wenn es ein Ornament gibt, welches das Ende ihrer Ära signalisiert, dann das, welches die Form eines düsteren Panzers des Ersten Weltkriegs hat.

“Sammler schätzen die frühen Dresdner Ornamente besonders wegen ihrer Kunstfertigkeit,” merkt Steely an.

Als Sammler sind Steelys liebste Ornamente handgemalte Bockköpfe mit einer Süßigkeitentüte, und ein Chamäleon, gemalt in schillernden Farben.

Obwohl er auch andere Arten von Weihnachtsschmuck sammelt, hängt er die Dresdner Ornamente besonders gern jedes Jahr an den Weihnachtsbaum. Wenn sie nicht gerade an seinem Baum schimmern, sind sie in Seidenpapier in Schachteln verpackt.

Das sollten sie auch sein. Die zerbrechlichen Papierornamente haben schon viele Weihnachtsfeste überlebt. Das Gesamtangebot der Ornamente hat sich im Laufe von Zeit und Benutzung stark dezimiert. Dennoch ist die Nachfrage steigend. Es kommt nicht mehr vor, dass man auf einem Flohmarkt über ein Schnäppchen stolpert.

“Ich hatte nicht so ein Glück,” meinte Steely. “Es gibt eine riesige Nachfrage nach Dresdner Ornamenten auf dem amerikanischen Markt.”

Er benannte Bertoia Auktionen und Morphy Auktionen, beide Mitglieder auf LiveAuctionners.com, als gute Quellen für Sammler. Er sucht auch nach Dresdner Ornamenten in spezialisierten Antiquitätenläden und auf der jährlichen Golden Glow Tagung. Sammler können mit 25$ (19€) für einen einfachen Flachen beginnen, aufsteigend bis zu Hunderten von Dollar für ein dreidimensionales Ornament. Für besonders seltene Exemplare werden über 10.000$ (7.700 €) gezahlt.

“Auf der Tagung kaufen, handeln und verkaufen Sammler,” sagte Steely. “Da wir Sammler vieler verschiedener Arten von Weihnachtsdekoration haben, besitzen wir an diesen vier Tagen die vermutlich größte Weihnachtssammlung der Welt.”

Für weitere Information zu den Dresdner und anderen deutschen Weihnachtsornamenten, besuchen Sie www.GoldenGlow.org

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Dieses realistische und detaillierte Dresden Ornament, darstellend ein Rentier, ist ein Knallbonbon. Es brachte 750 $ (€ 597) auf der Bertoia Aution am 23. September 2012. Foto mit freundlicher Genehmigung von Bertoia Auktionen

Dieses realistische und detaillierte Dresden Ornament, darstellend ein Rentier, ist ein Knallbonbon. Es brachte 750 $ (€ 597) auf der Bertoia Aution am 23. September 2012. Foto mit freundlicher Genehmigung von Bertoia Auktionen

Dieses versilberte Einspänner Schlittengespann mit seinem warm bekleideten Führer brachte 2000 $ (€ 1450) auf der Bertoia Auktion im November 2010. (Alle Preise sind Zugschlagspreise, außer es ist anders ausgewießen.) Foto mit freundlicher Genehmigung von Bertoia Auktionen

 

Dieses versilberte Einspänner Schlittengespann mit seinem warm bekleideten Führer brachte 2000 $ (€ 1450) auf der Bertoia Auktion im November 2010. (Alle Preise sind Zugschlagspreise, außer es ist anders ausgewießen.) Foto mit freundlicher Genehmigung von Bertoia Auktionen

Ein Top Preis für Dresden Ornamente wurde für dieses ungewöhnliche Ornament erreicht, welches einen Berg umrundenden Zug darstellt, der in den Tunnel einfährt. Es wechselte auf der Bertoia Auktion im November 2010 für 10.000 $ (€ 7700) den Besitzer. Foto mit freundlicher Genehmigung von Bertoia Auktionen

 

Ein Top Preis für Dresden Ornamente wurde für dieses ungewöhnliche Ornament erreicht, welches einen Berg umrundenden Zug darstellt, der in den Tunnel einfährt. Es wechselte auf der Bertoia Auktion im November 2010 für 10.000 $ (€ 7700) den Besitzer. Foto mit freundlicher Genehmigung von Bertoia Auktionen

Ein vergoldetes Paradies zweidimensionaler Dresden Ornamente wurde auf der Bertoia Auktion im November 2007 als Gesamtposten für 950 $ (€ 731) verkauft. Foto mit freundlicher Genehmigung von Bertoia Auktionen

Ein vergoldetes Paradies zweidimensionaler Dresden Ornamente wurde auf der Bertoia Auktion im November 2007 als Gesamtposten für 950 $ (€ 731) verkauft. Foto mit freundlicher Genehmigung von Bertoia Auktionen

Dieser leuchtende Hahnenkopf ist tatsächlich ein Süßigkeiten Behälter. Er wurde auf der Bertoia Auktion im April 2008 für 3500 $ (€ 2695) verkauft. Foto mit freundlicher Genehmigung von Bertoia Auktionen

Dieser leuchtende Hahnenkopf ist tatsächlich ein Süßigkeiten Behälter. Er wurde auf der Bertoia Auktion im April 2008 für 3500 $ (€ 2695) verkauft. Foto mit freundlicher Genehmigung von Bertoia Auktionen

Goldene und metallische Farben lassen diesen Dresdener Frosch in allen Regenbogenfarben schillern. Er wurde auf der Bertoia Auktion im November 2005 für 900 $ (€ 693) verkauft. Foto mit freundlicher Genehmigung von Bertoia Auktionen

 

Goldene und metallische Farben lassen diesen Dresdener Frosch in allen Regenbogenfarben schillern. Er wurde auf der Bertoia Auktion im November 2005 für 900 $ (€ 693) verkauft. Foto mit freundlicher Genehmigung von Bertoia Auktionen

Eine Rarität auf der Bertoia Auktion 2008 angeboten: Der Musterkoffer eines Vertreters mit drei vollständig gefüllten Fächern mit Dresden Ornamenten wurde für 7000 $ (€ 539) verkauft. Foto mit freundlicher Genehmigung von Bertoia Auktionen

 

Eine Rarität auf der Bertoia Auktion 2008 angeboten: Der Musterkoffer eines Vertreters mit drei vollständig gefüllten Fächern mit Dresden Ornamenten wurde für 7000 $ (€ 539) verkauft. Foto mit freundlicher Genehmigung von Bertoia Auktionen

Ein deutsches Ornament für den amerikanischen Markt hergestellt: Dieses silberne Dresdener Segelboot mit der US amerikanischen Flagge brachte auf der Bertoia Aution im September 2012 1600 $ (1232). Foto mit freundlicher Genehmigung von Bertoia Auktionen

Ein deutsches Ornament für den amerikanischen Markt hergestellt: Dieses silberne Dresdener Segelboot mit der US amerikanischen Flagge brachte auf der Bertoia Aution im September 2012 1600 $ (1232). Foto mit freundlicher Genehmigung von Bertoia Auktionen

Ein schönes Beispiel von einem frühen deutschen Dresden Ornament, zeigt ein gekettet Hund sitzt vor einem vergoldeten Karton Hundehütte. Verdoppelung als Candy Container, hebt das Dach ab, um Zugang zu Süßigkeiten zu ermöglichen. Sammlung von Catherine Saunders-Watson.

