Beschreibende Literatur, Puschkins 'Die Fontäne von Bachtschissaraj,' inspiriert durch musikalische Werke wie Schwanensee erhöhten den kulturellen Wert. Die erste Ausgabe aus dem Jahre 1824 wurde für 55.000 EUR bei Bassenge verkauft. Photo freundlichst überlassen von Bassenge Kunst und Buch Auktionen, GbR.

Auktionsgespräche: Im E-Book-Zeitalter wollen die Sammler noch immer das Original besitzen

Dieses lateinische Manuskript auf Pergamentpapier, 'Stundenbuch,' vermutlich von Rouen, Frankreich, circa 1470-80, erzielte 55.000 EUR bei Venator & Hanstein Buch und Graphikauktionen, Köln. Photo freundlichst überlassen von Venator & Hanstein. Es war ein bescheidenes kleines Buch mit einer dünnen Goldprägung und in waldgrünem Leder gebunden. Die erste Ausgabe von Alexander Puschkins “Die Fontäne von Bachtschissaraj” aus dem Jahre 1824 war heiss begehrt und der Preis erreichte nach

geschätzten 450 EUR eine fünfstellige Höhe.

“Es waren dann nur 2 Bieter, die um das Buch bis zum Schluss kämpften. Es wurde sehr ruhig im Saal als dies passierte”, sagte Dr. Markus Brandis, Direktor der Buchabteilung von Bassenge Kunst und Buch Auktionen GbR, Berlin.

Der Hammer fiel bei überraschenden 55.000 EUR. Der Gewinner war russischer Herkunft und Teil eines Trends, dass wohlhabende Russen ihre Literatur und Kultur zurückkaufen, bemerkte Brandis.

In einem Zeitalter, wenn E-books leicht bedeutende Verkaufszahlen erzielen, wollen Sammler noch immer das Ursprungswerk in ihren Händen halten.

Die Buchverkäufe haben sich bei Bassenge seit dem Jahre 2007 verdreifacht, beobachtete Brandis. Ihre letzte Auktion brach die zwei Millionen-Marke. Dies war teilweise auf den steigenden Wert von Wiegendrucken zurückzuführen. Wiegendrucke sind die mit beweglichen Lettern gedruckten Schriften, die zwischen 1454 und und dem 31. Dezember 1500 hergestellt wurden.

Vor 25 Jahren waren Institutionen, Bibliotheken und Museen die Mehrheit der Kunden von Bassenge. Heute machen sie wegen ihres engeren Budgets nur 20-25% des Geschäftes aus. Privatkunden, die von Kinderbüchern bis zu alten Atlanten und Reiseprotokollen alles suchen, kaufen den Hauptanteil.

„Sie sammeln wirklich alles, was wir anbieten,“ sagte Brandis.

“Unsere Kunden kommen aus der ganzen Welt,“ bemerkte Auktionator Piet van Winden von Adams Amsterdam. „Private Sammler, Gelehrte und Anstalten waren von Beginn an im Jahre 2009 bei uns.“

Van Winden führt den wachsenden Kundenbestand auf ihre unorthodoxen Marketing-Techniken zurück. Dazu gehören die Vorabausstellungen bei De Bijenkorf, dem grössten Geschäft am Dam Square in Amsterdam und im Hauptquartier der ING Bank in Antwerpen. Seit Frühling werden ihre Auktionen auch im bedeutenden Het Grachtenhuis

aus dem 17. Jahrhundert abgehalten, was auch ein Kanalmuseum beherbergt. “Wir mieteten Busse an, um alle Belgier zu

empfangen, die über unsere Auktion Hugo-Klaus in ihren Zeitungen lasen“, sagten van Winden.

Als hervorragenden Verkauf bezeichnete er einen Stedenboek oder Städteatlas, von Joan Blaeu, welcher im Oktober 2010 für 340.000 EUR versteigert wurde. Der Zustand und der Inhalt spiegeln den herausragenden Preis wieder. Es sind Kartenzeichnungen des 17. Jahrhunderts, welche intakte Pläne und Diagramme für alle Städte, Festungen und Belagerungen der Holländer umfasst.

“Seien sie nicht zu grosszügig mit dem Zustand der Bücher, die sie kaufen,” rät van Winden. “Es ist immer deprimierend, wenn man auf eine bessere Ausgabe stösst, als die schlechtere Ausgabe, die man gerade erworben hat.” Es ist faszinierend, wenn man

in der Lage ist, eine Originalausgabe wie diese in den Händen zu halten oder solch seltene Arbeiten in seiner eigenen Bibliothek zu haben. Aber kann man es riskieren, eine 40.000 EUR Ausgabe von “Le Capital” von Karl Marx, wie sie in der Auktion von

Bassenge angeboten wurde, zu berühren – oder lässt man sie besser und sicher im Bücherregal?

“Getraut man sich, die antiken Bücher zu berühren? Man sollte zuerst die Hände waschen, aber man sollte mit diesen Nimbus aufhören, dass sie heilig sind“, sagte Brandis. “Sie wurden gemacht, um gelesen zu werden. Oftmals ist das Papier, der Klebstoff und die Bindung bei antiken Büchern besser als bei modernen Büchern.“

Wenn man nach der Lagerung von antiken Büchern fragt, bemerkt Peter Kiefer von Kiefer Buch und Kunst Auktionen, Pforzheim: “Selbsverständlich – also kaum erwähnenswert – trockene Räume und keine extremen Temperaturänderungen.“

„Erhalten Sie sie, wie sie sind“, empfiehlt van Winden. “Wenn Sie alte Bücher mögen, müssen Sie feststellen, dass Sie nur der vorübergehende Besitzer sind, und Sie werden nicht die Person sein wollen, die sie in einigen Minuten verdirbt, nachdem sie für hunderte Jahre konserviert wurden.“

 

Willkommen bei Live Auctioneers für das Mitglied “E.P. Deutsch Auctioneers”

Nur wenige Auktionshäuser können auf eine Familiengeschichte von 120 Jahren im Antiquitätengeschäft zurückblicken. Das neue Mitglied bei Live Auctioneers E.P. Deutsch Auctioneers, Wien, hat eine solche Historie. Seit dem ersten Handel in 1890 zum Ausgleich ihrer Finanzen avancierten Antiquitäten zu einer Berufung der Familie und wurden deren Hauptgeschäftszweig.

Nach dem 1. Weltkrieg eröffnete die Familie zwei Geschäfte im historischen Zentrum Wiens, wurden allerdings mit Beginn des 2. Weltkrieges wieder aufgegeben. Hugo Deutsch eröffnete 1949 in London und Friedrich Deutsch 1954 in Wien jeweils ein Geschäft, wo 1972 auch mit der Durchführung von Auktionen begonnen wurde. Beide Geschäfte existieren noch.

Paul Deutsch führt seit 1985 das Wiener Auktionshaus. Hier ist man spezialisiert auf europäische Antiquitäten des 18. bis 20. Jahrhunderts, wobei viele einzigartige und außergewöhnliche im Mix der Versteigerungsojekte zu finden sind. Für weitere informationen besuchen Sie www.deuart.at

 

Kommende Auktionen

30. Juni und 1. Juli – Hampel Kunstauktionen, München. Möbel, Gemälde, Bücher und viel mehr. www.hampel-auctions.com

2. Juli – Dr. Fischer Kunstauktionen, Glasauktionen in Zwiesel, www.auctions_fischer.de

6. Juli – Neumeister, München, Alte Kunst. www. Neumeister.com

8. und 9. Juli – Allgäuer Auktionshaus, Kempten. Große Sommer-Auktion mit Glas, Silberware, Porzellan, Religiöse Kunst, Spielzeug, Bierkrüge und Varia. www.allgaeuer-auktionshaus.de


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Beschreibende Literatur, Puschkins 'Die Fontäne von Bachtschissaraj,' inspiriert durch musikalische Werke wie Schwanensee erhöhten den kulturellen Wert. Die erste Ausgabe aus dem Jahre 1824 wurde für 55.000 EUR bei Bassenge verkauft. Photo freundlichst überlassen von Bassenge Kunst und Buch Auktionen, GbR.

Beschreibende Literatur, Puschkins ‘Die Fontäne von Bachtschissaraj,’ inspiriert durch musikalische Werke wie Schwanensee erhöhten den kulturellen Wert. Die erste Ausgabe aus dem Jahre 1824 wurde für 55.000 EUR bei Bassenge verkauft. Photo freundlichst überlassen von Bassenge Kunst und Buch Auktionen, GbR.

Leicht farbige Holzschnitte erzählen die Geschichte: 'Leben der heiligen Altväter' (Vitae sanctorum partum, sive Vitas partum), von Hieronymous; Augsburg, Peter Berger, 1488. Verkauft für 40.000 Euro bei Bassenge. Photo freundlichst überlassen von Bassenge Kunst und Buch Auktionen, GbR.

Leicht farbige Holzschnitte erzählen die Geschichte: ‘Leben der heiligen Altväter’ (Vitae sanctorum partum, sive Vitas partum), von Hieronymous; Augsburg, Peter Berger, 1488. Verkauft für 40.000 Euro bei Bassenge. Photo freundlichst überlassen von Bassenge Kunst und Buch Auktionen, GbR.

Eine DeWit Ausgabe aus dem siebzehnten Jahrhundert des Kartenzeichners Joan Blaeu 'Stedenboek' oder Städteatlas, erzielte 340.000 EUR bei Adams Amsterdam. Photo freundlichst überlassen von Adams Amsterdam.

Eine DeWit Ausgabe aus dem siebzehnten Jahrhundert des Kartenzeichners Joan Blaeu ‘Stedenboek’ oder Städteatlas, erzielte 340.000 EUR bei Adams Amsterdam. Photo freundlichst überlassen von Adams Amsterdam.

Peter Kiefer bemerkt, dass qualitativ hochwertige alte Reiseprotokolle sehr gefragt sind, wie 'Bilder aus Palästina, Nord-Arabien und die Sinai' von B. Moritz, welche für 16.000 EUR verkauft wurden. Photos freundlichst überlassen von Kiefer Buch und Kunst Auktionen, Pforzheim.

