
Description
2 Stein-Armreife
Dogon / Gurunsi / Mossi. Mali / Burkina Faso / Ghana
Ohne Sockel / without base
Stein. Ø 7 - 8 cm.
Provenienz:
- Laurence und Jean-Pierre Boillod (1929-2007), Areuse.
- Hammer Auktionen, Basel, 26.03.2026, Lot 3. Stornierter Verkauf.
Seit jeher begleitet und fasziniert Schmuck in verschiedensten Formen und Materialien die Menschen aller Kulturen.
Aus kultureller Sicht sind Arm- und Fussreifen, Amulette, Fingerringe und Colliers aber viel mehr als nur Schmuckstücke. In weiten Teilen Afrikas werden die meisterhaft gefertigten Preziosen zwar für ihre Schönheit geschätzt, aber die wertvollen Ornamente sind vor allem auch Teil der religiösen Überzeugungen. Sie sind daher Zeugnisse für die Zugehörigkeit, den Rang und den Glauben der Träger.
Des weiteren verordnen Heiler das Tragen von schützendem Schmuck zur Genesung oder um Unheil abzuwenden. Die Kostbarkeiten wurden somit auch als magische, schützende und kraftgebende Objekte getragen.
Zur Herstellung der wertvollen Unikate wurde nebst einheimischen Materialien, wie z.B. , Gold, Silber, Kupfer, Eisen, Stein, Elfenbein, Muschel oder Harz, auch gerne beliebte Importwaren verwendet (Glas, Koralle, Kaurischnecken, usw.). Indische Steinperlen waren z.B. schon sehr früh über die Handelswege Vorderasiens nach Afrika gelangt. Später, während der Blütezeit Muranos zwischen dem 16. und 19. Jahrhundert, fanden vor allem Glasperlen italienischer Herstellung reissenden Absatz.
Aufgrund des Wertes der verarbeiteten Rohstoffe waren die Schmuckstücke auch Wertanlage, und wurden auch als Tausch- und Zahlungsmittel verwendet. Diese vormünzlichen Zahlungsmittel (sog. Primitivgeld) in standardisierten Formen wurden über weite Strecken gehandelt.
Die Verwendung von importierten Manillas aus Kupferlegierungen als Tauschgegenstände geht in Afrika mindestens auf das 16. Jh. zurück, als die Portugiesen in Westafrika Handelsstationen errichteten. Im Laufe der Zeit wurden diese Importwaren immer wieder aufs Neue eingeschmolzen und zu neuen Formen gegossen oder geschmiedet, wobei auch andere Materialien, wie z.B. Eisen, zunehmend in der gleichen Art gehandelt wurden.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts verboten die meisten Kolonialmächte diese Geldformen als Zahlungsmittel um ihre eigenen Währungen zu etablieren.
Vergl.: Glar, Wilfried (2012). Afrikanische Reife. Teil 5: Die Gurma. Eigenverlag. Seite 10.
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Laurence und Jean-Pierre Boillod (1929–2007)
Boillod war Inhaber eines Lizenziats in Literaturwissenschaft sowie eines weiteren in Rechtswissenschaft und arbeitete als Anwalt, bevor er Lehrer an der École Supérieure de Commerce wurde.
Während seiner Lehrtätigkeit in Ruanda und Kamerun entwickelte er gemeinsam mit seiner Frau eine tiefe Leidenschaft für afrikanische Kunst. Nach ihrer Rückkehr pflegten sie bei Neuchâtel ihre Sammlung afrikanischer Objekte, von denen ein Teil in ihrer Galerie „Le Boukarou” ausgestellt und angeboten wurde.
CHF 100 / 200
Dogon / Gurunsi / Mossi. Mali / Burkina Faso / Ghana
Ohne Sockel / without base
Stein. Ø 7 - 8 cm.
Provenienz:
- Laurence und Jean-Pierre Boillod (1929-2007), Areuse.
- Hammer Auktionen, Basel, 26.03.2026, Lot 3. Stornierter Verkauf.