Ein schönes Beispiel von einem frühen deutschen Dresden Ornament, zeigt ein gekettet Hund sitzt vor einem vergoldeten Karton Hundehütte. Verdoppelung als Candy Container, hebt das Dach ab, um Zugang zu Süßigkeiten zu ermöglichen. Sammlung von Catherine Saunders-Watson.

Dresden Polospieler auf dem Pferderücken, realistisch mit Schlägel bereit zum schlagen. Sammlung von Catherine Saunders-Watson.

Dresden Polospieler auf dem Pferderücken, realistisch mit Schlägel bereit zum schlagen. Sammlung von Catherine Saunders-Watson.

 

Die konservative Erscheinung des Dorotheum. Foto von Heidi Lux.

Auktionsgespräche: Antiquitätensuche in Wien

Die konservative Erscheinung des Dorotheum. Foto von Heidi Lux.

Die konservative Erscheinung des Dorotheum. Foto von Heidi Lux.

In Anbetracht der Geschichte Wiens ist es nicht überaschend, dass diese Stadt eine Fundgrube für Antiquitäten ist. Zur Zeit der Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert war die Stadt ein Zentrum künstlerischer und intellektueller Veränderungen.

Gustav Mahler lies mit seinen neuen Kompositionen die Zeit der Romantik hinter sich. Sigmund Freud öffnete eine Tür zum Unterbewußtsein. Und die Sucessionisten mit Gustav Klimt an ihrer Spitze brachen mit verstaubten akademischen Traditionen, um neue Pfade in der bildhaften Darstellung zu betreten. Die fließende Linie des Jugendstils reiste wie eine frische Brise durch Architektur, Typographie und Mobiliar. Die Wiener Werkstätte beschenkte sogar Gegenstände des täglichen Gebrauchs mit künstlerischer Bedeutung. Kunst und Intellekt blühten in dieser Kaffeehaus Kultur auf.

Von diesem Erbe ist noch soviel zu entdecken in Wiens Antiquariaten, Auktionshäusern und Flohmärkten. Das historische Stadtzentrum gruppiert sich natürlich um den Stephansdom, welcher bald in Sichtweite kommt, spaziert man entlang der Kärntner Straße stadteinwärts. Und sogar entlang dieses Weges findet man viele Einzelhandelsgeschäfte des Dorotheums, welche Schmuck aus Nachlassen, Porzellan und Silber anbieten. Entfernt man sich aber etwas von den üblichen massentouristischen Pfaden in die engere Dorotheergasse, findet sich dort ein alterwürdiges Auktionshaus. 1707 als Pfandleihhaus gestartet, wuchs es zu einem Unternehmen mit internationalen Büros und ca. 600 Auktionen pro Jahr. Versteigert wird alles von Kunst bis zu klassischen Autos. Die umgebende Nachbarschaft ist gespickt mit Antiquariaten aller Art.

“Wir empfehlen normalerweise die Dorotheergasse, Spiegelgasse, Bräunerstraße und Stallburggasse wenn Leute nach Antiquitäten suchen.”, sagt Cornelia Pirka vom Wiener Tourismusverband.

Die Schaufenster der Läden in dieser Gegend sind so voll mit den Überresten des Gestern, dass es das Funkeln von Kristall, das Leuchten beschlagener Bronze und die satten Farben goldgerahmter Leinwände unmöglich macht, die Strassen ohne innezuhalten entlangzugehen.

Auch die Wiener Kunst Auktionen GmbH im Palais Kinsky in der Freyung Straße kann man nicht verfehlen. Deren Erscheinung ist seriös und elegant, passend zu ihren Auktionen von Alten Meistern, zeitgenössischer Gemälde und Jugendstil Antiquitäten.

Ein anderes, international anerkanntes Wiener Auktionshaus ist das WestLicht in der Westbahnstrasse 40. Sie halten den Rekord für den Verkauf des teuersten Fotoapparates der Welt im Jahr 2011, eine Null Serie Leica von 1923 für 1,32 Millionen Euro (fast 2 Millionen Dollar). WestLicht’s nächste Fotographie- und Kameraauktionen finden am 23. und 24. November statt. Fotographieenthusiasten werden entzückt sein, WestLicht’s Leica Einzelhandelsgeschäft -voll mit neuen und klassischen Produkten- direkt nebenan zu finden.

Man muss sich nicht weit von WestLicht entfernen, um etwas anderes, nahezu Ausgestorbenes zu entdecken – einen Schallplattenladen. Scout Records, um genau zu sein. Aber Besucher sollten gewappnet sein, in der ganzen Stadt auf kleine Antiquitätenhändler und Second-Hand Geschäfte zu stoßen – seien es alte Bücher, Münzen, Briefmarken oder einfach Kitsch; man weis nie was man findet.

Wien bietet eine großartige Auswahl für Sammler, die gern ihr Glück auf Flohmärkten ausprobieren. Der mit Abstand Größte dieser Art befindet sich am Naschmarkt, wo eine zunächst schier endlose Zahl von Lebensmittlehändler und kleinen Restaurants schließlich Platz macht für eine überquellende Menge an Ständen mit Ramsch und kleinen Schätzen. Es werden Möbel und Lampen aus den 1950igern, Gewürzgefäßsets, Silbergeschirr, alte Vidoefilme, Modeschmuck, Bücher und Werkzeuge herausgetragen. Aber es gab noch soviel mehr. Der Naschmarkt ist eine Wochenendinstitution und Besucher können sich die Antiquitäten Samstags in der Zeit zwischen 06:30 Uhr und 18:00 Uhr ansehen, wenn sich die Schnäppchengelgenheiten verdreifachen.

Der trendige Donaukanal, eingefasst Graffitiwände und interessante Kaffees, ist zwischen Mai und September Domizil eines an der Salztorbrücke beheimateten Wochenendflohmarktes.

Der dritte zu findende Punkt ist der Antiquitätenmarkt am Hof, geöffnet bis Mitte November an Freitagen und Samstagen von 10 Uhr bis 20 Uhr.

Mit so vielen Möglichkeiten Antiquitäten zu finden, ist es ein Glück, dass auch an fast jeder Ecke ein Cafè ist. Vergessen Sie nicht, bei einem Kaffee und einem Stück Sachertorte zu entspannen, bevor Sie zu Ihrer nächsten Einkaufstour aufbrechen.


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Die konservative Erscheinung des Dorotheum. Foto von Heidi Lux.

Die konservative Erscheinung des Dorotheum. Foto von Heidi Lux.

'Klimt With His Looking Glass’, von Emma Bacher, Seewalchen, 1904. Das Bild des Künstlers, einer von nur zwei bekannten klassischen Drucken wird am 23. November bei WestLicht angeboten. Schätzung 12-15.000 Euro ($15.400 – 19.200). Foto mit freundlicher Genehmigung von WestLicht.

‘Klimt With His Looking Glass’, von Emma Bacher, Seewalchen, 1904. Das Bild des Künstlers, einer von nur zwei bekannten klassischen Drucken wird am 23. November bei WestLicht angeboten. Schätzung 12-15.000 Euro ($15.400 – 19.200). Foto mit freundlicher Genehmigung von WestLicht.