Peter Kiefer bemerkt, dass qualitativ hochwertige alte Reiseprotokolle sehr gefragt sind, wie ‘Bilder aus Palästina, Nord-Arabien und die Sinai’ von B. Moritz, welche für 16.000 EUR verkauft wurden. Photos freundlichst überlassen von Kiefer Buch und Kunst Auktionen, Pforzheim.

Aus der Kollektion von Dolf Selbach bei Villa Grisebach, eine Öl, Wasserfarbe und Tinten Arbeit; Papier auf Leinwand, von Friedensreich Hundertwasser, 1957. Foto mit freundlicher Genehmigung von Vila Grisebach.

Auktionsgespräche: Frühlingsauktionen bieten einen Hauch von Wiener und russischem flair

Aus der Kollektion von Dolf Selbach bei Villa  Grisebach, eine Öl, Wasserfarbe und Tinten Arbeit; Papier auf Leinwand, von Friedensreich Hundertwasser, 1957. Foto mit freundlicher Genehmigung von Vila Grisebach.

Aus der Kollektion von Dolf Selbach bei Villa Grisebach, eine Öl, Wasserfarbe und Tinten Arbeit; Papier auf Leinwand, von Friedensreich Hundertwasser, 1957. Foto mit freundlicher Genehmigung von Vila Grisebach.

Frühling bringt in der deutschsprachigen Welt auch immer den Wunsch mit sich, an zwei Orten gleichzeitig sein zu können. Verführerische Auktionen finden fast jedes Wochenende statt aber leider es ist unmöglich, alle gleichzeitig zu besuchen.

Seit der Eröffnung in 2001 haben Kunsthistorikerin, Auktionärin und Besitzerin Carolin Bergner und ihre Partner hart gearbeitet, um das Auktionshaus „Von Zezschwitz Kunst und Design“ als Spezialist für Art Deco, Jugendstil, Modernes Design und zeitgenössische Kunst zu etablieren.

Die Auktion vom 14. April diesen Jahres in Ihrer Münchner Galerie, hat mit der Versteigerung von Objekten des Art Deco, Jugendstil sowie der Angewandten Kunst des 19. und 20. Jh. nicht enttäuscht.

Schwerpunktmäßig wurden 600 verschiedene Objekte Wiener Einrichtungsgegenstände angeboten, einschließlich mehrere Stücke des Designers Josef Hoffmann. Nachdem das Patent der Thonet Brüder zum Einsatz von Bugholz gegen Ende des 19. Jh. auslief, war Hoffmann einer derjenigen, welche damit begannen, dieses Holz für ihr Design zu nutzen. Von besonderem Interesse ist Hoffmann’s Bugholz Schreibtisch mit Messingnieten in Schwarz und Grün von ca. 1901, hergestellt durch Jacob und Josef Kohn, Wien. Dieser Schreibtisch, hier Positionsnummer 551, wird für geschätzte 18.000 € ($ 25.632) verkauft.

Von Zezschwitz plant eine Auktion für Design und Murano Glas am 15. April. Diejenigen unter Ihnen, welche an moderner und zeitgenössischer Kunst interessiert sind, sollten sich den 19. Mai im Terminkalender vormerken. Die Kataloge können online angesehen werden, unter www.von-zezschwitz.de.

Dr. Fischer Kunstauktionen, ansässig im Trappenseeschlößchen im Heilbronn, ist bekannt für Glas Auktionen. Aber sie haben sich außerdem mit der Versteigerung russischer Ikonen und Kunstwerke eine ganz spezielle Nische geschaffen. Zur Auktion am 14. April werden reichlich Silber, Porzellan, Glas und andere handwerkliche Objekte russischer Herkunft angeboten. Das schließt russische Posterkunst genauso ein, wie auch Gemälde die einen flüchtigen Blick auf russische Landschaften und Kultur erlauben.

Die in brillianten Farben und goldenem Glanz erstrahlenden Ikonen russisch orthodoxer Religion, nehmen einen zentralen Platz in dieser Auktion ein. Am oberen Ende der Skala rangiert Objekt Nr. 102, eine 68 x 56 cm große Ikone, welche die Taufe Christi zeigt (entstanden um 1600). Die traditionelle, vertikal 3-geteilte Komposition mit Christus im Zentrum, gehalten von Johannes dem Täufer zu seiner Rechten und drei Engeln zu seiner Linken. Diese Arbeit hat einen Schätzpreis von 22.000 € ($31.328).

Wie auch immer, es existiert eine große Preispanne zwischen diesem Kunstwerk und kleineren, neueren Ikonen. Startpeise liegen hier bei 120 € bis 150 € ($171- $214) pro Objekt.

Dr. Fischer Kunstauktionen hat die nächste Kunst- und Antiquitätenauktion für den 14. Mai 2001 geplant. Die Kataloge können online angesehen werden, unter www.auctions-fischer.de

 

Live Auctioneers heißt neue Mitglieder willkommen

 

„Wir haben mit großen Auktionshäusern wie Dorotheum und Christie’s genauso so zusammengearbeitet wie mit Privatkunden und haben uns nun entschieden, auch online Auktionen auszuprobieren.“, erklärt Simon Jahn, Eigentümer von The Jahn Gallery, Paul-Ehrlich-Gasse 23, Wien.

Die in 2007 eröffnete Galerie vertritt Künstler aus Europa, den USA, Bali und Indonesien auf Auktionen weltweit. Jetzt planen sie Aktionen für ihre nicht künstlerischen Kunden über www.LiveAuctioneers.com abzuhalten. Die Eröffnung der neuen Ausstellungs- und Auktionsmöglichkeit ist für Oktober in Wien geplant. Ihre website. www.jahngallery.com, soll ab Mai nutzbar sein.

 

Bevorstehende Auktionen

 

28. April bis 12. Mai – Hermann Historica oHG, versteigert 7.700 Objekte einschließlich Antiquitäten, Waffen, Handwerkliches, Jagdartikel und Militärisches. www.hermann-historica.com

 

3. und 4. Mai – Quittenbaum Kunstauktion, München, zweitägige Auktion bietet Jugendstil, Art Deco und moderne Kunst; Metal, Silber, Schmuck und Bronzen wird am 4. Mai angeboten. www.quittenbaum.de

 

13. Mai – Die Lempertz Frühlings Kunstgewerbe auktion in Köln ist angefüllt mit Porzellan, Möbeln, Schmuck, Miniaturen und mehr. www.lempertz.de

 

14. Mai – Ketterer Kunst bietet „moderne Kunst mir der Sammlung Schiefler“ in München. Diese Auktion konzentriert sich auf Expressionismus einschließlich Arbeiten von Emil Nolte und Erich Heckel. www.kettererkunst.de

 

26. bis 28. Mai – Bassenge Kunst- und Buchauktionen, Berlin, führt dreitägige Auktion für Druckgraphiken aus dem 15. bis 19. Jh., Gemälde Alter und Neuerer Meister /

Zeichnungen des 15. bis 19. Jh., und moderne Kunst, www.bassenge.com

 

26. bis 28. Mai – Villa Grisebach, Berlin, bietet Auswahl der Sammlungen von Dolf Selbach. Willi Baumeister, Friedensreich Hundertwasser, Paul Wunderlich, Pablo Picaso, Andy Warhol und andere zeitgenössische Künstler. www.villa-grisebach.de

 

28. Mai – WestLicht Auktion, Wien, bietet eine köstliche Auswahl von antiken und zeitgenösischen Fotos, einschließlich der außergewöhnlichen Daguerreotypie Porte Notre Dame von Auguste Rosalie Bisson, 1842, geschätzt auf 60.000 – 80.000 Euro ($86.716 – $115.621). www.westlicht.com

 

 


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Bugholz Schreibtisch entworfen von Josef Hoffmann, ca. 1901. Foto mit freundlicher Genehmigung von Zezschwitz Kunst und Design.

Bugholz Schreibtisch entworfen von Josef Hoffmann, ca. 1901. Foto mit freundlicher Genehmigung von Zezschwitz Kunst und Design.

Hermann Historica’s Losnr. 3630, ein eisernes Schwert aus Norddeutschland von ca. 1640. Schätzpreis 12.000 Euro ($ 17.344). Foto Urheberrecht Hermann Historica, 2011.

Hermann Historica’s Losnr. 3630, ein eisernes Schwert aus Norddeutschland von ca. 1640. Schätzpreis 12.000 Euro ($ 17.344). Foto Urheberrecht Hermann Historica, 2011.

Diese russische Ikone zeigt die Taufe Christi, gemalt um 1600, Schätzpreis 22.000 € ($ 31.328). Foto mit freundlicher Genehmigung von Dr. Fischer Kunstauktionen.

Diese russische Ikone zeigt die Taufe Christi, gemalt um 1600, Schätzpreis 22.000 € ($ 31.328). Foto mit freundlicher Genehmigung von Dr. Fischer Kunstauktionen.

Eine frühe Daguerreotypie Porte Notre Dame von Auguste Rosalie Bisson, 1842, geschätzt auf 60.000 bis 80.000 Euro ($ 86.716 – 115.621) bei WestLicht. Foto mit freundlicher Genehmigung von WestLicht Auktion.

Eine frühe Daguerreotypie Porte Notre Dame von Auguste Rosalie Bisson, 1842, geschätzt auf 60.000 bis 80.000 Euro ($ 86.716 – 115.621) bei WestLicht. Foto mit freundlicher Genehmigung von WestLicht Auktion.

Markus Eisenbeis, Direktor und Auktionator von Van Ham Kunstauktionen, Köln und Vorstandsmitglied des Bundesverbands deutscher Kunstversteigerer Foto freundlichst überlassen von Van Ham Kunstauktionen | Edgar R. Schöpal.

Auktionsgespräche: BDK setzt stille Arbeit im Kampf gegen Kunstfälschungen fort

Markus Eisenbeis, Direktor und Auktionator von Van Ham Kunstauktionen, Köln und Vorstandsmitglied des Bundesverbands deutscher Kunstversteigerer Foto freundlichst überlassen von Van Ham Kunstauktionen | Edgar R. Schöpal.

