
Description
2 Fuss- und drei Armreife
Senufo. Côte d’Ivoire
Ohne Sockel / without base
Kupfer, Gelbguss. H 3,5 - 8 cm. B 8 - 19 cm.
Provenienz:
Schweizer Privatsammlung, Bern. Zwischen 1969 und 1972 in Abidjan erworben.
Seit jeher begleitet und fasziniert Schmuck in verschiedensten Formen und Materialien die Menschen aller Kulturen.
Aus kultureller Sicht sind Arm- und Fussreife, Amulette, Fingerringe und Colliers weit mehr als nur Schmuckstücke. In weiten Teilen Afrikas werden die meisterhaft gefertigten Preziosen zwar für ihre Schönheit geschätzt, doch die wertvollen Ornamente sind vor allem Ausdruck religiöser Überzeugungen und symbolisieren die Zugehörigkeit, den Rang und den Glauben der Träger.
Zudem verordnen Heiler das Tragen von schützendem Schmuck zur Genesung oder zum Schutz vor Unheil. Die Kostbarkeiten wurden daher auch als magische, schützende sowie kraftspendende Objekte getragen.
Zur Herstellung der wertvollen Unikate wurde nebst einheimischen Materialien, wie Gold, Silber, Kupfer, Eisen, Stein, Elfenbein, Muschel oder Harz, auch auch gerne beliebte Importwaren wie Glas, Koralle, Kaurischnecken, verwendet. Indische Steinperlen fanden beispielsweise schon früh ihren Weg über vorderasiatische Handelsrouten nach Afrika. Später, während der Blütezeit Muranos vom 16. bis ins 19. Jahrhundert, waren insbesondere Glasperlen italienischer Herkunft äusserst beliebt.
Aufgrund des Wertes der verarbeiteten Rohstoffe dienten Schmuckstücke nicht nur als Wertanlage, sondern auch als Tausch- und Zahlungsmittel. Diese vormünzlichen Zahlungsmittel (sogenanntes Primitivgeld) in genormten Formen wurden über weite Strecken gehandelt.
Die Verwendung importierter Manillas aus Kupferlegierungen als Tauschmittel lässt sich in Afrika mindestens bis ins 16. Jahrhundert zurückverfolgen, als portugiesische Handelsstationen in Westafrika entstanden. Im Laufe der Zeit wurden diese Importwaren wiederholt eingeschmolzen und in neue Formen gegossen oder geschmiedet. Dabei kamen auch andere Materialien wie Eisen vermehrt in vergleichbarer Weise zum Einsatz.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts verboten die meisten Kolonialmächte diese Geldformen, um ihre eigenen Währungen durchzusetzen.
Weiterführende Literatur:
- Borel, France (1999). Schmuck. Kostbarkeiten aus Afrika, Asien, Ozeanien und Amerika. Aus der Sammlung Ghysels. Ostfildern-Ruit: Hatje Cantz.
- Glar, Wilfried (2002). Afrikanische Reife. Versuch einer Uebersicht (5 Bände). Eigenverlag.
CHF 200 / 400
Senufo. Côte d’Ivoire
Ohne Sockel / without base
Kupfer, Gelbguss. H 3,5 - 8 cm. B 8 - 19 cm.
Provenienz:
Schweizer Privatsammlung, Bern. Zwischen 1969 und 1972 in Abidjan erworben.
Seit jeher begleitet und fasziniert Schmuck in verschiedensten Formen und Materialien die Menschen aller Kulturen.
Aus kultureller Sicht sind Arm- und Fussreife, Amulette, Fingerringe und Colliers weit mehr als nur Schmuckstücke. In weiten Teilen Afrikas werden die meisterhaft gefertigten Preziosen zwar für ihre Schönheit geschätzt, doch die wertvollen Ornamente sind vor allem Ausdruck religiöser Überzeugungen und symbolisieren die Zugehörigkeit, den Rang und den Glauben der Träger.
Zudem verordnen Heiler das Tragen von schützendem Schmuck zur Genesung oder zum Schutz vor Unheil. Die Kostbarkeiten wurden daher auch als magische, schützende sowie kraftspendende Objekte getragen.
Zur Herstellung der wertvollen Unikate wurde nebst einheimischen Materialien, wie Gold, Silber, Kupfer, Eisen, Stein, Elfenbein, Muschel oder Harz, auch auch gerne beliebte Importwaren wie Glas, Koralle, Kaurischnecken, verwendet. Indische Steinperlen fanden beispielsweise schon früh ihren Weg über vorderasiatische Handelsrouten nach Afrika. Später, während der Blütezeit Muranos vom 16. bis ins 19. Jahrhundert, waren insbesondere Glasperlen italienischer Herkunft äusserst beliebt.
Aufgrund des Wertes der verarbeiteten Rohstoffe dienten Schmuckstücke nicht nur als Wertanlage, sondern auch als Tausch- und Zahlungsmittel. Diese vormünzlichen Zahlungsmittel (sogenanntes Primitivgeld) in genormten Formen wurden über weite Strecken gehandelt.
Die Verwendung importierter Manillas aus Kupferlegierungen als Tauschmittel lässt sich in Afrika mindestens bis ins 16. Jahrhundert zurückverfolgen, als portugiesische Handelsstationen in Westafrika entstanden. Im Laufe der Zeit wurden diese Importwaren wiederholt eingeschmolzen und in neue Formen gegossen oder geschmiedet. Dabei kamen auch andere Materialien wie Eisen vermehrt in vergleichbarer Weise zum Einsatz.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts verboten die meisten Kolonialmächte diese Geldformen, um ihre eigenen Währungen durchzusetzen.