Diese Sammlung von Steiff und anderen antiken Teddys wurde genutzt, um ein Jugendstil Bentwood Einzelbed zu zeigen, 5.500 Euro ($7.070) von Galerie Ambiente/ Design Marlow in Lugeck Strasse. Foto von Heidi Lux.

Diese Sammlung von Steiff und anderen antiken Teddys wurde genutzt, um ein Jugendstil Bentwood Einzelbed zu zeigen, 5.500 Euro ($7.070) von Galerie Ambiente/ Design Marlow in Lugeck Strasse. Foto von Heidi Lux.

Münzenhandlung Dr. Szaivert, in der Riemergasse, ist typisch für die, über die ganze Stadt verstreuten, bezaubenden Antiquitätenhandlungen. Foto von Heidi Lux.

Münzenhandlung Dr. Szaivert, in der Riemergasse, ist typisch für die, über die ganze Stadt verstreuten, bezaubenden Antiquitätenhandlungen. Foto von Heidi Lux.

Man weis nie, was man an einem Samstag auf dem Flohmarkt am Naschmarkt finden wird. Schnäppchen werden erwartet. Foto von Heidi Lux.

Man weis nie, was man an einem Samstag auf dem Flohmarkt am Naschmarkt finden wird. Schnäppchen werden erwartet. Foto von Heidi Lux.

Eine wundervolles Sommerziel für Antiquitäten und Architektur: Das Kunst- und Auktionshaus Hagenburg. Foto mit freundlicher Genehmigung von Auktionshauses Hagenburg.

Auktionsgespräche: Das Kunst und Auktionshaus Schloss Hagenburg

Eine wundervolles Sommerziel für Antiquitäten und Architektur: Das Kunst- und Auktionshaus Hagenburg. Foto mit freundlicher Genehmigung von Auktionshauses Hagenburg.

Eine wundervolles Sommerziel für Antiquitäten und Architektur: Das Kunst- und Auktionshaus Hagenburg. Foto mit freundlicher Genehmigung von Auktionshauses Hagenburg.

Wenn eine Auktion zufällig in einem Märchenschloss stattfindet, ist das für Liebhaber von Antiquitäten ein doppeltes Vergnügen. Das Kunst- und Auktionshaus Schloss Hagenburg ist eine dieser glücklichen Begebenheiten, bei denen prächtige Antiquitäten in einem Schloss aus dem 14. Jahrhundert zur Schau gestellt werden. Im Landkreis Schaumburg bei Hannover gelegen, zeigt sich das Schloss Hagenburg umgeben von idyllischer Natur.

„Wir leben außerdem in diesem Schloss am schönen Steinhuder See.“, sagt der Besitzer und Auktionator Karl-Heinz Frantz.

Frantz, seine Frau Ute und Tochter Anne arbeiten gemeinsam in diesem Familienunternehmen. Auch ihr Weimaraner-Mischling, Lily, ist ein Teil des Teams. Frantz eröffnete das Geschäft 1969 und versteigerte nur Kunst. Seitdem kamen antike Möbel, Porzellan, Schmuck und viele weitere Angebote hinzu. Im Jahre 1995 kauften sie schließlich das Schloss Hagenburg als Auktionhaus und ihr Zuhause.

„Wenn man einen klaren, modernen Flur hat, ist das kein guter Hintergrund für Antiquitäten.“, merkt Frantz an. „Das Schloss hat die bemalten Decken und den Stuck, was eine hübsche Umgebung für Auktionen darstellt.“

Wie viele alte Schlösser, hat sich das Schloss Hagenburg seit seiner Gründung in Gestalt und Größe verändert. Seine umfassendste Renovierung wurde durch Prinzessin Juliane im späten 18. Jahrhundert vorgenommen, welche davon träumte, einen Ort der Freude zu kreieren. Wie sich jeder, der schon einmal renoviert hat, vorstellen kann, dauerten die Arbeiten länger als erwartet. Sowohl der Gestalter, Clemens August von Vagedes, als auch die Prinzessin, lebten nicht lange genug, um ihr Projekt fertiggestellt zu sehen.

Heute können Besucher das Schloss durch einen zentralen Portikus betreten, welcher durch toskanische Säulen gestützt wird. Ein Storch nistet auf dem Mittelschornstein des Haupthauses. Der kleine Steinhuder See ist durch einen schmalen Kanal mit dem Schloss verbunden. Die Außenanlagen erstrecken sich in einen baumreichen Park mit zahlreichen Singvögeln.

Da Frantz nicht nur 3-4 Auktionen pro Jahr durchführt, sondern auch ganzjährlich antike Möbel, Schmuck und Immobilien verkauft, ist es leicht, einen Grund für einen Besuch zu finden.

„Manchmal bekommen wir Antiquitäten von jemandem, der ein Haus ausräumt, und dann dürfen wir auch das Haus verkaufen, da die Menschen wegziehen.“, sagt Franz.

„Wir spezialisieren uns nicht auf einen bestimmten Stil.“, fügt er hinzu. „Wir versteigern, was wir bekommen. Jede Auktion ist ein anderes Ereignis.“

Die nächste Auktion auf Schloss Hagenburg am 30. Juni zeichnet sich durch eine große Sammlung an chinesischen Möbeln, Porzellan und Bronze aus. Details sind unter www.SchlossHagenburg.de zu finden.

 

Hervorragende Preise & bevorstehende Verkäufe

Gegenstände mit historischer Bedeutung verkaufen sich sehr gut. Auction team Breker, Köln, berichtet, dass eine Einigma Chiffriermaschine von 1938 -während des 2. Weltkrieges zum Senden und Entschlüsseln geheimer Nachrichten genutzt- anlässlich ihrer Frühlingsauktion für Wissenschaft, Technologie und Spielzeug für 81.158 € (100.000 $) verkauft wurde. Die Maschine verkaufte sich für das 10-fache des Schätzpreises. Ihre nächste Auktion ist für Fotographie und Film ist für den 22. September festgesetzt. www.Breker.com

Einen Weltrekordpreis für die teuerste Kamera, die jemals verkauft wurde, erzielte dieses Frühjahr das Wiener Auktionshaus WestLicht. Eine Test-Kamera der Leica 0-Serie von 1923, geschätzt auf 300.000 € (379.000 $), erreichte den erstaunlichen Preis von 2.160.000 € (2.729.857 $) infolge eines Hagels von direkten, telefonischen und Internetgeboten. Bereits zum 5. Mal kann WestLicht damit sagen, die teurste Kamera der Welt versteigert zu haben. Sie werden am 23. und 24. November wieder Foto- und Kameraauktionen durchführen. www.WestLicht.com

Schwarzenbach Auktionen, Zürich, nehmen noch bis Ende Juli Objekte für Ihre nächste Auktion internationaler Briefmarken entgegen. Die Auktion findet am 19. und 20. Oktober statt und schließt Einzellose aus der Schweiz, Liechtenstein, Europa und Übersee ein. Für Details besuchen Sie www.Schwarzenbach-Auktion.ch.

Das Auktionshaus Gut Bernstorf in Kranzberg, Deutschland, wird am 14. Juli eine große Auktion für Kunst und Antiquitäten durchführen. www.GutBernstorf.de


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Eine wundervolles Sommerziel für Antiquitäten und Architektur: Das Kunst- und Auktionshaus Hagenburg. Foto mit freundlicher Genehmigung von Auktionshauses Hagenburg.