Markus Eisenbeis, Direktor und Auktionator von Van Ham Kunstauktionen, Köln und Vorstandsmitglied des Bundesverbands deutscher Kunstversteigerer Foto freundlichst überlassen von Van Ham Kunstauktionen | Edgar R. Schöpal.

Gegen mindestens 4 Personen wird im mutmasslichem Kunstfälscherskandal in Deutschland ermittelt. Im bedauerlichen Fall wurden Kunstexperten und bedeutende Kunsthäuser düpiert. Der Schaden könnte sich auf mehrere Millionen Euros belaufen.

In Anbetracht dieser Umstände ist es nicht überraschend, dass der Bundesverband deutscher Kunstversteigerer (BDK) Kunstfälschungen bekämpft. “Die Datenbank der kritischen Werke wurde von mir vor ca. 5 Jahren für den Bundesverband der Deutschen Kunstversteigerer (BDK) initiiert” berichtete Markus Eisenbeis, Direktor und Auktionator von Van Ham Kunstauktionen Köln. Ursprünglich stellte er sich die Datenbank als einen Platz vor, in dem die Mitglieder des BDK Informationen über fragliche Kunstwerke eingeben und teilen konnten.

Die Datenbank war nicht als Verzeichnis vergessener Kunstwerke gedacht, sondern als Verzeichnis von Kunstwerken mit einer zweifelhaften Herkunft oder mit einer problematischen Vergangenheit. Die Informationen aus der Datenbank sollte nur den BDK Mitgliedern zur Verfügung stehen und von diesen erweitert werden.

“Da die Akzeptanz jedoch hinter meinen Erwartungen lag, liess ich mir als Vizepräsident des BDK im Dezember 2009 von den Mitgliedern das Budget für eine Projektstelle genehmigen. Diese ist auf diverse Experten, Künstlererben und –archive zugegangen, um deren erfasste Fälschungen in die Datenbank einpflegen zu lassen. Somit sind mittlerweile über 1.000 Werke eingepflegt und die Datenbank steht auf einem soliden Fundament, das jedoch stets weiter ausgebaut wird”.

Eisenbeis und der BDK zeigen sich auch weiter rechtlich und finanziell dafür verantwortlich, falls die Datenbank um andere deutsche Kunstorganisationen erweitert werden sollte. Nur wenn die Zusammenarbeit und die finanzielle Unterstützung der deutschen Kunstorganisationen an der richtigen Stelle gebündelt wird, wird die Datenbank mit anderen internationalen Kunstorganisationen verlinkt, sagte Eisenbeis vorausschauend. Das Teilen dieser Informationen mit anderen Kunstfachleuten könnte die Ausdehnung von Fälschungen auf der internationalen Kunstszene massiv aufhalten.

Im Falle des angeblichen deutschen Kunstfälscherskandals war die Vorgehensweise besonders hinterhältig. Niemand wird so unverfroren sein und in einer Galerie oder in einem Auktionshaus eine Kopie von Leonardo DaVinci’s Mona Lisa anbieten. Das wäre zu offensichtlich gewesen. Statt dessen wurden weniger bekannte Künstler des frühen 20. Jahrhunderts wie Johannes Molzahn, Heinrich Campendonk, Max Pechstein und andere gewählt. Die Gemälde galten als unbekannt, erschienen nicht im Verzeichnis der Künstler und waren nie fotografiert worden. Die Herkunft war überzeugend, aber erfunden.

“In Wirklichkeit ist es oft nur sehr schwer möglich, wenn man keine Informationen vom Einlieferer erhält. Oft sind es die Erben, die einliefern und die Stücke undokumentiert geerbt haben und auch selber kein Wissen um die Gegenstände haben”, sagte Eisenbeis.

“Dies gilt allgemein für das untere Preissegment, insbesondere für das Kunstgewerbe, da es sich hierbei oft nicht um Unikate handelt”, so Eisenbeis.

Eisenbeis empfiehlt, dass Leute, die authentische künstlerische Arbeiten suchen, nicht versuchen sollten ein Schnäppchen zu machen, sondern nur bei seriösen Auktionshäusern und Kunsthändlern kaufen sollten. Sie sollten, wenn möglich ein Zertifikat von einem international bekannten Kunstexperten erhalten.

Bei allen Künstlern, deren Arbeit teuer ist, besteht die Gefahr der Fälschungen. Insbesondere werden bei solchen Künstlern oft nicht die Ölgemälde, sondern Aquarelle und Zeichnungen gefälscht, da diese oft nicht vollständig dokumentiert sind. Gefahr besteht auch bei Künstlern, um die sich nicht ein kompetenter Nachlass bzw. ein Archiv kümmert.”

Als Auktionator tritt Eisenbeis sorgfältig heran, wenn ein Meisterwerk von Rubens oder Picasso einem deutschen Auktionshaus angeboten wird. Er ist genug realistisch, nicht zu glauben, dass es ein erstes auserlesenes Meisterwerk ist Er hält Misstrauen für angebracht, wenn teure Kunst preiswert angeboten wird und es keine Konkurrenz gibt. Gemälde, über 100 Jahre alt im perfekten Zustand, lassen bei ihm ebenso die Alarmglocken klingen wie seltene Arbeiten, die zu oft auftauchen.

“Wir haben z.B. im Frühjahr 2010 ein Gemälde des Expressionisten Arnold Topp aus dem Jahr 1918 versteigert. Im Herbst wurde uns wieder ein Gemälde aus diesem Jahr angeboten. Ein anderes Auktionshaus hatte auch im Frühjahr 2010 ein Werk aus dem Jahr 1918. Diesen Kollegen habe ich im Herbst kontaktiert und auch er hatte wieder ein Werk aus dem Jahr 1918. Beide Werke haben wir naturwissenschaftlich untersuchen lassen. Eines stellte sich dabei als Fälschung heraus (Gott sei Dank nicht von unserem Auktionshaus).”

Wissenschaftliche Methoden scheinen Fälschungen aufdecken zu können. Eines der Gemälde des angeblichen Kunstfälscherskandals enthält wohl eine Farbrezeptur, welche zum Zeitpunkt der Herstellung des Werkes nicht erhältlich war. Die moderne Farbe war der Ansatzpunkt, der zu weiteren Ermittlungen führte. Und während der volle Umfang des Schadens noch nicht bekannt ist, können sogar Museensammlungen betroffen sein. Unterdessen setzen Eisenbeis und die BDK ihr Projekt fort, um den Kauf von echten Kunstwerken sicherer zu gestalten. Eisenbeis erwartet, die Gespräche mit anderen deutschen Kunstorganisationen dieses Jahr wieder aufzunehmen, um die BDK- Datenbank der fraglichen Arbeiten zu erweitern.

 

Ergebnisse

Die Hoffmeister-Sammlung Meissner Porzellans, welche bei Bonham (London) angeboten war, erzielte einen Auktionserlös von 3.553.000 Euros. Der Verkauf brachte viele Stücke in den Besitz der ursprünglichen Familien, die diese einstmals besassen. Prinzessin Gloria von Thurn und Taxis holte einen Meissner Unterteller mit einem Wappen für einen Zuschlag von 6.390 EUR zurück, der für Thurn und Taxis hergestellt worden war. Nur zwei andere notierte Stücke dieses Wappengedeckes existieren noch.

Ein anderes erstaunliches Auktionsresultat im Dezember 2010 war der Hammerpreis für das „Kinderköpfchen“ von Ernst Ludwig Kirchner bei Ketterer Kunst, München.

Diese Übergangsarbeit des Expressionisten aus dem Jahre 1906 erzielte nach seiner Schätzung von 400.000 EUR dann 1.740.000 EUR.

Doebele Galerie & Kunstauktionen sind in ihre neue Zweigniederlassung in der Gartenstraβe 3c, Berlin gezogen. Der Raum ist in der Nähe ihrer existierenden Galerie, die gegenwärtig Max Ackermann – Finale Pastelle zeigt.

 

Künftige Auktionen

Februar

15. Februar: Quittenbaum Kunstauktionen, München. „La Dolce Vita“ Design und Murano Glas; Sammlung Dolf Selbach – Jugendstilglas www.Quittenbaum.de

15. und 16. Februar: Gerhard Hirsch Nachfolger, München. 1.400 antike Kunstobjekte aus Glas, Stein, Ton und Metall; 17. und 19. Februar: Münzen und Medaillen. www.Coinhirsch.de

 

März

3. und 4. März: Yves Siebers Auktionen GmbH, Stuttgart. Kunst, Antiquitäten und Spielzeug, einschliesslich der Sammlung Großherzogliche Majolika-Manufaktur wie M. Heinze, W. Süss und A. Müller www.Siebers-Auktionen.de

5. März: Schmidt Kunstauktionen, Dresden. Gemälde des 17.-19. Jh., Porzellan, Antiquitäten und Kunsthandwerk www.Schmidt-Auktionen.de

12. März:Anticomondo GmbH, Köln. Spielzeugauktionen. www.Anticomondo.de

12. März: Leipziger Münzhandlung und Auktion Heidrun Höhn. Münzen und Medaillen.

www.Numismatik-Online.de

14. bis 17. März Sotheby’s, Amsterdam; Auktion Rai Theatre, Amsterdam. Wohltätigkeitsversteigerung vom Eigentum der Königin Juliana der Niederlande. www.Sothebys.com

26. März: Auction Team Breker, Köln. Photographica und Film. www.Breker.com

 

 


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Lot 74 Bonham’s London. Verkauf der Hoffmeister Sammlung Meissner Porzellan, welches von der Prinzessin Gloria von Thurn und Taxis erworben wurde, um es zurück in den Familienbesitz zu bringen, für diese es ursprünglich hergestellt wurde Foto freundlichst überlassen von Bonham’s London.

Lot 74 Bonham’s London. Verkauf der Hoffmeister Sammlung Meissner Porzellan, welches von der Prinzessin Gloria von Thurn und Taxis erworben wurde, um es zurück in den Familienbesitz zu bringen, für diese es ursprünglich hergestellt wurde Foto freundlichst überlassen von Bonham’s London.