Seit jeher begleitet und fasziniert Schmuck in verschiedensten Formen und Materialien die Menschen aller Kulturen.
Aus kultureller Sicht sind Arm- und Fussreifen, Amulette, Fingerringe und Colliers aber viel mehr als nur Schmuckstücke. In weiten Teilen Afrikas werden die meisterhaft gefertigten Preziosen zwar für ihre Schönheit geschätzt, aber die wertvollen Ornamente sind vor allem auch Teil der religiösen Überzeugungen. Sie sind daher Zeugnisse für die Zugehörigkeit, den Rang und den Glauben der Träger.
Des weiteren verordnen Heiler das Tragen von schützendem Schmuck zur Genesung oder um Unheil abzuwenden. Die Kostbarkeiten wurden somit auch als magische, schützende und kraftgebende Objekte getragen.
Zur Herstellung der wertvollen Unikate wurde nebst einheimischen Materialien, wie z.B. , Gold, Silber, Kupfer, Eisen, Stein, Elfenbein, Muschel oder Harz, auch gerne beliebte Importwaren verwendet (Glas, Koralle, Kaurischnecken, usw.). Indische Steinperlen waren z.B. schon sehr früh über die Handelswege Vorderasiens nach Afrika gelangt. Später, während der Blütezeit Muranos zwischen dem 16. und 19. Jahrhundert, fanden vor allem Glasperlen italienischer Herstellung reissenden Absatz.
Aufgrund des Wertes der verarbeiteten Rohstoffe waren die Schmuckstücke auch Wertanlage, und wurden auch als Tausch- und Zahlungsmittel verwendet. Diese vormünzlichen Zahlungsmittel (sog. Primitivgeld) in standardisierten Formen wurden über weite Strecken gehandelt.
Die Verwendung von importierten Manillas aus Kupferlegierungen als Tauschgegenstände geht in Afrika mindestens auf das 16. Jh. zurück, als die Portugiesen in Westafrika Handelsstationen errichteten. Im Laufe der Zeit wurden diese Importwaren immer wieder aufs Neue eingeschmolzen und zu neuen Formen gegossen oder geschmiedet, wobei auch andere Materialien, wie z.B. Eisen, zunehmend in der gleichen Art gehandelt wurden.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts verboten die meisten Kolonialmächte diese Geldformen als Zahlungsmittel um ihre eigenen Währungen zu etablieren.
Vergl.: Glar, Wilfried (2012). Afrikanische Reife. Teil 5: Die Gurma. Eigenverlag. Seite 10.
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Laurence und Jean-Pierre Boillod (1929–2007)
Boillod war Inhaber eines Lizenziats in Literaturwissenschaft sowie eines weiteren in Rechtswissenschaft und arbeitete als Anwalt, bevor er Lehrer an der École Supérieure de Commerce wurde.
Während seiner Lehrtätigkeit in Ruanda und Kamerun entwickelte er gemeinsam mit seiner Frau eine tiefe Leidenschaft für afrikanische Kunst. Nach ihrer Rückkehr pflegten sie bei Neuchâtel ihre Sammlung afrikanischer Objekte, von denen ein Teil in ihrer Galerie „Le Boukarou” ausgestellt und angeboten wurde.
CHF 100 / 200
Condition
Hammer Auctions is committed to ensuring the highest possible level of accuracy in the description of each lot presented in our catalog.
Each lot is documented with multiple photographs which are intended to provide an accurate visual representation of its condition, including any visible wear, imperfections, or signs of age. We strongly encourage prospective bidders to carefully review these images before placing a bid, as they form an integral part of the lot description. Prospective buyers are also encouraged to examine the lot in person before the auction.
Condition statements are provided for guidance only and reflect our professional opinion. They should not be interpreted as statements of fact, nor as a complete description of condition. Hammer Auctions accepts no liability for any errors or omissions but will make every reasonable effort to resolve any concerns promptly and fairly.
In the rare event that a lot is found to differ materially from its catalog description, Hammer Auctions will support buyers through a straightforward return process. Buyers may return the lot for a full refund, provided that Hammer Auctions is notified within seven (7) days of receipt.