Eine wundervolles Sommerziel für Antiquitäten und Architektur: Das Kunst- und Auktionshaus Hagenburg. Foto mit freundlicher Genehmigung von Auktionshauses Hagenburg.

Diese seltene Meissener Gruppe von Kindern, eine Gestaltung des frühen 20. Jahrhunderts von Konrad Hentschel, soll in der Auktion am 30 Juni 24.000 Euro ($30,028) einbringen.

Diese seltene Meissener Gruppe von Kindern, eine Gestaltung des frühen 20. Jahrhunderts von Konrad Hentschel, soll in der Auktion am 30 Juni 24.000 Euro ($30,028) einbringen.

Ein ca. 1840 aus Kirsch- und Nußbaumwurzelholz hergestellter norddeutscher Biedermeier-Sekretär, ausgepreist mit 3.500 Euro ($4,413), in den Verkaufsräumen des Kunst- und Auktionshauses Schloss Hagenburg. Foto mit freundlicher Genehmigung durch Auktionshaus Schloss Hagenburg

Ein ca. 1840 aus Kirsch- und Nußbaumwurzelholz hergestellter norddeutscher Biedermeier-Sekretär, ausgepreist mit 3.500 Euro ($4,413), in den Verkaufsräumen des Kunst- und Auktionshauses Schloss Hagenburg. Foto mit freundlicher Genehmigung durch Auktionshaus Schloss Hagenburg

Diese Enigma Chiffriermaschine aus 1938, gebaut von Chiffriermaschinen A.G. Heimsorth und Rinke aus Berlin, ging für 81.158 € (100.000 $) an einen amerikanischen Käufer. Foto mit freundlicher Genehmigung durch Auction Team Breker.

Diese Enigma Chiffriermaschine aus 1938, gebaut von Chiffriermaschinen A.G. Heimsorth und Rinke aus Berlin, ging für 81.158 € (100.000 $) an einen amerikanischen Käufer. Foto mit freundlicher Genehmigung durch Auction Team Breker.

Dieser Artikel brachte 15.000 € (19.620 $). Foto mit freundlicher Genhemigung von Antico Mondo.

Auktiongesprache: Antico Mondo

Dieser Artikel brachte 15.000 € (19.620 $). Foto mit freundlicher Genhemigung von Antico Mondo.

Dieser Artikel brachte 15.000 € (19.620 $). Foto mit freundlicher Genhemigung von Antico Mondo.

Von außen betrachtet, wirkt das schmucke Geschäftshaus an der Sürther Hauptstr. 143 in Köln, Sürth, wie jedes andere. Aber hinter dieser simplen Fassade werden einige der weltweit gsuchtesten antiken Spielzeuge versteigert.

Geschäftsführer Christian Gärtner ist stolz, dass Antico Mondo sein bescheidenes Quartier seit seiner Gründung 1999 erhalten hat, während ein enthusiastisches Publikum internationaler Spielzeugsammler bedient wird. Es gibt keine Pläne in ein apartes Auktionshalle umzuziehen, da das über den Kopf wachsen würde.

Antico Mondo bleibt unverändert bei der 12,50 € (16,35 $) Frachtgebühr plus Mwst. ohne weitere Kommissionsgebühren für den Verkäufer. Diese attraktiven Konditionen bringen eine große Auswahl interessanter Spielzeuge für ihre Auktionen, welche vier mal im Jahr im März, Juni, September und Dezember stattfinden.

Buntes Zinnspielzeug, Modellzüge und –wagons, Puppen, Teddybären und Figürchen von 1900 bis 1970 sind die Basis dieser Verkäufe. Aber seit einiger Zeit bietet Antico Mondo auch historische Werbeanzeigen und Schreibinstrumente an.

In der März Auktion brachte das Los 8564, ein 33 x 51 cm emailliertes Persilschild aus den 1930igern, 2.600 € (3.400 $). Persil Waschpulver ist auch heute noch eine vertraute Marke in Deutschland und das Schild, darstellend eine Frau die frisch gewaschene Wäsche aufhängt, war eines der drei bekannten, die noch existieren.

Während viele Emaillschilder für 30, 50 oder 100 € rausgingen, trug die seltene und makellose Qualität es Persilschildes zum ersteigerten Wert bei.

Ein Top-Highlight der Auktion war Los 4028, ein Modell 2014 Bahnhof aus Zinn von der Firma Märklin in Göppingen, Baden-Würtemberg. Dieser Artike brachte 15.000 € (19.620 $). Während sich die Vorkriegserstausgabe dieses Bahnhofs in gutem Originalzustand befand, machten es kleine Details wie das kunstvolle Mansardendach und auf dem Bahnsteig wartende, gut gekleidete Figuren zu einem ganz besonderen Spielzeug.

Aber schließlich sind es Kindheitserinnerungen, die ein universelles Interesse an antiken Spielzeugen entzünden. Antico Mondo wird die nächste Auktion am 9. Juni durchführen. Seit 2006 werden ihre Auktionen auch gleichzeitig im Internet durchgeführt, geboten könnten auch über LiveAuctioneers.com abgegeben werden. Für weitere Details besuchen Sie bitte www.Anticomondo.de.

 

Ein herzliches Willkommen unseren neuen Mitgliedern

 

LiveAuctioneers heißt vier neue Mitglieder aus der deutschsprachigen Auktionsszene willkommen.

Kunst und Design, Zürich, ist ein Teil von Frey’s Assets, bekannt für ihre Hilfe für Kunden in ausgezeichnete Kunst zu investieren. Ihre nächste Auktion, zeitgenössische und klassische Kunst II, wird am 19. April stattfinden. www.Freys-Assets.com

Auktionshaus Dannenburg in Berlin ist spezialisiert auf Kunst und Antiquitäten, Varia und Spielzeug. Ihre nächste Auktion findet am 18. und 19. Juni statt. www.Auktion-Dannenburg.de

Auktionshaus Schloss Hagenburg, welches einen Besuch des historischen Schlosses wert ist, welches die Firma beherbergt, veranstaltet drei bis vier Auktionen pro Jahr für antike Möbel, Kunst, Teppiche, Uhren, Beleuchtung und andere inrichtungsgegenstände. Ihre Webseite hat einen Sofortkaufbereich, wodurch das ganze Jahr über Anschaffungen möglich sind. www.SchlossHagenburg.de

Kastern Kunstauktionen haben eine lange Tradition im Verkauf wertvoller Kunst. Sie veranstalten vier bis fünf Auktionen pro Jahr in ihrem Hannoveraner Quartier, zusammen mit laufenden Auktionen. Die nächsten Auktionen finden am 20. und 21. April statt, sowie am 7. Juli. www.Kastern.de

 

Bevorstehende Exponate

 

Der internationale Antikuhrenmarkt ist angesetzt für den 28. und 29.April in der Wolfwinkelhalle in Eisenbach. Dises ist das fünfzehnte Jahr, an dem dieser populäre Markt stattfindet, wo Besucher mehr als 80 Händler erwarten können.