Die bedeutende impressionistische Arbeit ‚Kinderköpfchen’ von Ernst Ludwig Kirchner wurde für 1.740.000 Euros von Ketterer Kunst in München verkauft. Foto freundlichst überlassen von Ketterer Kunst.

Die bedeutende impressionistische Arbeit ‚Kinderköpfchen’ von Ernst Ludwig Kirchner wurde für 1.740.000 Euros von Ketterer Kunst in München verkauft. Foto freundlichst überlassen von Ketterer Kunst.

Robert H. Sterl ‚Bauernjunge vor Strohballen,’ Öl auf Leinwand, 1892. Foto freundlichst überlassen von Schmidt Kunstauktionen.

Robert H. Sterl ‚Bauernjunge vor Strohballen,’ Öl auf Leinwand, 1892. Foto freundlichst überlassen von Schmidt Kunstauktionen.

Peter Coeln, WestLicht-Gründer mit dem ‘Daguerreotype Giroux’ von 1839. Die erste kommerzielle verkaufte Kamera erzielte 732.000,00 Euro im Mai 2010 bei Westlicht. Foto höflichst von WestLicht überlassen.

Auktionsgespräche: WestLicht aus Wien im Brennpunkt

Peter Coeln, WestLicht-Gründer mit dem ‘Daguerreotype Giroux’ von 1839. Die erste kommerzielle verkaufte Kamera erzielte 732.000,00 Euro im Mai 2010 bei Westlicht. Foto höflichst von WestLicht überlassen.

Peter Coeln, WestLicht-Gründer mit dem ‘Daguerreotype Giroux’ von 1839. Die erste kommerzielle verkaufte Kamera erzielte 732.000,00 Euro im Mai 2010 bei Westlicht. Foto höflichst von WestLicht überlassen.

Westlicht will eine Symbiose zwischen Apparatur und Fotografie herstellen. Technophile und Seh-Sinnige sollen an gleichem Ort verbindend mit Information und kreativer Leistung befriedigt werden. WestLicht in Wien ist eine Fotogalerie, ein Auktionshaus, eine Fotobibliothek und ein Kameramuseum. WestLicht ist ein Ort, um die Geheimnisse der fotographischen Technik zu erlernen. WestLicht hat sogar ein angeschlossenes Kamerageschäft und ist ein Traum für Fotoenthusiasten.

Das ganze Geschäft ist wie wahnsinnig in den letzten Jahren gewachsen“, sagte

Martin Reinhart. Er nennt sich bescheiden „eine Art Filmhersteller“ und lehnt es ab

dies zu erklären, weil seine Arbeit bei WestLicht so vielfältig ist.

„Zuerst kam der Leica Shop, welcher von Peter Coeln vor etwa 18 Jahren gegründet wurde“, erklärt Reinhart. „Dieses ist nicht mit der Firma Leica verbunden, aber er (Coeln) hat ein gutes Verhältnis zur Firma und ist der Einzige auf der Welt, der den Leica Namen auf diese Art verwenden darf.“

Der Verkauf umfasst neue und gebrauchte Leicas und Kameras von jedem bedeutenden Kamerahersteller, erweitert mit fotografischer Ausrüstung und herrlichen Sammlungen wie Spy-, Stereolithographie- und Panoramakameras, wunderbarer Beleuchtung sogar Kameraliteratur und Kamerawerbung.

Coeln beabsichtigte eine Symbiose zwischen dem Technischen und dem Künstlerischen, dem Informierenden und dem Kreativen als er WestLicht als Fotographiegalerie 2001

begann.

„Die Auktionen, die vor etwa acht Jahren begonnen wurden, waren fast ein sofortiger Erfolg“, sagte Reinhart. Der Anfang war steinig. Zwanzig Minuten vor dem Beginn der ersten Auktion hatte der Auktionator einen Herzinfarkt und musste ins Krankenhaus.

„Normalerweise fragen die Menschen “ist ein Arzt im Hause?” Wir mussten hinaus gehen und das Publikum fragen, “ist ein Auktionator im Hause”, erinnerte Reinhart.

Glücklicherweise war James E Cornwall, der vor kurzem sein eigenes Fotographie-Auktionshaus in Köln geschlossen hatte, im Publikum und erbot sich zu übernehmen.

“Er blieb 4 – 5 Jahre und war für die Kunden von Cornwall ein wirklich guter Übergang“, bemerkte Reinhart.

WestLicht leitet Kamera- und Fotographieauktionen. Seit dem ersten Foto im Jahre 1826 hat sich der fotografische Vorgang ständig neu erfunden: Daguerreotypie, Glasplattennegative, grossformatige Filmfotografie, 35mm Filme, Polaroid, Pocket-Kameras, Disc-Kameras, Digitalkameras.

WestLichts Kunden sind sehr unterschiedlich. Der Kameramarkt ist eine geschlossene Gesellschaft von Enthusiasten.

“Sie besprechen sich untereinander”, sagte Reinhart. “Ich kenne Leute, die alles haben müssen. Sie besitzen Museen in ihren Kellern und etikettieren alles. Andere interessieren sich für antike Kameras und Linsen, weil diese ein ganz spezielles Bild ermöglichen.”

“Das Gebiet der Fotografie ist für Sammler besonders interessant”, bemerkte Reinhart. Kunden der WestLicht Foto-Auktion können ein besonderes Genre wie etwa Züge oder Landschaften suchen oder einen Lieblingsfotografen oder spezielle fotografische Vorgänge oder klassische Fotografien als Investition.

“Die fotografische Kunst von morgen wird heute entwickelt”. Reinhart äussert sich enthusiastisch über die kleine Gruppe der 20jährigen, die sich sehr für den Gebrauch von analogen Kameras und für Dunkelkammern interessiert, um ihre eigene Kunst zu kreieren. Es gibt ein wiederauflebendes Interesse an der Polaroidmethode.

„Analoge Photografie existiert noch immer und Menschen pflegen sie”, sagte Reinhart. “Es gibt ein Zurück zur Handwerkskunst in der Fotografie – eine Menge guter Arbeit wurde geleistet”.

WestLicht wird separate Kamera- und Fotografieauktionen am Samstag, den 4. Dezember 2010 veranstalten. Highlight der Kameraauktion ist eine schwarz lackierte Leica MP2 mit einem Wetzlarmotor, eine von nur sechs Exemplaren aus den späten 50er Jahren mit einem Schätzpreis von 150.000,– bis 180.000,– EUR.

Es wird auch eine sehr seltene Lancaster (1890) Miniaturkamera in Form einer Taschenuhr angeboten. Objektiv und Verschluss sind auf einem 6 gliedrigem Teleskop-Auszug montiert, der sich beim Öffnen des Uhrengehäuses mittels einer Feder selbst entfaltet. Bei dieser Miniaturkamera werden 50.000,– bis 60.000 EUR erwartet.

Internationale Highlights der kommenden WestLicht Photographica Auktion werden Arbeiten von Hans Watzek, Elliott Erwitt, Nobuyoshi Araki und von vielen anderen sein. Um die Onlineauktion zu sehen, besuchen sie www.westlicht.at und für Kameras besuchen bitte www.leicashop.com

 

Kunst- & Auktionshaus Herr, Köln, tritt LiveAuctioneers bei

Live Auctioneers heisst das Kunst- & Auktionshaus Herr als neues Mitglied willkommen. Das Auktionshaus Herr besteht seit 1982 in Köln und hat sich auf die Bereiche Jugendstil, Art Déco, Bauhaus und Design des 20. Jahrhunderts spezialisiert. Die nächste Auktion findet am 11. November 2010 statt. Im 1. Teil der Auktion kommen mit der Angewandten Kunst kunsthandwerkliche Objekte aus den Bereichen Silber, Metalle, Schmuck, Porzellan, Keramik, Glas, Skulpturen, Gemälde und Grafiken zum Aufruf. Ein besonderer heighlight ist eine private Sammlung von 175 Jugendstilobjekten mit 154 Jugendstil-Glasobjekten.

Der 2. Teil der Auktion, welche am 20. November 2010 stattfindet, konzentriert sich auf Möbel, Leuchten und außergewöhnliches Design des 20. Jahrhunderts. Für weiterführende Informationen besuchen Sie bitte: www.Herr-Auktionen.de

Kommende Auktionen

November 2010

5.11. Auktionhaus Eppli, Stuttgart: Benefizauktion zugunsten d. Fördervereins Wildpark Pforzheim e.V. mit Edelschmuck und Waren aller Art. www.Eppli.com

5.11. Galerie Widmer Auktionen, St. Gallen: Ausgewählte Werke; 19.11. Sonderauktion Carl Walter Liner. www.GalerieWidmer.ch

10.-13. 11. Dobiaschofsky Auktionen, Bern: Gemälde (15.-21. Jh.), Grafiken und Plakate, Möbel, Antiquitäten und Schmuck. www.Dobiaschofsky.com

11.11. Dr. Fischer Kunstauktionen, Heilbronn: Ikonen, Russische Kunst & Fabergé. www.Auctions-Fischer.de

11.11. Von Zezschwitz Kunst und Design, München: Moderne und Zeitgenössische Kunst. www.Von-Zezschwitz.de

14.11. Sotheby’s, Genf: Wichtige Uhren; 16.11. Prächtige Juwelen & ein ausgezeichneter rosa Diamant. www.Sothebys.com

17.- 20.11. David Feldman Philatelists, Genf: thematisierte Auktionen einschließlich Weltraritäten & Sammlungen; Olympics & Tennis; Frankreich, Großbritannien und die Kolonien; Schweiz and Mexico. www.DavidFeldman.com

19.11. Doebele Kunstauktionen, Berlin: Kunst des 20. und 21. Jh. www.fine-art-doebele.de

20. 11. Auction Team Breker, Köln: Wissenschaft & Technik; Büro Antik; Spielzeug & Puppen, Automaten. www.Breker.com

22. 11. Ketterer Kunst, Hamburg: Maritime und Norddeutsche Kunst; Wertvolle Bücher, Manuskripte, Autographen, Dekorative Graphik. www.KettererKunst.de

Dezember 2010

2.-4. 12. Auktionshaus Kaupp, Sulzburg: Kunsthandwerk; Juwelen & Uhren; Gemälde, Antiquitäten & Mobiliar; Moderne & Zeitgenössische Kunst. www.Kaupp.de

3.-4. 12. Leipziger Münzhandlung und Auktion Heidrun Höhn, Leipzig. www.Muenzen-Leipzig.de

4. 12. Ketterer Kunst, München: Moderne Kunst; Nach 1945/Zeitgenössische Kunst. www.KettererKunst.de

4. 12. Schmidt Kunstauktionen, Dresden: Bildende Kunst des 17.-21. Jh. www.Schmidt-Auktionen.de

6.12. Sotheby’s, Zurich: Schweizer Kunst. www.sothebys.com

7.12. Quittenbaum Kunstauktionen, München: Studio Glas; Höhepunkte der Design-Geschichte VII – Tischkultur. www.Quittenbaum.de

9.12. Von Zezschwitz Kunst und Design, München: Italienisches Design. www.von-zezschwitz.de

 


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Der österreichische Maler Egon Schiele fotografiert von Anton Josef Trčka 1914. Negativ signierter Vintage-Print mit einem Schätzpreis von 50.000,-- bis 60.000 EUR. Foto höflichst von WestLicht überlassen.