Weiterführende Literatur:
- Borel, France (1999). Schmuck. Kostbarkeiten aus Afrika, Asien, Ozeanien und Amerika. Aus der Sammlung Ghysels. Ostfildern-Ruit: Hatje Cantz.
- Glar, Wilfried (2002). Afrikanische Reife. Versuch einer Uebersicht (5 Bände). Eigenverlag.
CHF 200 / 400
Condition
Hammer Auctions is committed to ensuring the highest possible level of accuracy in the description of each lot presented in our catalog.
Each lot is documented with multiple photographs which are intended to provide an accurate visual representation of its condition, including any visible wear, imperfections, or signs of age. We strongly encourage prospective bidders to carefully review these images before placing a bid, as they form an integral part of the lot description. Prospective buyers are also encouraged to examine the lot in person before the auction.
Condition statements are provided for guidance only and reflect our professional opinion. They should not be interpreted as statements of fact, nor as a complete description of condition. Hammer Auctions accepts no liability for any errors or omissions but will make every reasonable effort to resolve any concerns promptly and fairly.
In the rare event that a lot is found to differ materially from its catalog description, Hammer Auctions will support buyers through a straightforward return process. Buyers may return the lot for a full refund, provided that Hammer Auctions is notified within seven (7) days of receipt.
For any questions or additional information, please feel free to contact us at any time.
--------------------------------
Hammer Auktionen ist bestrebt, ein Höchstmass an Genauigkeit bei der Beschreibung jedes im Katalog angebotenen Lots sicherzustellen.
Jedes Lot ist mit mehreren Fotografien dokumentiert, die eine möglichst genaue visuelle Darstellung seines Zustands vermitteln sollen, einschliesslich sichtbarer Abnutzung, Unregelmässigkeiten oder Alterserscheinungen. Wir empfehlen Interessenten und Bietern ausdrücklich, diese Bilder vor Abgabe eines Gebots sorgfältig zu prüfen, da sie einen integralen Bestandteil der Lotbeschreibung bilden. Interessenten wird zudem empfohlen, das Lot vor der Auktion persönlich zu besichtigen.
Zustandsangaben dienen ausschliesslich der Orientierung und spiegeln unsere fachliche Einschätzung wider. Sie sind weder als Tatsachenbehauptungen noch als vollständige Beschreibung des Zustands zu verstehen. Hammer Auktionen übernimmt keine Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen, wird jedoch alle angemessenen Anstrengungen unternehmen, um etwaige Anliegen zeitnah und fair zu klären.
Sollte sich in seltenen Fällen herausstellen, dass ein Lot in wesentlichen Punkten von seiner Katalogbeschreibung abweicht, unterstützt Hammer Auktionen Käufer mit einem unkomplizierten Rückgabeprozess. Käufer können das Lot gegen vollständige Rückerstattung zurückgeben, sofern Hammer Auktionen innerhalb von sieben (7) Tagen nach Erhalt entsprechend benachrichtigt wird.
Für Fragen oder weitere Informationen stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.
Each lot is documented with multiple photographs which are intended to provide an accurate visual representation of its condition, including any visible wear, imperfections, or signs of age. We strongly encourage prospective bidders to carefully review these images before placing a bid, as they form an integral part of the lot description. Prospective buyers are also encouraged to examine the lot in person before the auction.
Condition statements are provided for guidance only and reflect our professional opinion. They should not be interpreted as statements of fact, nor as a complete description of condition. Hammer Auctions accepts no liability for any errors or omissions but will make every reasonable effort to resolve any concerns promptly and fairly.
In the rare event that a lot is found to differ materially from its catalog description, Hammer Auctions will support buyers through a straightforward return process. Buyers may return the lot for a full refund, provided that Hammer Auctions is notified within seven (7) days of receipt.
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Jedes Lot ist mit mehreren Fotografien dokumentiert, die eine möglichst genaue visuelle Darstellung seines Zustands vermitteln sollen, einschliesslich sichtbarer Abnutzung, Unregelmässigkeiten oder Alterserscheinungen. Wir empfehlen Interessenten und Bietern ausdrücklich, diese Bilder vor Abgabe eines Gebots sorgfältig zu prüfen, da sie einen integralen Bestandteil der Lotbeschreibung bilden. Interessenten wird zudem empfohlen, das Lot vor der Auktion persönlich zu besichtigen.
Zustandsangaben dienen ausschliesslich der Orientierung und spiegeln unsere fachliche Einschätzung wider. Sie sind weder als Tatsachenbehauptungen noch als vollständige Beschreibung des Zustands zu verstehen. Hammer Auktionen übernimmt keine Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen, wird jedoch alle angemessenen Anstrengungen unternehmen, um etwaige Anliegen zeitnah und fair zu klären.
Sollte sich in seltenen Fällen herausstellen, dass ein Lot in wesentlichen Punkten von seiner Katalogbeschreibung abweicht, unterstützt Hammer Auktionen Käufer mit einem unkomplizierten Rückgabeprozess. Käufer können das Lot gegen vollständige Rückerstattung zurückgeben, sofern Hammer Auktionen innerhalb von sieben (7) Tagen nach Erhalt entsprechend benachrichtigt wird.
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Buyer's Premium
26% up toCHF 100,000.00
21% aboveCHF 100,000.00
Weight
3660 g
2 Senufo Anklets and three Bracelets
Estimate CHF 200-CHF 400
Current Price (1 bid)
CHF 5
Good Bid
Strong Bid
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HAMMER 157 / African Ethnographic Art
Mar 26, 2026 1:00 PM EDTBasel, BS, Switzerland
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