 

Kunstsammler sollten in ihrem Kalender die Kunst 43 Basel vermerken, welche in diesem Jahr für den 14. bis 17. Juni in Basel, Schweiz, geplant ist. Es werden Arbeiten von mehr als 2.500 Künstlern aus dem 20. und 21. Jahrhundert präsentiert. Für eine detailliere Liste der Ausstellen besuchen Sie bitte www.ArtBasel.com.


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Dieser Artikel brachte 15.000 € (19.620 $). Foto mit freundlicher Genhemigung von Antico Mondo.

Dieser Artikel brachte 15.000 € (19.620 $). Foto mit freundlicher Genhemigung von Antico Mondo.

Wie eine frische Briese, brachte dieses Emaillschild von Persil 2.00 € (3.400 $). Foto mit freundlicher Genhemigung von Antico Mondo.

Wie eine frische Briese, brachte dieses Emaillschild von Persil 2.00 € (3.400 $). Foto mit freundlicher Genhemigung von Antico Mondo.

Das Auktionshaus Schloss Hagenburg bot einen Salonspiegel mit Halbedelsteinbesatz, der einen kleinen Blick auf die Einrichtung des Schloses gestattet. Foto mit freundlicher Genhemigung von Auktionshaus Schloss Hagenburg.

Das Auktionshaus Schloss Hagenburg bot einen Salonspiegel mit Halbedelsteinbesatz, der einen kleinen Blick auf die Einrichtung des Schloses gestattet. Foto mit freundlicher Genhemigung von Auktionshaus Schloss Hagenburg.

Blumen am Fenster, 1984, von dem Stuttgarter Maler Alfred Wais (1905-1988) kommt in der nächsten Auktion bei Kastern zur Versteigrung. Foto mit freundlicher Genhemigung von Auktionshaus Kastern Kunstauktionen.

Blumen am Fenster, 1984, von dem Stuttgarter Maler Alfred Wais (1905-1988) kommt in der nächsten Auktion bei Kastern zur Versteigrung. Foto mit freundlicher Genhemigung von Auktionshaus Kastern Kunstauktionen.

Das Gemälde “Löwenbändiger” von Max Beckmann holte 846.000 Euro im Herbst 2011 auf der Auktion für moderne Kunst im Kunsthaus Lempertz, Köln. Ihre nächste Auktion für moderne Kunst findet am 22.Mai statt. Foto mit freundlicher Genehmigung von Kunsthaus Lempertz.

Auktionsgespräche: Auktionsexperten unterwegs

Das Gemälde “Löwenbändiger” von Max Beckmann holte 846.000 Euro im Herbst 2011 auf der Auktion für moderne Kunst im Kunsthaus Lempertz, Köln. Ihre nächste Auktion für moderne Kunst findet am 22.Mai statt. Foto mit freundlicher Genehmigung von Kunsthaus Lempertz.

Das Gemälde “Löwenbändiger” von Max Beckmann holte 846.000 Euro im Herbst 2011 auf der Auktion für moderne Kunst im Kunsthaus Lempertz, Köln. Ihre nächste Auktion für moderne Kunst findet am 22.Mai statt. Foto mit freundlicher Genehmigung von Kunsthaus Lempertz.

Falls Sie diesen Winter an die Tür eines Auktionshaues klopfen, könnte es sein, das Ihnen niemand antwortet. Nun, das ist vielleicht nicht die ganze Wahrheit, jedoch sind Experten vieler größerer deutschsprachiger Auktionshäuser sind in diesem frostigen Wetter unterwegs, um herausragende Objekte für ihre nächsten Auktionen zu finden. Das ist die bestmögliche Gelegenheit für alle Sammler, welche darüber nachdenken, ein Kunstwerk oder eine Antiquität zu verkaufen, zunächst aber die Möglichkeit eines Fachgesprächs mit einem Sachverständigen in Anspruch nehmen würden, bevor sie ihr Objekt in die Hände eine angesehenen Auktionshauses übergeben.

Ketterer Kunst, München, hat mit 20 Stationen einen der umfassensten Tourenpläne. Zusätzlich zu ihren Besuchen in Hamburg und Düsseldorf, wo sie über Büros verfügen, werden sie auch in Österreich, der Schweiz, Italien, Belgien, den Niederlanden, der Tschechischen Republik und den USA anzutreffen sein.

„Dieses sind einige unserer wichstigsten Regionen und unser Klientel schätzt sehr den persönlichen Kontakt“, merkt Robert Ketterer, Geschäftsführer von Ketterer Kunst, an: „Es macht es für sie sehr viel leichter, wenn sie ihre Werke nicht verpacken und zu uns bringen müssen, um den Standpunkt oder die Schätzung eines Experten zu bekommen.“.

Sammler lieben die Chance über ihre Sammlungen sprechen zu können und die Auktionsexperten begrüßen gern neue und zurückkehrende Kunden. Nicht an jeder Station der Tour erscheint ein neues Objekt Alter Meister, dennoch ist der gegenseitige Austausch gut.

„Im Hinblick auf Alte Meister oder sogar die Top Gemälde moderner Kunst wird es immer schwieriger, erstklassige Stücke zu beschaffen, da sich die meisten wichtigen Werke in Museen oder Dauersammlungen befinden. Im Gegensatz zu zeitgenösischer Kunst sind die Künstler bereits verstorben und es ergibt sich nur sehr selten Gelegenheit, dass eines ihrer Hauptwerke auf dem Aktionsmarkt erscheint.“, konstatiert Ketterer, „Eines der erstaunlicheren Stücke, was wir anlässlich einer Taxierung beschaffen konnten, war Otto Griebels Wasserfarben Gemälde ‚Zwei Frauen‘. Es wurde auf 30 – 40.000 € geschätzt und brachte zum Schluss 158.000 €.“

Das Griebel Gemälde ist eine Rarität. Ein großer Teil der Werke des Dresdener Künstlers wurde absichtlich zerstört, nachdem sie in eine 1937 von den Nazis organsierte Ausstellung „entarteter Kunst“ einbezogen waren, mit dem Ziel, moderne Kunst lächerlich zu machen. Griebels verbleibende Werke wurden während der Bombardierung Dresdens im Februar 1945 schmerzlich dezimiert.

Als eine greifbare Investition im Klima unsicherer Aktienmärkte und Weltwährungen, ist solch ein Werk mit Seltenheitswert sehr attraktiv. Robert Ketterer berichtet, das Jahr 2011 war mit Verkäufen in Höhe von 29 Millionen Euro das finanziell erfolgreichste der Firmengeschichte.

Steigende Preise ziehen potentielle Verkäufer zu den Expertentagen und könnten uns in näherer Zukunft unerwartete Schätze bescheren.