Der österreichische Maler Egon Schiele fotografiert von Anton Josef Trčka 1914. Negativ signierter Vintage-Print mit einem Schätzpreis von 50.000,– bis 60.000 EUR. Foto höflichst von WestLicht überlassen.

Die "gelbe Treskilling", wurde kürzlich vom Aktionshaus David Feldmann für einen Preis in unbekannter Höhe an eine Gruppe privater Investoren verkauft. Im Gegensatz zu einem Grundstück, kann diese Investition in einer Jackentasche transportiert werden. Foto mit freundlicher Genehmigung vom Auktionshaus David Feldmann.

Auktionsgespräche: Materielle sachwerte – antiquitäten zum vergnügen und als Investitionsobjekte

Die "gelbe Treskilling", wurde kürzlich vom Aktionshaus David Feldmann für einen Preis in unbekannter Höhe an eine Gruppe privater Investoren verkauft. Im Gegensatz zu einem Grundstück, kann diese Investition in einer Jackentasche transportiert werden. Foto mit freundlicher Genehmigung vom Auktionshaus David Feldmann.

Die "gelbe Treskilling", wurde kürzlich vom Aktionshaus David Feldmann für einen Preis in unbekannter Höhe an eine Gruppe privater Investoren verkauft. Im Gegensatz zu einem Grundstück, kann diese Investition in einer Jackentasche transportiert werden. Foto mit freundlicher Genehmigung vom Auktionshaus David Feldmann.

Frühling und Sommer 2010 waren eine spannende Zeit für Investoren. Griechenlands Bankrott versetzte den Euro in eine Talfahrt. Der Goldpreis stieg immer weiter, was den schon schwachen dollar widerspiegelte. Die Aktienmärkte rund um die Welt gerieten ins Taumeln. Das Halten von Papiergeld erscheint immer gefährlicher.

Ein internationales Konsortium privater Investoren ersteigerte die „ gelbe Treskilling“. Von dieser schwedischen Briefmarke existiert nur ein Exemplar. Sie gilt als die teuerste Briefmarke der Welt und wurde im Rahmen einer geschlossenen Auktion bei David Feldmann in Genf versteigert. Während der Versteigerungserlös vom Mai diesen Jahres nicht bekanntgegeben wurde, lag der letzte bekannte Erlös für die „gelbe Treskilling“ aus dem Jahr 1996 bei 2.875 millionen Schweizer Franken.

David Feldmann bemerkte, dass das Konsortium offenbar die Auffassung vertrat, die „gelbe Treskilling“ wäre eine solide Investition in diesen turbulenten Zeiten.

Materielle Vermögensgegenstände wie Kunstwerke und Antiquitäten stellen einen Hoffnungsschimmer in unberechenbaren wirtschaftlichen Zeiten dar. Käufer suchen unnachgiebig nach antiken gold- und silbermünzen. Besonders gefragt sind auch alte Fotos aus der Zeit des frühen 20. Jahrhunderts.

Markus Eisenbeis, persönlich haftender Gesellschafter der Van Ham Kunstauktionen in Köln, beobachtet diesen Trend bereits seit Herbst 2009. Er bemerkt, dass Malerei bis 1970 von besonderem Interesse für eine Käufergruppe ist.

„Langfristig sind diese sicherlich wertstabil,“ sagt Eisenbeis, „Ob sie in jeder wirtschaftlich schwierigen Zeit ohne Verlust zu verkaufen sind ist natürlich fraglich.“

Wie bei allen Investitionen wird sich diese erst dann bezahlt machen, wenn der Markt für lohnende Verkäufe offen ist. Allgemein ist in einer angespannten wirtschaftlichen Situation ein ordentlicher Profit kaum möglich? Aber das Halten von Papiergeld ist wegen des Wertverlustes gefährlich. Der Auktionsmarkt der letzten Jahre erlebte eine Verringerung des Verkaufsvolumens, gleichzeitig wurden für einzelne Objekte Rekordpreise erzielt. Allerdings tendieren klassische Arbeiten von Künstlern, wie man sie in Museumskollektionen findet, dazu, zumindest ihren ursprünglichen Wert beizubehalten. Wer seine Investition für zehn oder zwanzig Jahre nicht veräußern muss, hat die Chance, dann einen wiederum bemerkenswerten Profit aus dem Verkauf zu erzielen.

“Das es den Investoren um die Sicherheit ihrer Anlage geht, suchen Sie nach sicheren Werten,” sagt Dr. Takuro Ito von Lempertz, Köln. „d.h., qualittätvolle Kustwerke, Kunstwerke mit gutter Provenienz, Werke alter und moderner Meister, im Bereich der zeitgenössichen Kunst Werke klassischer bzw. etablierter zeitgenössicher Künstler.“

Robert Ketterer, Auktionator und Eigentümer von Ketterer Kunst München, stimmt dem zu. Er sagt, dass Werke von Dürer, Rembrandt oder auch E.T. Comton oft nachgefragt werden. Von der Klassischen Moderne sind Erich Heckel, Ernst Ludwig Kirchner, Gabriele Münter sowie Emil Nolde beliebt bei Ketterer. Dasselbe gilt für die sog. spontane zeitgenössische Kunst, die nach 1945 erscheint. Sogar Werke lebender Künstler wie Georg Baselitz, Gerhard Richter oder Günther Uecker sind gesuchte Investitionsobjekte.

Ketterer stellt ferner dar, dass Kunden auch die sog. „ZERO-Kunst“ wiederentdecken, eine Bewegung welche in den späten 1950ern begann und auf reduzierte monochrome Farbe und elementare, experimentelle Gestaltungsprinzipien baut.

„Dass das Interesse an Kunst als Investitionsobjekt gestiegen ist und noch immer steigt ist richtig,“ sagt Robert Ketterer von Ketterer Kunst, München. „Sicherlich spielen auch die oben angeführten Gründe mit in den Motivationsmix der Käufer hinein. Dennoch sollte man nicht vergesssen, dass Kunst auch ein Produkt ist, das die emotionale Ebene beim Betrachter anspricht.“

Mit anderen Worten: Investiere klug, aber liebe auch was Du kaufst. Das Leben mit der Kunst und den Antiquitäten, die Du gern hast, ist mehr als ein Zusatznutzen bei der Anschaffung von Anlageobjekten. Es ist Teil der Persönlichkeitsentfaltung.

 

Das Stöbern im Freien

Der ganzjährige, einmal monatlich stattfindende Antik- und Gebrauchtwarenmarkt auf dem Gelände der ehemaligen agra Landwirtschaftsausstellung in Leipzig/Markkleberg ist am 28. und 29. August wieder geöffnet. Ein großer Teil des Geländes ist dann von Antiquitäten- und Trödelhändlern, welche sogar aus den Niederlanden und Österreich anreisen, mit einer schier unübersehbaren Warenvielfalt belegt. Zu entdecken waren anlässlich eines kürzlichen Besuches u.a. rot und blau bestickte „Weißwäsche“, handgemalte Judendstilfliesen sowie mehr handbetriebene Kaffeemühlen, als die Autorin dieses Artikels jemals zuvor auf einem Platz gesehen hat. Sogar ein seltenes und schweres Rollenklavier wurde angeboten. Ein Rollenklavier spielte früher mit Hilfe einer Notenrolle, während der Pianist der feinen Cafés ein Pause einlegte. In der agra Halle gibt es darüber hinaus edle Möbel, Schmuck, Kunst und noch viel mehr zu entdecken. www.abuha.de

Der große Trödelmarkt auf der Straße des 17. Juni in Berlin (an der Siegessäule) ist an jedem Samstag und Sonntag von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Man findet fast alles wie reizende alte Gemälde, funkelndes Kristall, altes Porzellan, riesige Pappkisten voll mit Teilen für klassische Autos zum Durchstöbern. Sicher ist auch hier für jeden etwas dabei.

Neue Mitglieder

Live Auctioneers heißt das Auktionshaus Gut Bernstorf, Kranzberg, Deutschland, als neues Mitglied willkommen. Der Eigentümer, Herr Michael Lehrberger, verfügt mit seinem Unternehmen über eine mehr als 20jährige Erfahrung mit der Versteigerung von Porzellan, Ölgemälden, Graphiken, Varia, Orientteppiche, Skulpturen, Asiatika, Möbel aller Epochen, altem und modernem Schmuck, Silber, Glas und Kristall. Für mehr Informationen besuchen Sie bitte www.Gutbernstorf.de oder wenden Sie sich per email an auktion@gutbernstorf.de

Das neue Mitglied www.lauritz.com ist eine Online Fundgrube für Liebhaber von Design aus dem 20. Jahrhundert. Vergessen Sie daher nicht, einen kurzen Blick auf die Muschelstühle von Charles Eames und auf die mehrfach schattierten Lampen von Poul Henningsen zu werfen und nutzen Sie die „Last Chance“ Möglichkeit der website, um alle Auktionen zu sehen, die in den nächsten 24 Stunden enden.