For any questions or additional information, please feel free to contact us at any time.
--------------------------------
Hammer Auktionen ist bestrebt, ein Höchstmass an Genauigkeit bei der Beschreibung jedes im Katalog angebotenen Lots sicherzustellen.
Jedes Lot ist mit mehreren Fotografien dokumentiert, die eine möglichst genaue visuelle Darstellung seines Zustands vermitteln sollen, einschliesslich sichtbarer Abnutzung, Unregelmässigkeiten oder Alterserscheinungen. Wir empfehlen Interessenten und Bietern ausdrücklich, diese Bilder vor Abgabe eines Gebots sorgfältig zu prüfen, da sie einen integralen Bestandteil der Lotbeschreibung bilden. Interessenten wird zudem empfohlen, das Lot vor der Auktion persönlich zu besichtigen.
Zustandsangaben dienen ausschliesslich der Orientierung und spiegeln unsere fachliche Einschätzung wider. Sie sind weder als Tatsachenbehauptungen noch als vollständige Beschreibung des Zustands zu verstehen. Hammer Auktionen übernimmt keine Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen, wird jedoch alle angemessenen Anstrengungen unternehmen, um etwaige Anliegen zeitnah und fair zu klären.
Sollte sich in seltenen Fällen herausstellen, dass ein Lot in wesentlichen Punkten von seiner Katalogbeschreibung abweicht, unterstützt Hammer Auktionen Käufer mit einem unkomplizierten Rückgabeprozess. Käufer können das Lot gegen vollständige Rückerstattung zurückgeben, sofern Hammer Auktionen innerhalb von sieben (7) Tagen nach Erhalt entsprechend benachrichtigt wird.
Für Fragen oder weitere Informationen stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.
Each lot is documented with multiple photographs which are intended to provide an accurate visual representation of its condition, including any visible wear, imperfections, or signs of age. We strongly encourage prospective bidders to carefully review these images before placing a bid, as they form an integral part of the lot description. Prospective buyers are also encouraged to examine the lot in person before the auction.
Condition statements are provided for guidance only and reflect our professional opinion. They should not be interpreted as statements of fact, nor as a complete description of condition. Hammer Auctions accepts no liability for any errors or omissions but will make every reasonable effort to resolve any concerns promptly and fairly.
In the rare event that a lot is found to differ materially from its catalog description, Hammer Auctions will support buyers through a straightforward return process. Buyers may return the lot for a full refund, provided that Hammer Auctions is notified within seven (7) days of receipt.
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Jedes Lot ist mit mehreren Fotografien dokumentiert, die eine möglichst genaue visuelle Darstellung seines Zustands vermitteln sollen, einschliesslich sichtbarer Abnutzung, Unregelmässigkeiten oder Alterserscheinungen. Wir empfehlen Interessenten und Bietern ausdrücklich, diese Bilder vor Abgabe eines Gebots sorgfältig zu prüfen, da sie einen integralen Bestandteil der Lotbeschreibung bilden. Interessenten wird zudem empfohlen, das Lot vor der Auktion persönlich zu besichtigen.
Zustandsangaben dienen ausschliesslich der Orientierung und spiegeln unsere fachliche Einschätzung wider. Sie sind weder als Tatsachenbehauptungen noch als vollständige Beschreibung des Zustands zu verstehen. Hammer Auktionen übernimmt keine Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen, wird jedoch alle angemessenen Anstrengungen unternehmen, um etwaige Anliegen zeitnah und fair zu klären.
Sollte sich in seltenen Fällen herausstellen, dass ein Lot in wesentlichen Punkten von seiner Katalogbeschreibung abweicht, unterstützt Hammer Auktionen Käufer mit einem unkomplizierten Rückgabeprozess. Käufer können das Lot gegen vollständige Rückerstattung zurückgeben, sofern Hammer Auktionen innerhalb von sieben (7) Tagen nach Erhalt entsprechend benachrichtigt wird.
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HAMMER 159 / World of Cultures
May 21, 2026 12:00 PM EDTBasel, BS, Switzerland
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