Für einen Termin oder den kompletten Plan der Expertentage besuchen Sie www.KettererKunst.de

Hier weitere Beispiele anderer Auktionshäuser mit Experten auf Tour, möglicherweise ganz in Ihrer Nähe:

Dr. Fischer Kunstauktionen, Heilbronn, in München 1.-2. März; Hamburg und Bremen 7.-9. März; Zwiesel und München 18.-20. März. Terminvereinbarung erwünscht. Kontaktieren Sie www.Auctions-Fischer.de

Hauswedell & Nolte, Hamburg, werden am 29. Februar in Stuttgart sein; München am 2. März; Zürich am 5. März; Freiberg am 7.März. Terminvereinbarung erwünscht. www.Hauswedell-Nolte.de

Karl & Faber Kunstauktionen GmbH, München, am 29. Februar in Offenburg; Düsseldorf 5.-7. März; Karlsruhe 7.-8. März; Kölln und Bonn 7.-9. März; Nürnberg 14.-16. März; Salzburg 21.März; Innsbruck 23.März. Terminvereinbarung erwünscht. Kontaktieren Sie www.KarlundFaber.de

Lempertz, Kölln, in San Francisco am 21.-23. Februar; Paris 23.-24. Februar; Münster 24. Februar, in der Schweiz am 28. Februar sowie 1.-2., 8.-9. März. Terminvereinbarung erwünscht. www.Lempertz.com

Quitenbaum Kunstauktionen, München, in Parma am 1.März, Brüssel 6. März; Wien und Salzburg 5.-7. März. Terminvereinbarung erwünscht. www.Quittenbaum.de


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Quittenbaum Kunstauktionen plant seine nächste Auktion für afrikanische Stammeskunst für den 26.Juni. Die Guere, Liberische Maske, aus Holzfasern und Glocken, holte 4.400 Euro zur Stammeskunstauktion in 2010. Foto mit freundlicher Genehmigung von Quittenbaum Kunstauktionen.

Quittenbaum Kunstauktionen plant seine nächste Auktion für afrikanische Stammeskunst für den 26.Juni. Die Guere, Liberische Maske, aus Holzfasern und Glocken, holte 4.400 Euro zur Stammeskunstauktion in 2010. Foto mit freundlicher Genehmigung von Quittenbaum Kunstauktionen.

Das Gemälde “Löwenbändiger” von Max Beckmann holte 846.000 Euro im Herbst 2011 auf der Auktion für moderne Kunst im Kunsthaus Lempertz, Köln. Ihre nächste Auktion für moderne Kunst findet am 22.Mai statt. Foto mit freundlicher Genehmigung von Kunsthaus Lempertz.

Das Gemälde “Löwenbändiger” von Max Beckmann holte 846.000 Euro im Herbst 2011 auf der Auktion für moderne Kunst im Kunsthaus Lempertz, Köln. Ihre nächste Auktion für moderne Kunst findet am 22.Mai statt. Foto mit freundlicher Genehmigung von Kunsthaus Lempertz.

Diese farbenfrohe 1955 Murano Vase, Pollio Perelda (Entwurf), Fratelli Toso, brachte 12.500 Euro bei Dr. Fischer Kunstauktionen, europäisches Glas und Studio Glas Auktion im Oktober 2011. Ihr nächster Verkauf findet am 17. März statt. Foto mit freundlicher Genehmigung von Dr. Fischr Kunstauktionen.

Diese farbenfrohe 1955 Murano Vase, Pollio Perelda (Entwurf), Fratelli Toso, brachte 12.500 Euro bei Dr. Fischer Kunstauktionen, europäisches Glas und Studio Glas Auktion im Oktober 2011. Ihr nächster Verkauf findet am 17. März statt. Foto mit freundlicher Genehmigung von Dr. Fischr Kunstauktionen.

Eines von Otto Griebels seltenen Gemälden, Zwei Frauen, 1924, wurde wiederentdeckt als es ein Kunde zu einem Expertentag von Ketterer Kunst brachte. Foto mit freundlicher Genehmigung von Ketterer Kunst.

Eines von Otto Griebels seltenen Gemälden, Zwei Frauen, 1924, wurde wiederentdeckt als es ein Kunde zu einem Expertentag von Ketterer Kunst brachte. Foto mit freundlicher Genehmigung von Ketterer Kunst.

Katalogbild für Karsten Klingbeils zweiteilige Auktion, “The Art of Protection”, beinhaltet des Künstlers beträchtliche Sammlung an Bewaffnung und Krustentieren. Foto mit freundlicher Genehmigung von Pierre Bergé & Associés and Hermann Historica.

Auktionsgespräche: Die Kunst des Schutzes

Katalogbild für Karsten Klingbeils zweiteilige Auktion, “The Art of Protection”, beinhaltet des Künstlers beträchtliche Sammlung an Bewaffnung und Krustentieren. Foto mit freundlicher Genehmigung von Pierre Bergé & Associés and Hermann Historica.

Katalogbild für Karsten Klingbeils zweiteilige Auktion, “The Art of Protection”, beinhaltet des Künstlers beträchtliche Sammlung an Bewaffnung und Krustentieren. Foto mit freundlicher Genehmigung von Pierre Bergé & Associés and Hermann Historica.

Historische Jahrbücher sind angefüllt mit Taktiken und Ergebnissen von Kriegen. Deren Nebenhandwerke werden oft übersehen. Bildhauer- und Gebäudemogul Karsten Klingbeil aus Berlin hat die letzten 50 Jahre damit verbracht, eine erstaunliche Sammlung handgefertigter Waffen und Rüstungen zusammenzutragen, welche die europäische Kulturhistorie vom ersten Jahrtausend bis 1650 dokumentiert.

Die Sammlung von 600 Objekten wird in einer zweiteiligen Gemeinschaftsauktion beginnend am 13. Dezember bei Pierre Bergé & Assotiés, Brüssel, verkauft. Der zweite Teil dieser Auktion wird im Juni 2012 bei Hermann Historica oHG, München, stattfinden. Überaschenderweise werden zusätzlich zu 40 vollständigen Rüstungen, 120 Helmen, Schwertern, Schilde und Gewehren auch konserviert aufbewahrte Krustentiere Teil dieses Verkaufs sein.

Der Grund dafür ist offensichtlich. Herrn Klingbeils tiefes Interesse daran, wie die menschliche Form in handgeschmiedetem Metall gekleidet und geschützt wurde, genauso wie die Vertreter dieser tierischen Spezies durch ihre eigenen natürlichen “Rüstungen” geschützt werden.

“The Art of Protection”, wie der Verkauf betitelt ist, schließt viele Schätze ein, die nicht oft zum Verkauf stehen: eine mailändische Rüstung aus dem 16. Jh. mit komplizierten Prägungen und vergoldet von Kopf bis Fuß, welche dem Meister Pompeo della Chiesa zuzurechnen ist; ein für Wolf Dietrich von Raitenau, Fürsterzbischof von Salzburg, hergestellter dekorativer venezianischer Paradeschild aus dem 16. Jh. sowie ein für die sächsischen Kürfürsten gemachter Paradesäbel mit korallenbesetztem Heft, 1620-30.

Einige der Stücke befanden sich früher im Besitz solch bedeutender Persönlichkeiten wie William Randolph Hearst und Lord Astor of Hever.

Karsten Klingbeil selbst ist so interessant wie seine Samlung. Im Alter von 14 Jahren wusste er bereits, dass er Bildhauer werden möchte und verfolgte diesen Traum, allerdings kam ihm das Leben dazwischen. Nach seiner Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft während des 2. Weltkrieges, kehrte er nach Berlin zurück und finanzierte sein Kunststudium mit dem Austragen von Zeitungen und einem Beschäftigungsservice für Studenten. Er gründete eine Baufirma, welche sehr erfolgreich war. Als Geburtstagsgeschenk zum 60. Geburtstag für sich selbst verkaufte er seine Firma, um sich fortan vollständig der Bildhauerei widmen zu können.