Heidi LuxEine aus den USA stammende, freischaffend tätige Journalistin – Heidi Lux ist in der Nähe von Rochester, NY, aufgewachsen – und hat das Studium am Nazareth College in Rochester erfolgreich abgeschlossen. Ihr derzeitiger Wohnsitz befindet sich in Sachsen, Deutschland, wo Sie als Englisch Redakteur und Privatlehrer für Englisch arbeitet. Ihre journalistischen Arbeiten wurden sowohl in den englisch sprachigen Magazinen “Transitions Abroad” und “German Life” veröffentlicht, sowie auch in mehreren US-amerikanischen Publikationen des Antiquitätenhandels.

Grünersee-Tal in der Hohen Tatra, 72,2x36,4 cm Wasserfarbe, 1900 gemalt von  Edward Theodore Compton erzielte 4.636 Euro bei Ketterer Kunst's Old and New Masters Auction im April. Foto mit freundlicher Genehmigung von Ketterer Kunst.

Grünersee-Tal in der Hohen Tatra, 72,2×36,4 cm Wasserfarbe, 1900 gemalt von Edward Theodore Compton erzielte 4.636 Euro bei Ketterer Kunst’s Old and New Masters Auction im April. Foto mit freundlicher Genehmigung von Ketterer Kunst.


Robert Ketterer bezeichnet Ebers sensitives Ölgemälde "Tänzerin" von 1923, als Beispiel einer guten Investition, welches der frühere Besitzer nicht aufgrund eines großen Namens, sondern angesichts der künstlerischen Qualität gekauft hatte. Als diese Arbeit bei Ketterer Kunst im Juni 2010 anlässlich von Modern Art Sale zur Versteigerung kam, wurde der Eröffnungspreis von 22.500 Euro auf den Verkaufspreis in Höhe 101.260 Euro gesteigert. Foto mit freundlicher Genehmigung von Ketterer Kunst.

Robert Ketterer bezeichnet Ebers sensitives Ölgemälde "Tänzerin" von 1923, als Beispiel einer guten Investition, welches der frühere Besitzer nicht aufgrund eines großen Namens, sondern angesichts der künstlerischen Qualität gekauft hatte. Als diese Arbeit bei Ketterer Kunst im Juni 2010 anlässlich von Modern Art Sale zur Versteigerung kam, wurde der Eröffnungspreis von 22.500 Euro auf den Verkaufspreis in Höhe 101.260 Euro gesteigert. Foto mit freundlicher Genehmigung von Ketterer Kunst.


Robert Ketterer bezeichnet Ebers sensitives Ölgemälde "Tänzerin" von 1923, als Beispiel einer guten Investition, welches der frühere Besitzer nicht aufgrund eines großen Namens, sondern angesichts der künstlerischen Qualität gekauft hatte. Als diese Arbeit bei Ketterer Kunst im Juni 2010 anlässlich von Modern Art Sale zur Versteigerung kam, wurde der Eröffnungspreis von 22.500 Euro auf den Verkaufspreis in Höhe 101.260 Euro gesteigert. Foto mit freundlicher Genehmigung von Ketterer Kunst.

Robert Ketterer bezeichnet Ebers sensitives Ölgemälde "Tänzerin" von 1923, als Beispiel einer guten Investition, welches der frühere Besitzer nicht aufgrund eines großen Namens, sondern angesichts der künstlerischen Qualität gekauft hatte. Als diese Arbeit bei Ketterer Kunst im Juni 2010 anlässlich von Modern Art Sale zur Versteigerung kam, wurde der Eröffnungspreis von 22.500 Euro auf den Verkaufspreis in Höhe 101.260 Euro gesteigert. Foto mit freundlicher Genehmigung von Ketterer Kunst.


Eine große Menschenmenge genießt die Jagd nach Schätzen auf dem Gelände der ehemaligen agra Landwirtschaftsausstellung in Markkleeberg bei Leipzig. Foto von Heidi Lux.<

Eine große Menschenmenge genießt die Jagd nach Schätzen auf dem Gelände der ehemaligen agra Landwirtschaftsausstellung in Markkleeberg bei Leipzig. Foto von Heidi Lux.<

Los 218 ist der berühmte Thom Sarorstát Überdruck 1d in einem Block mit dem Fehler "Missing Accent and AT", niemals angekommen, beginnend bei 9000 Euro. (Photo - Rodgau Philatelie).

Auktionsgespräche: Rodgau Philatelie ist spezialisiert auf Hilfe für Deutsche Kunden mit irischen Briefmarken

Los 218 ist der berühmte Thom Sarorstát Überdruck 1d in einem Block mit dem Fehler "Missing Accent and AT", niemals angekommen, beginnend bei 9000 Euro. (Photo - Rodgau Philatelie).

Los 218 ist der berühmte Thom Sarorstát Überdruck 1d in einem Block mit dem Fehler "Missing Accent and AT", niemals angekommen, beginnend bei 9000 Euro. (Photo – Rodgau Philatelie).

Ein irisches Briefmarken Auktionshause ? In Deutschland ?

“Ja,” sagt Roy Hamilton-Bowen von Rodgau Philatelie, Eisenbahnstr. 8 in Rodgau, Deutschland. “Irische Briefmarken in deutscher Qualität” is sein Geschäftsmotto. Das Logo seiner Webseite www.hibernian-news.eu ist eine grüne Briefmarke geschmückt mit einer Harfe, einem irischen Symbol, welches aus dem 13 Jh. stammt.

Hamilton-Bowen ist geborener New Yorker, der international in London und Paris aufwuchs. Er begann bereits als Jugendlicher Briefmarken zu sammeln, irische Briefmarken begannen ihn zu faszinieren, nachdem er eine Zeit auf der smaragdgrünen Insel verbracht hatte.

In den späten 70igern des letzten Jahrhunderts begann er im Briefmarken Geschäft zu arbeiten. Auf seinem Weg schnappte er etwas Deutsch auf, endete aber schließlich in einem Vollzeit-Job des Unternehmens in Dublin.

Als im Jahr 1985 die Mehrwertsteuer von 10 auf 25 Prozent stieg, überspannte die Firma einen Kredit gegenüber einem deutschen Kunden und musste in Liquidation gehen. Hamilton-Bowen entschied sich, die Gelegenheit beim Schopfe zu packen und startete sein eigenes irisches Briefmarken Geschäft in Rodgau, Deutschland. Seine Autionen finden online aber auch per Katalog statt, er allerdings hat das Sammeln seit längerer Zeit aufgegeben.

“Ein wichtiger Kunde könnte kommen und ich würde Stücke aus meiner eigenen Sammlung nutzen, um seine Bedürfnisse zu befriedigen”, begründet er seinen Entscheidung.

Rodgau Philatelie Auktion, welches am 22. Mai geschlossen wird, hat 715 Lose irischer Briefmarken und sonstiger Postsendungen anzubieten mit einem Vorverkaufswert von insgesamt ca. 250.000 Euro..

Von besonderem Interesse sind Los 333, eine 1939 wieder-gravierte 10/ mit Überdruckdopplung in ausgezeichnetem Neuzustand mit einem Startpreis von 6000 Euro; Los 124, eine registrierter Schutzumschlag mit vermischter Überdruckfrankierung inklusive dem Dollard 1/2d mit invertiertem Überdruck, beginnend bei 3000 Euro und Los 105, das erste Exemplar der seltenen “SLIGO” Vorläufer, welches seit vielen Jahren wieder auf dem Markt ist, beginnend bei 2500 Euro.

“Ich finde die provisorischen Überdrucke aus den Jahren 1922-23 am interessantesten”, erklärt Hamilton-Bowen.

Die Jahre seiner Interessen und jüngsten Expertisen bezüglich dieser Briefmarken brachten ihm Spitzenanerkennung in der Welt der Briefmarkensammler. Sein Artikel über die provisorischen Überdrucke wurden in der Märzausgabe des London Philatelist veröffentlicht.

“Das war die höchste Auszeichnung, die ich erwarten konnte.”, bemerkt Hamilton-Bowen stolz.

Roy Hamilton-Bowen, Besitzer von Rodgau Philatelie, Rodgau, Deutschland. (Photo – Rodgau Philatelie).

Roy Hamilton-Bowen, Besitzer von Rodgau Philatelie, Rodgau, Deutschland. (Photo – Rodgau Philatelie).

Rodgau Philatelie kann kontaktiert werden unter +49 6106 3023.

Wilkommen:

LiveAuctioneers Mitglied, Düsseldorf Auktionshaus von www.Lauritz.com.

Leipziger Buchmesse zieht 156.00 Besucher an

Ein Schatz im Regal: Melzers Antiquarium, Lüdenscheid, brachte nicht nur schön gedruckte Bücher zur Leipziger Antiquariatsmesse, sondern auch ein Knopf-Muster-Buch von ca. 1890, Preis bei 2.400 Euro. (Photo von Heidi Lux).

Ein Schatz im Regal: Melzers Antiquarium, Lüdenscheid, brachte nicht nur schön gedruckte Bücher zur Leipziger Antiquariatsmesse, sondern auch ein Knopf-Muster-Buch von ca. 1890, Preis bei 2.400 Euro. (Photo von Heidi Lux).

Eine Rekordbesucherzahl genoss die Leipziger Buchmesse 2010. Das kennzeichnete auch das 16. Jahr für die Antiquariatsmesse in Halle 3 mit 69 Händlern aus Deutschland, Österreich, den Niederlanden, Ungarn, der Tschechischen Republick, Schweden und Finnland.

“Es ist eine wunderbare Messe,” notierte Michael Melzers Antiquarium in Lüdenscheid.

“Sogar Nicht-Sammler kommen hier her, um zu fragen und zu kaufen.”

Durch das Leipziger Buchkunst Museum und das Gutenberg-Museum, Mainz, durchgeführte Demonstrationen uralter Drucktechniken vervollständigten die antiquariatische Erfahrung in Halle 3.

Die nächste Leipziger Buchmesse ist für den 17. – 20. März 2011 angesetzt. Wenn Sie an weiteren Details dazu interessiert sind, besuchen Sie ww.abooks.de.

Frühlings Auktionen:

Galerie Bassenge, Berlin (Grunewald):

Frühlings Auktionen: Kunst inklusiv Drucke, Gemälde, Zeichnungen und Moderne Kunst, 3. – 5. Juni; Druckgraphik des 15. – 18. Jahrhunderts und Buntpapiere 3. Juni; Druckgraphik des 19. Jahrhunderts und Verschiedenes 3. Juni; Gemälde Alter und Neuer Meister, 4. Juni; Zeichnungen des 15. – 19. Jahrhunderts, 4. Juni; Moderne Kunst Teil II, 5. Juni. www.bassenge.com

Villa Grisebach, Zürich:

Frühjahrsauktionen – Klassische und Zeitgenössische Fotografie, 3. Juni; Ausgewählte Werke, 4. Juni; Zeigenössische Kunst, 4. Juni; Kunst des 19., 20. und 21. Jahrhunderts, 5. Juni. Zweite Etage – Schätzwerte bis 3000 Euro, 5. Juni. www.villa-grisebach.de

Galerie Widmer Auktionen AG, St. Gallen, der Schweiz:„Ausgewählte Werke“ 2011 – 4. Juni. www.galeriewidmer.com

Widmer A. Dietrich

Widmer A. Dietrich

Los Nr. 60 – Adolf Dietrich (1877 – 1977), Grünspecht auf Föhrenast, 1955. Öl auf Karton. Schätzpreis: CHF 80,000- 55,000. (Foto mit freundlicher Genehmigung von Galerie Widmer).

Schmidt Kunstauktionen, Dresden:

24. Kunstauktion – Bildende Kunst des 17.-21. Jahrhunderts, 12. Juni. www.schmidt-auktionen.de

Sotheby’s Zürich:

Schweizer Kunst, von 19. Jahrehunderts, 14. Juni. www.sothebys.com

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Heidi LuxEine aus den USA stammende, freischaffend tätige Journalistin – Heidi Lux ist in der Nähe von Rochester, NY, aufgewachsen – und hat das Studium am Nazareth College in Rochester erfolgreich abgeschlossen. Ihr derzeitiger Wohnsitz befindet sich in Sachsen, Deutschland, wo Sie als Englisch Redakteur und Privatlehrer für Englisch arbeitet. Ihre journalistischen Arbeiten wurden sowohl in den englisch sprachigen Magazinen “Transitions Abroad” und “German Life” veröffentlicht, sowie auch in mehreren US-amerikanischen Publikationen des Antiquitätenhandels.

Prinz Hans-Adam II von und zu Liechtenstein mit einer seiner beliebtesten Anschaffung für die Familiensammlung: Der 18. Jh. Badminton Schrank mit zarten Pietra Dura Halbedelstein und goldbronzenen Skulpturen. (Foto mit freundlicher Erlaubnis des Liechtenstein Museum)

Auktionsgespräche: Sammeln als eine fürstlich Kunst

Prinz Hans-Adam II von und zu Liechtenstein mit einer seiner beliebtesten Anschaffung für die Familiensammlung: Der 18. Jh. Badminton Schrank mit zarten Pietra Dura Halbedelstein und goldbronzenen Skulpturen. (Foto mit freundlicher Erlaubnis des Liechtenstein Museum)

Prinz Hans-Adam II von und zu Liechtenstein mit einer seiner beliebtesten Anschaffung für die Familiensammlung: Der 18. Jh. Badminton Schrank mit zarten Pietra Dura Halbedelstein und goldbronzenen Skulpturen. (Foto mit freundlicher Erlaubnis des Liechtenstein Museum)

Für Prinz Hans-Adam II von und zu Liechtenstein ist das Sammeln nicht nur ein Hobby. Es ist eine Familienverantwortung, die ihm das erste Mal als junger Erwachsener in den 1970igern widerfuhr, als er die schwierige Entscheidung traf, das Portrait von Frans Hals von Willem van Heythuysen zu verkaufen.

“Dieser Verkauf verursachte zu jener Zeit eine Art Aufruhr in Liechtenstein, aber er versetzte mich auch in die Lage -direkt nach Abschluss meines Studiums im Alter von 24 Jahren- den fürstlichen Besitz und Vermögen zu reorganisieren und wiederaufzubauen.”, erinnert sich Prinz Hans-Adam II von und zu Liechtenstein

Verwalter einer Sammlung zu werden, die bis ins 17. Jahrhundert reicht, kann in diesem jungen Alter nicht einfach gewesen sein. Bei einem Überfluss an Gemälden Alter Meister vom 14. bis zum 18. Jh., mit einem Schwerpunkt auf flämischen und Biedermeier Gemälden, mangelt es der Sammlung an Skulpturen und Möbeln. Mehrere sehr schöne Gemälde wurden nach dem 2. Weltkrieg bar verkauft, einschließlich Leonardo DaVincis Portrait von Ginevra de’ Benci, welches im Jahr 1967 an die Nationale Kunstgalerie, Washington, ging.

Anlässlich der Feierlichkeiten zum 65. Geburtstag des Prinzen Hans-Adam II von und zu Liechtenstein, werden 140 Stücke der Familiensammlung im Gartenpalast, dem Liechtenstein-Museum in Wien ausgestellt. Die Ausstellung demonstriert die mehr als dreißigjährige fleißige Arbeit des Prinzen, die Lücken in der Sammlung zu schließen.

Der Prinz gibt zu, sich mehr für Wissenschaften zu interessieren, hatte aber trotzdem ein Vergnügen damit, die Familiensammlung wieder aufzubauen und zu ergänzen. Prinz Hans-Adam II von und zu Liechtenstein zeigt auf Erasmus Hebermehl’s Equatorial Annular Sundial als ein Stück, welches das aktuellste technische und mathematische Wissen jener Zeit in der Darstellung als Kunstwerk kombiniert.

“Mein Interesse und meine Erkenntnisse sind gewachsen, obwohl ich nach wie vor ein Amateur bin”, erklärt Prinz Hans-Adam II von und zu Liechtenstein bescheiden, “Davon abgesehen habe ich sehr Frühzeitig begriffen, dass der Kauf von Kunstwerken eine sehr gute Investition sein kann, falls man wenigstens etwas davon versteht. Deshalb hole ich mir immer Expertenrat ein, wenn ich Kunstwerke zu kaufen beabsichtige.”

Teile dieser Ausstellung werden vom 24. September 2010 bis 16. Januar 2011 im Kunstmuseum Liechtenstein in Vaduz zu sehen sein. Um mehr von der Sammlung zu sehen, besuchen Sie www.liechtensteinmuseum.at.

 

Auktionfirmen expandieren

 

In diesem unsicheren wirtschaftlichen Klima ist ermutigend zu hören, dass 2 deutsche Auktionshäuser beabsichtigen, zu expandieren. Sowohl die Van Ham Kunstauktionen, Köln, als auch Hermann Historica, München, stocken ihr Personal auf, um die Vertretung in einem größeren geographischen Territorium zu gewährleisten.

Kunstexpertin Pia von Buchwaldt tritt bei Van Ham Kunstauktionen als deren neuer Vertreter in Hamburg ein. Sie wird unter der Adresse “Alsterufer 33” zu erreichen sein, um alle Fragen potentieller Käufer sowie Verkäufer bezüglich ihrer Sammlungen zu beantworten und hat auch bereits ihren ersten “Expertentag” gehalten.

www.van-ham.com

Hermann Historica begrüßt Nicholas McCullogh, den früheren Leiter der Waffen- und Rüstungsabteilung bei Christies, als ihren neuen Repräsentanten in London im Rahmen einer neuen strategischen Allianz mit Bloomsbury Auktionen und Dreweatts, London, New York und Rom. Ebenso wird Bloomsbury, bekannt für seine Bücher, Manuskripte und Grafiken, eine Vertretung in der deutschsprachigen Auktionswelt durch Hermann Historica’s Militaria Auktionshaus in München haben. Beide Auktionshäuser freuen sich über ihre neuen internationalen Kooperationen, planen aber keine Geschäftsfusionen. www.herman-historica.com

 

Weitere Neuigkeiten

 

Katzen – fremd und faszinierend, Doebele Galerie + Kunstauktionen, Kunstgut Effeldorf, 24. Februar bis zum 30. April. www.fine-art-doebele.de

 

“Pop Life. Warhol, Haring, Koons, Hirst” ab jetzt bis zum 5 September 2010, Galerie der Gegenwart, Glockengießerwall. www.hamburger-kunsthalle.de

 

Aktuell bis zum 13. März 2010 zeigt Ketterer Kunst die Ausstellung “Tom Wesselmann – Grafische Arbeiten” in seinen Räumen in Berlin-Charlottenburg. Die präsentierten Werke stammen aus der New Yorker Sammlung Paul Rothman. www.kettererkunst.de

 

Schmidt Kunstauktionen in Dresden beginnt das neue Auktionsjahr am 13. März mit einem reichhaltigen Angebot von 850 Objekten der Richtung Kunst, Porzellan, Glas und Einrichtungsgegenstände vom 18. bis zum 21. Jahrhundert. www.schmidt-auktionen.de

Van Ham Kunstauktionen Kunstexpertin Pia von Buchwaldt (Foto mit freundlicher Erlaubnis Vam Ham.)

Van Ham Kunstauktionen Kunstexpertin Pia von Buchwaldt (Foto mit freundlicher Erlaubnis Vam Ham.)


Hermann Historica London Repräsentant Nicholas McCullough. (Foto mit Erlaubnis und copyright Hermann Historica oHG, 2010.)

Hermann Historica London Repräsentant Nicholas McCullough. (Foto mit Erlaubnis und copyright Hermann Historica oHG, 2010.)


Lithographie Katze, ca. 1920 von Otto Lange, 1879-1944.  (Foto mit Erlaubnis Doebele Galerie + Kunstauktionen.)

Lithographie Katze, ca. 1920 von Otto Lange, 1879-1944. (Foto mit Erlaubnis Doebele Galerie + Kunstauktionen.)