Thema seiner Skulpturen ist, nicht überaschend, die menschliche Form. Und als Künstler schreibt er nicht vom Krieg, sondern davon, wie Menschen in Harmonie mit ihrer natürlichen Umgebung leben. Vielleicht ist das der Grund, dass für ihn die Zeit seiner Rüstungssammlung abgelaufen ist.

Was auch immer für ein Grund dahinter steckt, “The Art of Protection” ist eine Waffen- und Rüstungsauktion, die lange im Gedächtnis bleiben wird.

Für Details zur Auktion besuchen Sie bitte www.Hermann-Historica.de, für Herrn Klingsbeils Skulturen besuchen Sie bitte www.KarstenKlingbeil.com.

Bevorstehende Auktionen:

6.-11. Dezember: David Feldmann, Genf. Briefmarken, Briefumschläge und Sammlungen zu Themen wie Olympische Soiele, Belgien und Schweiz. www.DavidFeldmann.com

8.-10. Dezember: Auktionshaus Kaupp, Sulzburg, hält 3 Auktionen bereit. Schmuck und Armbanduhren am 8. Dezember, moderne und zeitgenössische Kunst am 9. Dezember und Kunsthandwerk, Antiquitäten sowie Gemälde am 10. Dezember. www.kaupp.de

9. Dezember: VAN HAM Kunstauktionen, Köln, verkauft klassische und zeitgenössische Fotographien. www.van-ham.com

9.-10. Dezember: Kunsthaus Lempertz, Köln, Asian Kunst. www.Lempertz-online.de

10. Dezember: Ketterer Kunst, München, bietet einen Verkauf moderner Kunst, Kunstwerke nach 1945 und zeitgenösische Kunst. www.kettererkunst.de

 


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Katalogbild für Karsten Klingbeils zweiteilige Auktion, “The Art of Protection”, beinhaltet des Künstlers beträchtliche Sammlung an Bewaffnung und Krustentieren. Foto mit freundlicher Genehmigung von Pierre Bergé & Associés and Hermann Historica.

Katalogbild für Karsten Klingbeils zweiteilige Auktion, “The Art of Protection”, beinhaltet des Künstlers beträchtliche Sammlung an Bewaffnung und Krustentieren. Foto mit freundlicher Genehmigung von Pierre Bergé & Associés and Hermann Historica.

Dieses im türkischen Stil geprägte çiçak, Nürmberg, 1560-1580, wurde höchstwahrscheinlich aus einem türkischen Arsenal während des türkisch-ungarischen Krieges gestohlen. Schätzpreis 30.000 – 40.000 euros ($39,700 to $52,900). Foto mit freundlicher Genehmigung von Pierre Bergé & Associés and Hermann Historica.

Dieses im türkischen Stil geprägte çiçak, Nürmberg, 1560-1580, wurde höchstwahrscheinlich aus einem türkischen Arsenal während des türkisch-ungarischen Krieges gestohlen. Schätzpreis 30.000 – 40.000 euros ($39,700 to $52,900). Foto mit freundlicher Genehmigung von Pierre Bergé & Associés and Hermann Historica.

Fächer in der Art von Wang Jian (1598-1677) . Landschaft. Tusche auf Papier, Bambus. Schatzpreis 800 euros ($400). Foto mit freundlicher Genehmigung von Kunsthaus Lempertz.

Fächer in der Art von Wang Jian (1598-1677) . Landschaft. Tusche auf Papier, Bambus. Schatzpreis 800 euros ($400). Foto mit freundlicher Genehmigung von Kunsthaus Lempertz.

Mit nahezu 1,33 Mio Euro (1,8 Mio $) ist dieser Tisch das teuerste asiatische Möbelstück, was Deutschland bisher auf einer Auktion verkauft wurde. (Foto mit freundlicher Genehmigung von Nagel Auktionen, Stuttgart.)

Auktionsgespräche: Preise für schweizerische Künstler höher denn je

Mit nahezu 1,33 Mio Euro (1,8 Mio $) ist dieser Tisch das teuerste asiatische Möbelstück, was Deutschland bisher auf einer Auktion verkauft wurde. (Foto mit freundlicher Genehmigung von Nagel Auktionen, Stuttgart.)

Mit nahezu 1,33 Mio Euro (1,8 Mio $) ist dieser Tisch das teuerste asiatische Möbelstück, was Deutschland bisher auf einer Auktion verkauft wurde. (Foto mit freundlicher Genehmigung von Nagel Auktionen, Stuttgart.)

Manchmal macht es einfach Spaß, einen Schritt zurückzutreten und zu sehen, was sich gut verkauft. In letzter Zeit scheinen die Preise für schweizerische Künstler zu steigen.

Wenn ein Name in der schweizerischen Kunst ein Begriff ist, dann ist es Giacometti. Die Kunstwerke sowohl des Vaters Giovanni Giacometti (1868-1933), welcher in farbenreichem impressionistischen Stil malte, als auch des Sohnes Alberto (1901-1966), der für schmächtige menschliche Skulpturen bekannt ist, brachten erstaunlich hohe Preise auf Auktionen.

Alberto Giacometti’s Walking Man I verblüffte die Kunstwelt, als es zu einem Rekordpreis von 92,5 Millionen Dollar (67,2 Millionen Euro) durch die Dresdner Bank bei Sotheby’s London verkauft wurde.

Im Juni diesen Jahres brachte Giovanni Giacometti‘ Haus und Weg in Capolago, 1921, bei einer Auktion in Zürich 1,4 Millionen Euro (1,9 Millionen Dollar) ein. Da das Bild Die Mutter, 1911, bei einer Christie’s Auktion in Kunsthaus Zürich 2007 fast drei Millionen Dollar (2,18 Millionen Euro) brachte, blieben die Preise für seine Bilder beharrlich hoch.

Der Maler Albert Anker (1831-1910) hat seine Karriere vielleicht damit verbracht, Menschen in einfachen, alltäglichen Situationen zu zeichnen. Dennoch werden für seine Bilder weit mehr als nur alltägliche Preise gezahlt.

Die Dobiaschofski Auktionen AG verkaufte im letzten Mai das 1882er Bildnis eines Mädchens für 220,000 Schweizer Franken (251,000 Dollar). Der für das frei ausgeführtes Ölportrait geschätzte Wert von 70,000 Schweizer Franken (79,000 Dollar) wurde mehr als verdoppelt. Im Juni wurde ein nur wenig größeres, aber feineres Paar Kinderporträts von Anker für 7,3 Millionen Schweizer Franken (8,5 Millionen Dollar) in Zürich versteigert.

Sowohl Deutschland als auch die Schweiz erheben Anspruch auf den Expressionisten Paul Klee (1879-1940). Unumstritten ist allerdings die Magie seiner Unterschrift auf Auktionen. Sein Gemälde Tänzerin, 1932, verkaufte sich im letzten Juni bei Christie’s London für über 6 Millionen Dollar (4 Millionen Euro).

Kunstwerke der schweizerischen Maler Ferdinand Hodlers (1853-1918), Cuno Amiet (1868-1961) und Felix Vallotton (1865-1925) erbrachten durchgehend steigende Ergebnisse bei Auktionen. Sammler schätzen die Bilder wegen des klassischen Genres und der fein wiedergegebenen Abbildungen, mit welchen es sich leicht leben lässt.