Heidi LuxEine aus den USA stammende, freischaffend tätige Journalistin – Heidi Lux ist in der Nähe von Rochester, NY, aufgewachsen – und hat das Studium am Nazareth College in Rochester erfolgreich abgeschlossen. Ihr derzeitiger Wohnsitz befindet sich in Sachsen, Deutschland, wo Sie als Englisch Redakteur und Privatlehrer für Englisch arbeitet. Ihre journalistischen Arbeiten wurden sowohl in den englisch sprachigen Magazinen “Transitions Abroad” und “German Life” veröffentlicht, sowie auch in mehreren US-amerikanischen Publikationen des Antiquitätenhandels.

Karlheinz Kaupp sitzt zwischen den Schätzen für den Auktionshandel. Foto von Auktionshaus Kaupp.

Auktionsgespräche: Kaupp Auktionshaus bekannt als spezialist für Spitzweg gemälde

Karlheinz Kaupp sitzt zwischen den Schätzen für den Auktionshandel. Foto von Auktionshaus Kaupp.

Karlheinz Kaupp sitzt zwischen den Schätzen für den Auktionshandel. Foto von Auktionshaus Kaupp.

Der deutsche Kunstmaler Carl Spitzweg (1808-1885) wird für seine romantischen und humorvollen Darstellungen des alltäglichen Lebens geliebt. Gemälde wie Der arme Poet, wo ein verarmter Dichter seiner tristen und undichten Kammer entflieht, indem er sich unter einem Regenschirm in die Wäme seiner Bettdecke flüchtet, haben schon Millionen Menschen als Reproduktion für Kalender oder Postkarten entzückt.

Aber um einen echten Spitzweg sein Eigen nennen zu können, sollten Sie das Auktionshaus Kaupp in Sulzburg, Baden Würtemberg zu Rate ziehen. Seit ihrem Umzug in die eindrucksvolle Residenz im Jahr 2004 haben sie es irgendwie geschafft, zumindest ein Spitzweg Gemälde in jeder Auktion anbieten zu können. Während der 3-tägigen November Auktionen kamen nicht weniger als vier Spitzweg´s zu Versteigerung.

Der Direktor des Auktionshauses, Karlheinz Kaupp, sagt: „Wir sind bekannt für unsere Spitzweg Gemälde.“

Dieses Mall wurde allerdings nur ein Spitzweg verkauft. Eine weniger bekannte Arbeit, ein kleines Ölgemälde mit dem Namen Landschaft mit kleiner Stadt, welches ein abgelegenes französisches Städtchen gesprenkelt in Licht und Schatten zeigt, brachte 26.000 Euro.

Sogar nach 15 Jahren im Geschäft als Auktionator, spricht Kaupp noch mit aufrichtigem Enthusiasmus über die ihm zum Verkauf anvertraute Kunst und Antiquitäten. Es wird allerdings klar, wenn er über Gemälde spricht, dass Kunstobjekten seine größte Zuneigung gilt.

„Wir haben 1991 als Kunsthändler begonnen“, erklärt Kaupp, „Ein paar Jahre später entwickelten wir dann die Idee, ein Auktionshaus zu gründen.“.

Sogar nach der Anmietung eines historischen Ratssaales als Ausstellungsraum und eines Lagerhauses in einem Industriegebiet war nie ausreichend Raum vorhanden. Schließlich fand Kaupp`s Co-Direktor, Melanie Edelbruch, das perfekte Gebäude – ein historisches Schloß, welches Markgraf Ernst von Baden im Jahr 1515 errichten lies. 2,4 Millionen Euro für Renovierungen sowie Modernisierungen machten daraus einen eleganten Rahmen für klassische und zeitgenässische Kunst, antike Möbel, glitzernde Juwelen und andere dekorative Antiqitäten. Die nahezu 10 Meter breite Festhalle bietet jetzt den perfekten Auktionsraum durch moderne Beleuchtung gepaart mit Möbeln der Renaissance.

Seit dem Umzug fand keine Kaupp Auktion ohne zumindest ein Gemälde von Spitzweg statt. Frau Edelbruch berichtet, dass ihr Markt für moderne und zeitgenössische Kunstr weiterhin im Aufwind ist, und das sogar gegen den allgemeinen Trend im Markt.

Das Kaupp Auktionshaus plant die nächste Versteigerung für Mai 2010. Für das genaue Datum und die Details, die es zu entdecken gilt besuchen Sie www.Kaupp.de.

Eingang zum Auktionshaus Kaupp in Sulzburg, Baden-Würtemberg. Foto von Auktionshaus Kaupp.

Eingang zum Auktionshaus Kaupp in Sulzburg, Baden-Würtemberg. Foto von Auktionshaus Kaupp.

Dieses Öl auf Leinwand Gemälde von Carl Spitzweg zeigt den üblichen Witz des Malers mit dem pflichtbewussten aber gähnenden Soldat und im Winde flatternde Wäsche. Eines der neusten Angebote des Auktionshauses Kaupp. Foto von Auktionshaus Kaupp.

Dieses Öl auf Leinwand Gemälde von Carl Spitzweg zeigt den üblichen Witz des Malers mit dem pflichtbewussten aber gähnenden Soldat und im Winde flatternde Wäsche. Eines der neusten Angebote des Auktionshauses Kaupp. Foto von Auktionshaus Kaupp.

Heidi LuxEine aus den USA stammende, freischaffend tätige Journalistin – Heidi Lux ist in der Nähe von Rochester, NY, aufgewachsen – und hat das Studium am Nazareth College in Rochester erfolgreich abgeschlossen. Ihr derzeitiger Wohnsitz befindet sich in Sachsen, Deutschland, wo Sie als Englisch Redakteur und Privatlehrer für Englisch arbeitet. Ihre journalistischen Arbeiten wurden sowohl in den englisch sprachigen Magazinen “Transitions Abroad” und “German Life” veröffentlicht, sowie auch in mehreren US-amerikanischen Publikationen des Antiquitätenhandels.

Ein Vertreter von Bonhams zeigt eines der Chinesischestil Beispiele aus der Hoffmeister Sammlung des Meissner Porzellans aus dem 18. Jh. Foto von Bohnams.

Auktionsgespräche: Gestohlene Purrmann Kunst wieder erlangt; Hoffmeister Meissen Sammlung auf zu versteigern

Ein Vertreter von Bonhams zeigt eines der Chinesischestil Beispiele aus der Hoffmeister Sammlung des Meissner Porzellans aus dem 18. Jh. Foto von Bohnams.

Ein Vertreter von Bonhams zeigt eines der Chinesischestil Beispiele aus der Hoffmeister Sammlung des Meissner Porzellans aus dem 18. Jh. Foto von Bohnams.

Ein Stillleben und ein Portrait des Malers Hans Purrmann, vor 23 Jahren aus einer Stuttgarter Villa gestohlen, sind wieder aufgetaucht. Laut Polizeiangaben wurden die Gemälde in einer Wohnung im mittelfränkischen Gunzenhausen (Bayern) gefunden. Die Polizei wurde auf die Arbeiten aufmerksam, als ein 62 Jahre alter Mann diese einer Schweizer Galerie zum Kauf anbot. Die Ermittler schätzen den Wert der Gemälde auf ungefähr 100.000 Euro. Es ist allerdings nicht bekannt, ob der Anbieter dieser Gemälde 1986 selbst in den Diebstahl verwickelt gewesen sein könnte.

Hans Purrmann (1880-1966) erhielt bei seinem Vater in Speyer eine Ausbildung als Dekorationsmaler. Danach studierte er in Fankreich. Sein Malstil wurde beeinflusst durch die Kunstmaler Fauves und Matisse, welcher auch sein Freund und Lehrer war. Purrmanns Arbeiten sind durch seine intuitive Linienführung und kräftige Nutzung von Licht und Farben leicht zu identifizieren.

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Zartheit, brilliante Glasuren und schmerzlich detaillierte Zeichnungen, das Kennzeichen des frühen Meissner Porzellans; Diese rosa Tasse, ca. 1735, ist ein Stück der Hoffmeister Kollektion. Foto mit freundlicher Genehmigung durch Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg.

Der Kummer mit der Hoffmeister Sammlung

Zartheit, brilliante Glasuren und schmerzlich detaillierte Zeichnungen, das Kennzeichen des frühen Meissner Porzellans; Diese rosa Tasse, ca. 1735, ist ein Stück der Hoffmeister Kollektion. Foto mit freundlicher Genehmigung durch Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg.

Zartheit, brilliante Glasuren und schmerzlich detaillierte Zeichnungen, das Kennzeichen des frühen Meissner Porzellans; Diese rosa Tasse, ca. 1735, ist ein Stück der Hoffmeister Kollektion. Foto mit freundlicher Genehmigung durch Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg.

Das Museum für Kunst und Gewerbe (MKG), Hamburg, blickt schmerzlich auf den 31. Juli. Das ist der Tag, an dem die Hoffmeister Kollektion für immer geschlossen wird. 400 Stücke exquisites Meissner Porzellan, welche dem Museum als Langzeitleihgabe seit 1999 zur Verfügung standen, geht wieder in den Besitz der Eigentümer Horst und Dieter Hoffmeister über. Die Gebrüder nehmen es nicht für ihren privaten Bestand zurück, sondern beabsichtigen es als Ausgleich für ihre Verluste infolge der weltweiten Finanzkrise zu versteigern.

Die Pressereferentin des MKG Michaela Hille bemerkt dazu: “Ich habe noch gehört, dass so etwas vorher schon einmal passiert wäre. Ich denke, Derartiges passiert manchmal bei Museen für zeitgenössische Kunst aber auch dann betrifft es nie eine vollständige Kollektion.”

Fälle wie diese werden seitens der Museen meist im Stillen abgewickelt, bedrohen sie doch ein Leihgabesystem das auf persönlichem Vertrauen, mündlichen Versprechen sowie familiärer Loyalität und Vermächtnisse aufbaut. Das funktionierte recht gut, bis sich die ökonomoische Lage in 2007 zu ändern begann.

Das MKG wird nunmehr zwei leere Ausstellungsräume haben. Sogar die Ausstellungsvitrinen wurden durch die Gebrüder Hoffmeister bezahlt und es ist noch nicht klar, ob diese im Museum verbleiben werden oder nicht. Bis zur Bereitstellung einer neuen Ausstellung werden diese Räume geschlossen bleiben.

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