Im Hinblick auf die Zukunft wollen Kunstsammler vielleicht einen Blick auf diese aktiven schweizerischen Künstler werfen:

Urs Fischer (1973) wird als teuerster lebender Künstler der Welt unter 40 bezeichnet. Fischer kreiert aufwändige Installationen aus Malereien, Skulpturen, Collagen und überraschenden Elementen wie lebendigen Vögeln oder frischem Obst. Eine seiner titellosen Arbeiten wurde im letzten Mai bei Christie’s New York für 6 Millionen Dollar (4,3 Millionen Euro) verkauft.

Peter Fischli und David Weiss, ein seit 25 Jahren existierendes schweizerisches Künstlerduo, sahen ihre bekannteste Arbeit Der Lauf der Dinge im Jahr 2008 für 700,910 Dollar (512,486 Euro) bei Christie’s Zürich versteigert. Dieser Film dokumentiert die Kettenreaktion lebloser Objekte, welche durch die clevere Nutzung des Dominoeffekts und chemischer Reaktionen in Bewegung gesetzt werden.

Schließlich erreichten Ugo Rondinone’s Multimedia-Bilder, maßstabsgerechte Zeichnungen und Skulpturen Preise im Bereich zwischen 450,000 und 500,000 Dollar (324,000 bis 360,000 Euro). Ein solcher Preisaufschwung ist unüblich für einen lebenden Künstler.

 

Deutscher Rekord erreicht für chinesischen Tisch

Mit nahezu 1,33 Millionen Euro ( 1,8 Mio $) als letztes Gebot, kehrte ein aus rotem Sandelholz geschnitzter Tisch der Qianlong Dynastie aus dem 17. Jh. zu seinen kulturellen Wurzeln zurück. Ein Käufer aus Hong Kong gab das Zuschlagsgebot bei Nagel Auktionen GmbH & Co. KG, Stuttgart, auf die Auktionsnummer 665 am 27. August ab. Damit brach dieser Preis den deutschen Rekord, welcher auf einer Auktion für ein einzelnes chinesisches Möbelstück geboten wurde. Er übertraf damit bei weitem auch den durch Nagel veranschlagten Schätzwert von 65.000 Euro (89.000 $) für eine siebenteilige Gruppe chinesischer Möbelstücke, welcher auch dieser Tisch ursprünglich zugeordnet war, die insgesamt für 2,6 Mio Euro (3,56 Mio $) verkauft werden konnte. Dieser Preis beinhaltet auch das Aufgeld. Der Tisch stammt ursprünglich aus dem Nachlass von Dr. Edmund Dipper (1871-1933), des früheren Direktors des Deutschen Hospitals in Peking. Der Verkäufer kaufte es zu einer Zeit, als derartige Antiquitäten sehr wenig wertgeschätzt wurden. Der größte Teil dieser Objekte wurde in der Stuttgarter Auktion an Käufer aus China abgesetzt.

 

Kommende Auktionen:

 

23. bis 24. September – Auktionshaus Michael Zeller, Lindau. 110. internationale Bodensee Auktion einschließlich afrikanischer Stammeskunst, asiatischen Kunsthandwerks, Gemälde aus dem 19th und 20th Jh., plus Möbel, Porzellan und viel mehr. www.zeller.de

 

24. September – Dr. Fischer Kunstauktionen, Trappensee-Schlösschen, Heilbronn. Auf ihrer 200. Jubiläums Auktion werden 200 Meisterwerke der Malerei, Skulpturen, Art Deco und Jugendstil Glaskunst zu Verkauf gebracht. www.auctionsfischer.de

 

1. Oktober – Auction Team Breker, Köln. Fotographie- und Filmauktion inklusive Stereofotokarten, Spionage- und Neukameras sowie Fotographien. www.breker.com

 

5. bis 6. Oktober – Nagel Auktionen GmbH & Co. KG, Stuttgart. Kunst und Antiquitäten. www.nageauktionen.de

 

7. bis 8. Oktober – Schwarzenbach Auktion, Zürich. Internationale Briefmarken, Briefe und Postkarten mit einem Schwerpunkt auf der Schweiz, Liechtenstein und Europa. www.schwarzenbach-auktion.ch

 

19. bis 22. Oktober – Galerie Bassenge, Berlin. Dekorative Grafiken, wertvolle Bücher, Autogramme und ein Spezailkatalog von Karl May. www.bassenge.de

 

23. bis 25. November – Gerhard Hirsch Nachfolger, München. Antike Münzen und Medaillons, Antiquitäten. www.coinhirsch.de

 

23. bis 25. November – Galerie Fischer Auktionen AG, Luzern. Moderne und zeitgenössische Gemälde, Alte Meister, schweizer und russische Kunst, Kunst und Kunsthandwerk und Möbel, Silber und Schmuck. www.fischerauktionen.ch

 

24. bis 26. November – Villa Grisebach Auktionen GmbH, Berlin. Das Auktionshaus begeht sein 25 jähriges Bestehen mit 5 verschiedenen Auktionen – klassische und zeitgenössische Fotographie, ausgesuchte Arbeiten der Kunst des 19. Jh. und die „Third Floor“ Auktion mit Kunstobjekten eines Schätzwertes bis zu 3000 Euro. www.villa-grisebach.de

 


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Albert Ankers kleines, frei ausgeführtes Ölportrait eines Mädchens, 1882, geschätzt auf 70.000 Schweizer Franken, verkauft für 220.000 Schweizer Franken (251.000 $) bei Dobiaschofsky Auktionen AG.( Foto mit freundlicher Genehmigung von Dobiaschofsky Auktionen)

Albert Ankers kleines, frei ausgeführtes Ölportrait eines Mädchens, 1882, geschätzt auf 70.000 Schweizer Franken, verkauft für 220.000 Schweizer Franken (251.000 $) bei Dobiaschofsky Auktionen AG.( Foto mit freundlicher Genehmigung von Dobiaschofsky Auktionen)

 

Landschaft mit Bauer, Junge und Ziege,’ 1914, von August Macke, eine der anlässlich Villa Grisebach’s  25 jähriger Jubiläumsauktion angebotenen Stücke. (Foto mit freundlicher Genehmigung von Villa Grisebach Auktionen GmbH)

Landschaft mit Bauer, Junge und Ziege,’ 1914, von August Macke, eine der anlässlich Villa Grisebach’s 25 jähriger Jubiläumsauktion angebotenen Stücke. (Foto mit freundlicher Genehmigung von Villa Grisebach Auktionen GmbH)

 

Dieser bunte „Grosser Adler 91“ mit einen Druckfehler in der oberen linken Ecke und ein roter Poststempel „Genf 1847“, geschätzter Verkaufspreis 500 Schweizer Franken (565 $) im Oktober. (Foto mit freundlicher Genehmigung von Schwarzenbach Auktion Zurich.)

Dieser bunte „Grosser Adler 91“ mit einen Druckfehler in der oberen linken Ecke und ein roter Poststempel „Genf 1847“, geschätzter Verkaufspreis 500 Schweizer Franken (565 $) im Oktober. (Foto mit freundlicher Genehmigung von Schwarzenbach Auktion Zurich.)